Erfinderhandbuch

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Dipl.- Ing. Klaus Metzger

Erfahrungen eines Kreativen aus HILDESHEIM



I N H A L T



Vorwort 1


I Durch Nachdenken zur Erkenntnis

  • Als Erfinder zu Reichtum und Glück . ein Schauermärchen (oder: Kann nicht j e d e r erfinden?
    5
  • Die Gratwanderung zwischen Depression und Aggression
    7
  • Das Erkennen der eigenen Fähigkeiten
    10
  • Wunsch und Motivation
    12
  • Die Welt in den ökologischen Zusammenhängen erkennen
    15


II Mit dem richtigen Ziel zum Erfolg

  • Wertvolle Beiträge zur Arterhaltung
    25
  • Die Bedeutung des Zieles
    29
  • Meilensteine für Teilerfolge
    31
  • Prognosen, Vorausschau und Visionen
    32
  • Situationsbetrachtungen
    34


III Mit der konsequenten Planung geht.s leichter

  • Ganzheitliche Methodik als eine von vielen Möglichkeiten
    35
  • Alle Ideen gehören in einen schönen Ordner
    37
  • Mit Formblättern zum Ziel
    38
  • Die zielsichere Methode: die Verursachungsplanung
    38
  • Zeitplanung mit der richtigen Technik muß sein
    39
  • Die Kontrolle und der Soll-Ist-Vergleich
    39
  • Die Netzplantechnik aus der Industrie
    40


IV Der mühsame Weg zur Meisterschaft

  • Kreativität und Spiritualität
    41
  • Intuition und Unterbewußtsein
    44
  • Positives Denken
    46
  • Autogenes Training und Meditation
    49
  • Der 6. Sinn und die ASW (außersinnliche Wahrnehmung)
    51
  • Stimmungspflege
    56
  • Sport und Gesundheit
    56
  • Kybernetik
    58


V Schützenhilfe für die .Geistesblitze.

  • Informationssammlung und Datenbankrecherchen
    59
  • Der Patentanwalt als Helfer und Fachmann
    63
  • Das Patentamt ist eine Behörde
    65
  • Gebrauchsmuster als .kleines. Patent
    66
  • Warenzeichen sind sehr gefragt
    66
  • Patentstrategien für den Dschungelkampf
    66
  • Mit der Patentprüfung kommt die Stunde der Wahrheit
    68
  • Die Erfindungshöhe. als erster Knüppel der Industrie
    69
  • Die .Neuheit. ist der zweite Knüppel der Industrie
    70


VI Mit Lizenzen ein .Vermögen verdienen.

  • Wer kann mit meiner Erfindung etwas anfangen?
    71
  • Die Krönung aller Bemühungen ist der Lizenzvertrag
    72
  • Die Bindung an einen oder mehrere Partner
    73
  • Ohne Rechtsanwalt geht es nicht
    74
  • Lizenzvergabe ins Ausland . der bessere Weg
    76


VII Fertigung im eigenen Betrieb oder Kooperation

  • Am Anfang steht immer der Prototyp
    79
  • Von der Patentschrift zum Pflichtenheft
    80
  • Die Nullserie als erster Schritt in die Fertigung
    80
  • Mit der Serienfertigung zum Markterfolg
    82
  • Der Betriebstest für unseren Prototyp
    82
  • Die Evolution unserer Erfindung
    83
  • Gemeinsam sind wir stark . die Frage von Kooperationen
    84
  • Synergieeffekte oder das Prinzip des Zusammenwirkens
    84
  • Mit dem Wissen der anderen Geschäfte machen
    85
  • Die Rechtsform des Betriebes
    87
  • Das Finanzamt als unberechenbarer Partner
    87
  • Mitarbeiter als Partner im Betrieb
    88
  • Das organisierte Chaos
    89
  • Ohne Geld läuft nichts
    90
  • Leasing oder die trügliche Sicherheit
    90
  • Der Konkurs ist das Ende allen Strebens?
    92


VIII Der Markt bestimmt den Erfolg

  • Am Anfang steht die Werbung
    94
  • Wettbewerbe sind ein geschicktes Werbemittel
    95
  • Marketing
    96
  • Marktforschung als Rückinformation
    98
  • Aufwand und Ertrag im Lichte der Preispolitik
    98
  • Fachzeitschriften als Weg zum Kunden
    100
  • Konzepte und Strategien für den Markt
    101
  • Der direkte Kontakt zum Kunden
    103
  • Messen und Ausstellungen als Kontaktbörsen
    104
  • Verhandlungs- und Verkaufstechniken: ein Geheimtip
    106
  • Reisen ins Ausland als Urlaub vom Alltag
    108
  • Mit Vorträgen Nachfrage wecken
    109
  • Betätigung als Fachbuchautor
    111
  • Der werbewirksame Auftritt im Fernsehen
    112
  • Die wichtigen Kontakte zur Presse
    113
  • Das Erscheinungsbild des Erfinders in der Öffentlichkeit
    114
  • Möglichkeiten als Experte und Sachverständiger
    114


IX Probleme und Schwierigkeiten als Herausforderung

  • Techniken zur Problemlösung
    116
  • Barrieren und Widerstände gegen Innovationen
    117
  • Der berühmte NIH-Faktor (not invented here)
    120
  • Der beste Weg ist immer über das Management
    122
  • Ein beliebtes Mittel: die Manipulation
    122
  • Mit Erpressungen werden Sie weichgeknetet
    123
  • Der Patentprüfer als Ihr Freund und Helfer (meistens)
    125
  • Unsere .lieben. Freunde aus der Industrie
    126
  • Die liebe Konkurrenz
    127
  • Ihr Patent wird von anderen mißbraucht
    128
  • Die Mauer um Ihre Patente
    129
  • Die lieben Patente für die Schublade
    129
  • Nichtigkeitsklagen als allerletztes Mittel
    130
  • Das traurige Los einer .Erfinderfamilie.
    130
  • Hast Du Freunde in der Not
    133
  • Banken als Regenschirmverteiler
    134
  • Das liebe Geld
    136
  • Die Industrie- und Handelskammern als Innovationsverhinderer
    138
  • Erfinderpreise sind Lockmittel
    138
  • Mißerfolge und Rückschläge sind das Los des Erfinders
    139
  • Krankheiten sind ein Lernprozeß
    140


X Der Erfinder und seine .Freunde.

  • Die lieben Politiker sind immer zur Stelle
    141
  • In welcher Partei findet der Erfinder Gehör?
    143
  • Eine Frau als .Erfinderin.: Erfinderzentrum Norddeutschland
    144
  • Technologiezentren sind Lieblinge der Kommunalbeamten
    145
  • Innovationsberater als Innovationsverhinderer?
    146
  • Risikokapital oder das verlorene Geld
    147
  • Der Bedeutungswandel oder der Paradigmenwechsel
    147
  • Jeder Erfinder braucht einen Förderer
    150
  • Erfinderwettbewerbe mit Auszeichnungen
    151
  • DABEI ist eine lobenswerte Aktionsgemeinschaft
    152
  • Verbände und Organisationen
    152




Einleitung

.Der schwergefaßte Entschluß: Muß es sein? Es muß sein! Es muß sein!. Beethoven Opus 135 Vor eineinhalb Jahren ermutigten mich die Erfolge von Erhard Freitag mit seinen Taschenbüchern .Kraftzentrale Unterbewußtsein. und .Hilfe aus dem Unbewußten. und der ausgezeichnete persönliche Kontakt zu diesem .Reisenden. in Sachen .Positives Denken., meine eigenen Erfahrungen im Bereich .Erfindung und Innovation. in dieser Form einem größeren Publikum vorzustellen. Leider fand ich bei Erhard Freitag nicht die gewünschte Unterstützung und legte deshalb meine diesbezüglichen Pläne erst einmal wieder in meine .geistige. Schublade. Völlig unerwartet eröffnete mir dann nach einem sehr interessanten Gespräch mit dem Verleger Norman Rentrop, während der diesjährigen Hannover Messe, wo ich mit meiner Familie auf dem DABEI-Stand in der Halle .Jugend und Technik. für die lobenswerten Ziele dieser Aktionsgemeinschaft warb, dieser die Möglichkeit mein Buch in seinem Verlag herauszubringen. Wir wurden sehr schnell handelseinig und zusätzlich erklärte ich mich bereit, für den .Erfolgsberater. zwei neue Kapitel .Lizenzvergabe.und .Lizenznahme. zu verfassen. Mit der mir eigenen Begeisterung und dem notwendigen Enthusiasmus ging ich an die Arbeit, denn ich hatte meinem Lektor, Herrn Reich, und dem Chefredakteur des Erfolgsberaters, Herrn Neuhaus, versprochen, beide Arbeiten bis zum Jahresende abzuliefern. Auch hatte ich begonnen, in verschiedenen Veröffentlichungen im Zusammenhang mit meinen Innovationen, auf mein geplantes Buch hinzuweisen. Dabei erstaunte mich das große Interesse meiner Fachkollegen am Thema .Kybernetik., das gewissermaßen der rote Faden in meiner Arbeit werden soll.




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Sehr schnell merkte ich aber, daß da etwas nicht stimmte. Denn es gelang mir nicht, eine einwandfreie Verbindung zu meinem Unterbewußtsein herzustellen (über die Jahre habe ich es mir angewöhnt, nur dann eine schriftliche Ausarbeitung durchzuführen, wenn ich mich in der richtigen Stimmung fühle und in .Rapport. mit meinem Unterbewußtsein stehe). Diese .innere Bremse. war für mich eigentlich nichts Ungewöhnliches, denn erstens hatte ich sie schon desöfteren erlebt und anschließend den Zusammenhang mit bestimmten Einflüßen erkannt und zweitens übermittelte mir in dieser Zeit der Anwalt meiner Frau ihr Scheidungsbegehren. Auch mein Lizenznehmer verhielt sich nicht besonders kooperativ, was wiederum meine Banken zu .hektischen. Maßnahmen veranlaßte. Als aber der .Gedankenstrom. dann noch länger unterbrochen blieb, erkannte ich, daß hier eine andere - tieferliegende . Ursache vorliegen müßte. Heute kenne ich die Ursache mit absoluter Gewißheit, und die Verbindung zu meinem Unterbewußtsein gleicht nun einer sprudelnden Quelle herrlich klaren Wassers, die hoffentlich nicht so schnell wieder versiegen wird. Ich mußte mich erst mit dem Lebenswerk Albert Schweitzers, dem genialen Physiker Albert Einstein und dem sehr erfolgreichen Erfinder Manfred von Ardenne befassen, um über diese zu Fritjof Capra.s .Das Neue Denken. zu gelangen. Interessanterweise nannten mir entweder Bekannte, die mit meiner Situation vertraut waren, diese Persönlichkeiten oder ich wurde kürzlich im Fernsehen auf sie aufmerksam, wie das bei Fritjof Capra und Manfred von Ardenne der Fall war. Damit wird aus meiner ursprünglich geplanten populären und mit persönlicher Erfahrung angereicherten Version des .DABEI-Handbuches für Unternehmer und Erfinder. für Jugendliche und Existenzgründer überhaupt nichts. Und ich hoffe, daß mir der Verlag deswegen nicht böse ist.


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Das spannende Leseabenteuer von Fritjof Capra.s .Das Neue Denken. hat mir nämlich in aller Deutlichkeit und Offenheit gezeigt (was ich intuitiv bereits seit längerer Zelt ahnte): Auch für meine Themen .Erfindung und Innovation. hat der Paradigmenwechsel bereits stattgefunden, und ich muß mich jetzt als .erfindernder. Autor ein für allemal entscheiden, ob ich bereit bin, .mit den Wölfen zu heulen.oder den einsamen Weg des .Steppenwolfes. zu gehen. Genaugenommen habe ich mich bereits vor mehr als sechs Jahren (als ich für mich die .freie Wildbahn. als beratender Ingenieur und Unternehmensberater wählte) auf die Suche nach .meinem Steppenwolf. gemacht. Ich schlüpfe nun in seine Rolle und fordere meine Leser dazu auf, sich mit mir auf ein Abenteuer einzulassen, dessen Ausgang ich selbst noch nicht kenne, aber bei dem mir die bisherigen Etappen sehr viele Überraschungen und Aufregungen gebracht haben. Aus dieser Sicht fällt es mir auch sehr viel leichter, mir gegenüber vollkommen ehrlich zu sein und kein Blatt vor den Mund zu nehmen, wenn es darum geht, .krebsartige. Fehlentwicklungen unserer Gesellschaft offenzulegen. Nur so kann meiner Meinung nach überhaupt erst wieder eine notwendige Vertrauensbasis und ein .ethisches. Fundament geschaffen werden, auf dem Jugendliche und Existenzgr ünder weiblichen und männlichen Geschlechts mit ihren Ideen und Erfindungen aufbauen können. Ihr aufopfernder Einsatz, bei dem ich ihnen mit diesem Buch eine moralische Unterstützung und Hilfe geben möchte, wird darüber entscheiden, ob nach der Massenvernichtung am jüdischen Volk mit mehr als 5 Millionen Toten eine Umweltkatastrophe noch viel größeren Ausmaßes folgen wird, der wir - genauso wie unsere Eltern - sehenden Auges, aber in einer merkwürdigen Weise .hypnotisiert., gegenüberstehen.


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Obwohl viele meiner Erfahrungen spezielle Probleme in Deutschland oder Europa betreffen, haben mir die Ausführungen von Fritjof Capra bestätigt, daß die Ursache nicht geographisch begrenzt liegt, sondern weltweit auf ein .Falsches Denken. zurückgeführt werden kann, deren Wurzel bis ins 17. Jahrhundert zurückzuverfolgen ist. In diesem Sinne möchte ich meine Gedanken so formulieren, daß sie einen kleinen Beitrag zur kritischen Masse bilden, die für den dringend erforderlichen .sozialen. Evolutionssprung auf unserem Raumschiff .Erde. überlebensnotwendig ist. Schon vor mehr als 150 Jahren müssen Heroen geistiger Schaffenskraft, wie der große Dichter Friedrich Schiller (.Raum für alle hat die Erde.) und der geniale Musiker Ludwig van Beethoven Ähnliches gedacht haben als der eine einmalige Verse schuf, die der andere so unnachahmlich vertonte: Freude! Freude, schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium, Wir betreten feuertrunken, Himmlische, dein Heiligtum. Deine Zauber binden wieder, Was die Mode streng geteilt, Alle Menschen werden Brüder, Wo dein sanfter Flügel weht. Sinfonie Nr. 9 d-moll op. 125 Schillers Ode .An die Freude.


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I Durch Nachdenken zur Erkenntnis


Als Erfinder zu Reichtum und Glück - ein Schauermärchen (oder: Kann nicht j e d e r erfinden?) Ich höre Sie erstaunt fragen, wie ich bei einer derart kritischen und sehr negativen Formulierung überhaupt jemand dazu motivieren will, die .Welt zu verändern. und Großartiges zu leisten. Dafür gibt es eine Reihe von Antworten. Erstens bitte ich vor zwei Jahren aufgrund meiner eigenen Erfahrung den Wog des cleveren Erfinders als den Königsweg zu Erfolg und Vermögen bezeichnet, denn damals war für mich die Welt ja noch in Ordnung. Oder wie ein guter Bekannter sich ausdrücktet: .Sie sind der erste Erfinder, der von seinen Erfindungen auch leben kann!.. Zweitens heißt ein unterschriebener Lizenzvertrag mit sechsstelligen Einstandszahlungen und ansehnlichen Lizenzgebühren noch lange nicht, daß man sich dann- wie der Rechtsanwalt meines Lizenznehmers meinte . .in Hongkong zur Ruhe setzen könnte.. Drittens ist man als Erfinder normalerweise verheiratet, hat Kinder und ein glückliches Familienleben mit vielen Freunden und Bekannten. Und plötzlich bricht in diese .heile. Welt der Teufel ein. Was ist passiert und wie konnte es dazu kommen? Ich habe mir darüber sehr viele Gedanken gemacht, zahlreiche Gespräche mit namhaften Erfinderkollegen geführt und .traurige. Erfinderschicksale analysiert. Gestatten Sie mir auch, daß ich mich gewissermaßen vor Ihnen auf die bekannte Liege des Psychiaters lege und wir gemeinsam diesen .verrückten. Erfinder befragen, wie er dazu kommen konnte, so einen schrecklichen Irrtum zu begehen. Anschließend werden wir viele Fehler erkannt haben und Ihr Weg wird dadurch zwar etwas einfacher, aber immer noch voller Fallgruben sein.


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Meiner Meinung nach werden alle Menschen weiblichen oder männlichen Geschlechts zum Erfinder .geboren., denn unser Leben ist so kompliziert und wird von Tag zu Tag schwieriger, daß uns gar keine andere Wahl bleibt. Victoria Voncampe hat sich während eines Interviews in einer Talkrunde zum Thema .Positives Denken bei Erfindern. zusammen mit Erhard Freitag über meine Äußerung in Verbindung mit .Haushaltserfindungen. köstlich amüsiert. Natürlich muß dazu auch ein Problembewußtsein kommen, d. h. dem wiederholten Ärger ein Ende bereiten zu wollen und nach kreativen Lösungswegen zu suchen. So weit, so gut, werden Sie sagen. Wo liegt denn dann das Problem? Beim Vermarkten der Erfindung! Wie von unsichtbarer Hand gesteuert, türmen sich dann plötzlich Mauern auf, die immer höher werden, daß man wirklich verzweifeln und verrückt werden könnte. Viele Erfinder gingen daran zugrunde und jeder von Ihnen kennt das erschütternde Beispiel des .Herrn Vetter aus Peine., der einen neuen Heizkessel erfunden hat und über den in der Presse (Erfinderjournal Nr. 3 S. 22) und im Fernsehen (Panorama, NDR3) ausführlich berichtet wurde. Seine Erlebnisse waren für mich im Jahr 1985 der Anlaß, an die damalige Niedersächsische Wirtschaftsministerin, Frau Birgit Breuel, zu schreiben und ihr recht herzlich für meine Förderung durch das Erfinderzentrum Norddeutschland zu danken, das auf ihre Initiative hin im Jahre 1981 gegründet wurde. Mein Schreiben enthielt auch einen Vorschlag für einen Film mit dem Thema .Kreatives Niedersachsen., dessen Grundkonzept mein väterlicher Freund, Generalkonsul Norbert Handwerk vom Insel-Film in München, kostenlos entworfen hatte. Es ging mir damals um eine Verbesserung des negativen Erfinderbildes in Deutschland und eine Werbung für diese einzigartige .Erfindung. der Ministerin anhand erfolgreicher Beispiele aus Niedersachsen. Leider kam es dann zu einem Wechsel im Wirtschaftsministerium und ihr Nachfolger, Minister Hirche, mit dem ich mich während der Hannover-Messe 1987 ausführlich über das Thema .Erfinderförderung. unterhalten konnte, hat nun wohl ganz andere Sorgen.


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Die Gratwanderung zwischen Depression und Aggression Nach Hans Sauer (auf den ich noch sehr ausführlich zu sprechen komme) wandert ein Erfinder fortlaufend auf einem Grat zwischen Aggression und Depression. Bei Herrn Vetter konnten beide Phasen sehr deutlich während des Panorama-Berichtes über seinen Kampf mit dem TÜV Hannover beobachtet werden. Auch ich konnte an mir selbst diese Phasen schon genau beobachten. Von meiner Anlage her bin ich ein sehr sanftmütiger und sensibler Typ. Nur mußte ich bereits zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn als junger Verfahrensingenieur erkennen, daß in der Industrie - frei nach Darwins Prinzip - ganz andere Kategorien gefragt sind: Richtige .Bestien. müssen es sein, mit kräftigen Ellenbogen, und zauberhaften Fähigkeiten, nämlich den eigenen Stuhl zu verteidigen, an dem des Kollegen zu sägen und dabei noch vernünftig zu arbeiten. Nur gab es damals in den Endsechzigern noch keine zwei Millionen Arbeitslose und die Wirtschaft florierte. Offensichtlich waren diese mühsam und mit inneren Skrupeln (wo blieb die Menschlichkeit?) erworbenen Kenntnisse zusammen mit meinem Fachwissen ausreichend, die Karriereleiter hochzuklettern. Nach jeder Sprosse gab es ja die Belohnung in Form einer Gehaltserhöhung. Ich machte mir damals keine größeren Gedanken, denn meine Freunde und Bekannte hielten es ja ähnlich und ein fortlaufendes Schulterklopfen herrschte allemal. Trotzdem beunruhigte mich in meinem Innern doch etwas. Mein Vater hatte auch .Karriere. gemacht . aber um welchen Preis: zahlreiche Magenoperationen und schließlich mit 58 Jahren einen schweren


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Herzinfarkt. Gottseidank hat er diesen Warnschuß überlebt und könnte nun in Ruhe und Frieden seinen Lebensabend genießen, wenn ich ihm jetzt soviele Sorgen bereiten würde (ich komme darauf noch zurück). Ein plötzlicher Herzinfarkt bei einem sehr beliebten Kollegen gab mir den Rest. Angestrengt versuchte ich Zusammenhänge zu erkennen, Ursachen zu finden. Aber richtig Zeit zur gründlichen Analyse gab mir damals mein anstrengender Beruf nicht. Drei Dinge habe ich - im Nachhinein betrachtet - damals mehr oder weniger .intuitiv. richtig gemacht: ich trieb Sport (Waldlauf, Schwimmen), praktizierte Autogenes Training und vermied Tabletten, wann immer es ging. Meine .Härte. als Vorgesetzter hat mir noch während meiner Tätigkeit vor 8 Jahren, bei einem internationalen Konzern in Kopenhagen, den zweifelhaften Ruf als .Sklaventreiber.eingebracht. Und das betrachtete ich damals noch als Kompliment, denn damit konnte ich ja in den Augen meiner Vorgesetzten hervorragend glänzen. Der immer schwieriger werdende Markt für Sprühtrocknungs- und Eindampfanlagen brauchte für den weltweiten Einsatz .ganze. Männer. Aber was hat dies mit Erfinden zu tun? Einiges oder garnichts! Je nach Blickwinkel! Denn erstens mußte ich alle meine technischen Probleme von berufswegen im Konstruktionsbüro oder vor Ort lösen. Zweitens war für echte Problemlösungen gar keine Zeit. Auf diese .Marktlücke. komme ich später noch einmal sehr ausführlich zurück.. Zur Depression neige ich nicht - vielleicht hat mich dies vor Magenbeschwerden und Herzinfarkt bewahrt. Als Angestellter in einer Firma ist man - trotz der geschilderten Nachteile - in der .glücklichen. Situation, doch immerwieder Pausen (Urlaub, Wochenende, Krankheit) zum .Lecken der Wunden. einlegen zu können und das Futter läuft in Form des regelmäßigen Gehaltes weiter. Dies scheint mir ein sehr wichtiger Aspekt zu diesem Thema zu sein.


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Der .Freie Erfinder. - und um diesen handelt es sich ja in der Mehrzahl aller Fälle - hat diese Möglichkeiten nicht. Er steht unter Dauerstreß und Erfolgszwang. Dieses Risiko versuchte ich sehr bewußt zu vermeiden, in dem ich meine erfinderische Tätigkeit gewissermaßen im Nebenberuf zu meiner Beratungstätigkeit ausübte. Für mich sollten meine Patente zu Lizenzeinnahmen führen, die mir als kontinuierlicher Zusatzerlös zu meinen unregelmäßigen Honorareinnahmen dienten. Jahrelang klappte das hervorragend - bis der bereits bekannte Teufel auftauchte. Welchen Rat kann ich Ihnen geben? Versuchen Sie von Anfang an, sich nicht zu sehr in die Probleme, die mit der Verwertung von Erfindungen zusammenhängen, verstricken zu lassen und verlassen Sie sich auf Ihre .innere. Stimme. Diese sagt Ihnen schon, ob Sie Ihren Partnern vertrauen können oder nicht (auch hierauf komme ich später noch ausführlich zurück). Bei mir war im entscheidenden Moment, nämlich als ich die beträchtliche Einstandszahlung sah, die Warnlampe (meine .innere. Stimme) ausgeschaltet. Ich möchte - mit Ihrer Erlaubnis - noch einmal auf das Thema .Aggression. im Erfinderleben zurückkommen, da ich felsenfest davon überzeugt bin, daß viele Erfinder genau an diesem Phänomen gescheitert sind und noch scheitern werden. Warum? Aggression hat immer etwas mit fehlgeleiteter Energie zu tun, die zu irgendeiner Form von Druck führt.


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Und Druck erzeugt bekanntlich Gegendruck. Auch der freundlichste Erfinder verliert einmal die Geduld und kann aggressiv werden. Hält dieses Verhalten aber an (Beispiel .Vetter.), dann reagiert die Gegenseite ebenfalls aggressiv und der Teufelskreis beginnt. Der Erfinder fühlt sich unverstanden, reagiert noch aggressiver und erlebt fortlaufend das Spiegelbild seines Verhaltens. Wieder einmal haben die Gesprächspartner das typische Erscheinungsbild eines .spleenigen. Erfinders vor sich und fühlen sich in ihrer vorgefaßten Meinung bestätigt. Noch komplizierter wird die Lage dann, wenn die Gegenseite .mauert.(eine .Schubladenlizenz. abgeschlossen hat und gar nicht auf den Markt will). Dann wird auf den Erfinder bewußt solange Druck ausgeübt, bis dessen Aggression in Depression umschlägt und er resigniert (vielleicht sterbenskrank und mit einem Schuldenberg) aufgibt. Dies ist in unserer Wirtschaft, die nur das Konkurrenz- und nicht das Kooperationsdenken kennt, kein Einzelfall. Mit dem .Neuen Denken., als dessen Wegbereiter ich mich betrachte, tritt hoffentlich auch in der Industrie ein Umdenken ein, und man betrachtet den Freien Erfinder nicht mehr als Gegner, sondern als Partner. Das Erkennen der eigenen Fähigkeiten Aus didaktischen Gründen habe ich am Anfang davon gesprochen, daß im Prinzip jeder zum Erfinder geeignet ist. Im Lichte der bereits geschilderten Probleme im psychischen Bereich möchte ich Einschränkungen machen, die vielleicht eines Tages, wenn sich das Prinzip der .Liebe. und des .Mitleids. in unserer Wirtschaftswelt durchgesetzt haben, keine Gültigkeit mehr haben. Im Moment kann ich behaupten, daß an die .seelische. Stabilität die größten Anforderungen gestellt werden. Jeder, der innovativ tätig sein will und sich deshalb gegen erhebliche Widerstände durchboxen muß, sollte sich ernstlich


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fragen, ob er bereit ist, diese zu ertragen und auch gesundheitliche Folgen auf sich zu nehmen. Denn Erfinden und das Verwerten der Erfindungen kann über längere Strecken .ein Schwimmen gegen den Strom. werden, was unmenschliche Kräfte erfordert. Neben der kritischen Selbstbeobachtung (oder durch Vertrauenspersonen, bitte aber keine Verwandten und Freunde) sind von großer Hilfe schriftliche Analysen, die der Selbsterkenntnis dienen. Bei den verschiedenen Arbeits- und Planungsmethoden (Helfrecht, Hirt, Mewes, Ganzheitliche Methodik) finden sich sehr nützliche Hilfsmittel, die aber alle nur einen Sinn haben, wenn wir uns selbst gegenüber ehrlich und bereit sind, die erkannten Mängel zu beseitigen (deshalb können wir in diesem Zusammenhang auch von Mängelanalysen sprechen). Dabei werden nicht nur die Gesundheit und Leistungsfähigkeit, sondern auch die Persönlichkeit mit Lebenslauf, Partnerschafts- und Umweltbeziehungen und die Vermögens- und Finanzsituation betrachtet. Alles weitere ist ein Bewähren in der Praxis, das am besten gelingt, wenn wir uns -trotz aller Rückschläge - die sportliche Einstellung erhalten und in jeder Niederlage auch die Chance für den kommenden Sieg erkennen. Das erhält elastisch und flexibel, wie den Strohhalm im Wind. Wie das Leben selbst, ist auch dies ein Bereich, der voller Chancen u n d Risiken steckt. Persönlich konnte ich sehr viel aus meiner beruflichen Entwicklung erkennen. Für viele Probleme fand ich sehr schnell praktische Lösungen, die ich in den von mir gebauten Anlagen verwertet habe. Es bereitete mir immer große Freude, als .Trouble Shooter. Anlagen in Betrieb zu nehmen und Störungen zu beseitigen. Dabei ließ ich mich nicht aus der Ruhe bringen . auch wenn der Kunde noch so sehr drängte. Eine weitere, nützliche Eigenschaft für das praktische Erfinden sehe ich


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in der Fähigkeit, im Kopf gewissermaßen ein Modell der Anlage zu schaffen und auf .geistigem. Wege alle Möglichkeiten durchspielen zu können. Übertrieben formuliert heißt das gewissermassen sich selbst auf geistigem Wege in ein Molekül zu verwandeln und auf den Marsch durch das Anlagenmodell zu begeben, um Problemstellen, Engpässe usw. zu erkennen. Auf diese Eigenschaft werde ich an späterer Stelle noch einmal eingehen, wenn ich den Spiritualismus betrachten werde. Wunsch und Motivation Meiner Meinung nach sind der Wunsch und die daraus resultierende Motivation, die stärksten Kräfte für ein erfolgreiches Erfinden. Entscheidend ist aber aus welcher Quelle der Wunsch gespeist wird. Gewiß kann der Wunsch nach materiellem Reichtum eine beträchtliche Wirkung ausüben, und viele Schriftsteller (z. B. Napoleon Hill: Denke nach und werde reich) haben interessante Bücher über dieses Thema verfaßt. In dieser Beziehung muß ich in aller Ehrlichkeit bekennen, daß ich mich vom Saulus zum Paulus verwandelt habe. Vielleicht spielen dabei auch meine finanziellen Rückschläge eine Rolle. Heute schätze ich geistigen Reichtum sehr viel höher als allen materiellen Besitz ein. Und deshalb betrachte ich mich vor allen Dingen wegen meiner lehrreichen Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit als .vielfachen Millionär.. Geniale Vorbilder wie Albert Schweitzer .Ehrfurcht vor dem Leben. und Albert Einstein .Ich brauche nur Papier und Bleistift. und vorzügliche Autoren wie Fritjof Capra .Das Neue Denken. haben mir noch mehr die Augen für die Fehlentwicklungen in unserer Welt geöffnet, die auf unser einseitiges materielles Denken zurückzuführen sind.


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Wenn wir den nachfolgenden Generationen nicht die Chancen für ein würdevolles Leben auf diesem Planeten verbauen wollen, dann müssen wir jetzt wieder die .Einheit des geistigen und stofflichen Kosmos. herstellen. Als nützliche Kraft steht uns dafür unser Unterbewußtsein und unsere Intuition zur Verfügung. Dort ist mehr .Erfahrungswissen. als in allen Datenbanken der Welt gespeichert. Meinen wir es ehrlich mit unserem innovativen Beitrag für ein besseres und menschenwürdigeres Leben, dann .rufen wir die Arme der Götter herbei. (Goethe). Der Vater aller Arbeitsmethoden, Dr. Gustav Großmann, der mein Denken und Handeln sehr stark beeinflußt hat, schrieb dazu in seinem Buch .Die Welt der Könner. S. 186: Nur dein Wunsch, aus deiner Hölle heraus und hinein bis in den Himmel gerade über dieser Hölle zu fliegen, dieser Wunsch allein läßt deiner Seele Flügel wachsen, daß ihr dieses Wunder gelingt. Was diesen erfolgversprechenden Weg so verdammt schwierig macht, ist die fehlende Unterstützung, die wir dabei von der Industrie erhalten, da diese sich durch das .Neue Denken. bis auf.s Mark getroffen fühlt (Beispiel: regenerative Energien). Noch weniger helfen uns die .Sonntagsreden. der Politiker, denen der notwendige Weitblick abgesprochen werden muß und deren .falsches Denken. von der kommenden Wahl beeinflußt wird. Ein weiteres Problem stellen unsere verkehrten Bilder der Wirklichkeit dar, die uns durch fortwährende Indoktrination des Elternhauses, der Schule und der Medien .anerzogen. wurden. Um uns aus diesem Teufelskreis oder besser gesagt, aus dieser .Hypnose. zu befreien, benötigen wir die innere Einkehr. Nach und nach steigen dann Wünsche aus unserer Seele auf, die einer besseren Zukunft förderlich sind.


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Was meine ich genau damit? Ähnlich wie Fritjof Capra hat mich die Beschäftigung mit der Kernphysik und mit bedeutenden Wissenschaftlern auf diesem Gebiet, wie Werner Heisenberg (.Der Teil und das Ganze.) und Albert Einstein (Abraham Paisz .Raffiniert ist der Herrgott...) erkennen lassen, daß wir mit dem immer tieferen Eindringen in diese Materie zu immer größeren Verständnisproblemen kommen. Angeblich finden sich fortlaufend neue Bausteine, und ich stelle mir die Frage, ob das noch mit rechten Dingen zugeben kann. Im Makrokosmos vollzieht sich Ähnliches. Auch dort werden immer neue Phänomene entdeckt. Es ist Capra.s großer Verdienst, daß auf er auf die Analogien zwischen der Kernphysik und der fernöstlichen Mystik (.Das Tao der Physik.) hingewiesen hat. Wir bewegen uns in Bereichen, die sich unserer Erkenntnis immer mehr entziehen und als die großen Geheimnisse der Schöpfung bezeichnet werden können. Dies hat sehr viel mit Glauben und Vertrauen zu tun und führt in logischer Konsequenz zu dem genialen Menschenfreund Albert Schweitzer (.Ehrfurcht vor dem Leben.). In seinen Schriften und durch sein Vorbild bat er uns in vorbildhafter Art und Weise gezeigt, was ökologisches Denken und Handeln eigentlich bedeutet: Alles Leben auf diesem Planeten als gottgewollt zu erkennen und zu respektieren (.Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.). Sehr schnell führt uns das zur Grundlage jeglichen Schaffens - auch des Erfindens. Ich habe mir für mich selbst folgendes Leitbild für mein Handeln und Tun geschaffen: Kybernetik: Ehrfurcht vor dem Leben!


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Die Welt in den ökologischen Zusammenhängen erkennen Im vorangegangenen Abschnitt bin ich bereits auf die Probleme eingegangen, die wir mit der Erkenntnis der Wirklichkeit und unserem Wahrnehmungsvermögen haben. Noch schwieriger wird die Aufgabe, wenn es darum geht. Systemzusammenhänge zu verdeutlichen. Lassen Sie mich dazu ein Beispiel aus meinem Erfahrungsbereich der Molkereiund Landwirtschaft schildern, da dort die unübersehbaren Folgen falschen Denkens und Handelns jedermann geläufig sind. Am Anfang, also nach dem 2. Weltkrieg, gab es einen größeren Mangel an verschiedenen landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Politiker, Industrie und Verbände waren sich darüber einig, daß hier etwas geschehen müsse. Die Bauern wurden dazu animiert, zu investieren und in immer größeren Einheiten zu produzieren. Wer da aus irgendwelchen Gründen (die .innere. Stimme?) nicht mitmachen wollte, wurde aus dem System .zwangsweise., d. h. durch Aufgabe, verabschiedet. Alle Partner waren zufrieden, das Karussell drehte sich und die Gewinne (zumindest der Beteiligten) stimmten. Vom kleinen deutschen Karussell wechselte man in den sechziger und siebziger Jahren auf das größere europäische Karussell über. Es war für alle eine wirkliche Freude mitanzusehen, wie aus den .Unterschüssen. plötzlich .Überschüsse. wurden. Da ja die entsprechenden Subventionen in Hülle und Fülle zur Verfügung standen, bestand keinerlei Veranlassung für die beteiligten Partner, das Karussell anzuhalten. Überschüssige Milch konnte z. B. in sogenannten .Milchverwertungsbetrieben (besser gesagt: Milchvernichtungsanlagen). zu Magermilchpulver und Butter verarbeitet und in unbegrenzten Mengen als Interventionsware bei garantierten Preisen auf Lager gelegt werden. Meine Firmen, die entsprechende Produktionsanlagen für die Molkereiwirtschaft in der gesamten Welt lieferten, machten dabei hervorragende Geschäfte. Für Wein, Getreide und Zucker lassen sich ähnliche .Story.s. schildern.


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So weit so gut, werden Sie wieder fragen, was hat das mit Erfinden zu tun? Schon eine ganze Menge! In der Molkerei - und Landwirtschaft hat man sich von der Natur und dem darin enthaltenen Leben ein für die Beteiligten genehmes Abbild geschaffen und alle anderen .Randbedingungen unter den Tisch fallen lassen., da sie nur störten. Die Quittung dafür wird uns heute präsentiert. Die Ackerböden sind ausgelaugt und jegliches Leben ist dort verschwunden. Bauern, die notgedrungen aus dem Karussell aussteigen wollen, brauchen bis zu vier Jahre um Ihre .vergifteten. Felder wieder zu regenerieren. Die arg strapazierten Milchkühe, die fortlaufend für neue Produktionsrekorde .gedopt. werden, können nur noch mit Psychopharmaka und Antibiotika am Leben gehalten werden. Schon wird am Horizont mit neuen Zaubermitteln, den Wachstumshormonen (Samotropin), mit denen die Milchleistung noch mehr erhöht werden kann, gewunken. Aus dem ruhigen Anwesen auf dem Lande, das in der Werbung gerne den .überspannten. Stadtbewohnern für ihre .Ferien vom ich. angedient wurde, ist ein .Tollhaus. geworden. Von der .Ehrfurcht vor dem Leben. (auch der geschundenen Kreatur gegenüber) ist da weiß Gott nicht viel übrig geblieben. Aber es gibt viele erfreuliche Hoffnungen. Eine ist der Bauer Moritz Hansen, der auf seinem Pilegaard - Hof auf der Insel Fünen in Dänemark eine derartig hochwertige Milch produziert, daß als Folge davon viele dänische Molkereien umgebaut werden müssen und auch in Deutschland, z. B. beim Verband der Marktmolkereien, große Befürchtungen hinsichtlich der Auswirkungen auf den deutschen Markt bestehen. Wie ist das möglich, werden Sie mich fragen? Lassen Sie mich diese .Geschichte. der Reihe nach erzählen, denn nun befinde ich mich als kreativer Erfinder in meinem Element.


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Im Juli 1983, während schöner Sommerferien im Ferienhaus unserer dänischen Freunde, auf der Ostsee-Insel Samsoe las ich ein Buch von Dr. M. 0. Bruker .Unsere Nahrung - unser Schicksal.. Ich kann ohne Übertreibung behaupten, daß dieses sehr anschaulich geschriebene Werk über Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Ernährung mein Leben .schicksalshaft. beeinflußt hat. Damals nahm ich mir nämlich vor, die von Dr. Bruker als lebenswichtig gepriesene .Naturbelassenheit. unserer Nahrungsmittel in Form entsprechender Innovationen auf die Molkereiwirtschaft zu übertragen. Wie das aber im einzelnen funktionieren sollte, konnte ich mir noch nicht vorstellen. Als einziges Mosaiksteinchen existierte damals eine Patentanmeldung zur Kavitationsmessung in Eindampfanlagen. Aus heutiger Sicht ist sehr deutlich zu erkennen, wie ich plötzlich mein Bild der Wirklichkeit verändert habe und die Welt - zumindest der Molkereiwirtschaft - nun völlig anders als viele meiner Kollegen und Kunden sah. War ich damit aber auch der Wahrheit nähergekommen? Ich denke schon, denn ein .Beweis. sind z. B. die unübersehbaren Erfolge des Bauern Moritz Hansen. Doch nun weiter in unserer immer spannender werdenden Geschichte! Im Jahre 1984 begann ich Ausschau nach möglichen Lizenznehmern für meine Innovationen zu halten und landete bei einer bekannten Hamburger Pumpenfirma, deren Eigentümer ich seit Jahren schon von meiner Tätigkeit her kannte. Das Erfinderzentrum erklärte sich bereit, mein Projekt mit der Hälfte der Entwicklungskosten zu fördern, wenn ich einen industriellen Partner vorweisen konnte. Und mit dem verhandelte ich ja bereits. Relativ schnell kam es dann im Frühjahr 1985 zu dem bereits erwähnten, sehr lukrativen Lizenzvertrag. Nun machte ich mich als zuverlässiger Partner (in der Zwischenzeit war ich zum deutschen Experten in einer Arbeitsgruppe des Internationalen Milchwirtschaftsverbandes ernannt worden) an die Vermarktung meiner Innovationen.


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Messen in Frankfurt, wie die ACHEMA im Juni 1985, und Atlanta/USA im Oktober des gleichen Jahres, zeigten ein erstaunliches Interesse für unsere gemeinsame Entwicklung (es lag ein Demonstrationsmodell vor) bei den Fachleuten aus der Molkereiwirtschaft und bei den Pumpenfirmen. Besonders Stolz war ich damals über die Aufmerksamkeit, die verschiedene Mitarbeiter der Firma KSB zeigten - war doch mein Bruder Bernd zur damaligen Zeit Leiter des KSB-Verkaufsbüros in Kuwait. Daß dieses offensichtliche Interesse aber einen ganz anderen Hintergrund mit beträchtlichen Folgen bis hinein in mein Familienleben haben sollte, ahnte ich damals noch nicht. Wie Fritjof Capra schilderte, hatte ich in der Zwischenzeit gelernt, Augen und Ohren offenzuhalten und die Entwicklung auf mich zukommen zu lassen. So hörte ich im September 1984 während eines Vortrages über .Sauermilchprodukte. urplötzlich den Namen .Dr. Bruker. und war wie elektrisiert. Nach der Veranstaltung sprach ich mit dem Referenten, Herrn Klupsch, und erkannte sofort, daß wir .auf der gleichen Wellenlänge funken., was die Themen .Naturbelassenheit und gesunde Ernährung. angeht. Der Anlaß für seinen Vortrag war sein neues Buch .Saure Milcherzeugnisse, Milchmischgetränke und Desserts., das ich mir umgehend besorgte und dort an verschiedenen Stellen Dr. Bruker zitiert fand. Dies war für mich erstmals ein Lebenszeichen für die .Existenz. Dr. Brukers in der Molkereiwirtschaft. In der Zwischenzeit muß ich aber zu meinem großen Bedauern erkennen, daß für die Funktionäre der Molkereiverbände und besonders .wirtschaftsnahe. Redakteure der Fachpresse Dr. Bruker der .Intimfeind Nr. 1 der Molkereiwirtschaft. bedeutet. Sie können sich vorstellen, auf welches mit Tretminen verseuchte Terrain ich mich in aller Unschuld begeben habe.


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Zahlreiche Gespräche mit Herrn Klupsch und seiner reizenden Gattin, die mich mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln (auch finanzieller Art) fördern, zeigten mir einerseits die .phantastischen. Innovationsmöglichkeiten (.Sie werden mit Ihrer Erfindung innerhalb eines halben Jahres eine gewaltige Lawine lostreten.), aber auch die unglaublichen Schwierigkeiten, denen diejenigen ausgesetzt sind, die über 30 Jahre gegen die offensichtlichen Fehlentwicklungen versuchen anzukämpfen. Ich war also vorgewarnt. Ein weiterer Höhepunkt auf dem Weg zur erfolgreichen Umsetzung meines Herzenswunsches .Naturbelassenheit in der Molkereiwirtschaft. war mein Vortrag .Verminderung der Produktschädigung und Reduzierung von Verlusten durch Einsatz .intelligenter. Pumpen. während der INTERLAB-Tagung im April 1986 in Linz/Österreich. Dort wurden meine Ausführungen mit großem Beifall begrüßt und der Wunsch geäußert, ob ich nicht so etwas Tolles auch für Rührwerke entwickeln könnte. Da die Verständnisgrundlage, nämlich den Rührvorgang, ähnlich wie den Pumpvorgang, aus der Sicht der .gequälten. Molkeküle zu betrachten, diesselbe ist, kann die Erfahrung mit .intelligenten. Pumpen ohne Schwierigkeiten auf .intelligente. Rührwerke übertragen werden.


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Einen weiteren Meilenstein stellten Versuche dar, die ich zum Jahreswechsel 1986/87 bei einer befreundeten Molkerei in Holland mit vier umgerüsteten Pumpen durchführte. Dort zeigte sich die beträchtliche .Produktschädigung. sehr deutlich in Form einer bemerkenswerten Viskositätserhöhung des Konzentrates. Mit Hilfe meiner Innovationen kann die Gesamtwirtschaftlichkeit der Herstellung von Milchpulver nachgewiesenermaßen derart verbessert werden, daß die erforderlichen Investitionen in weniger als einem Jahr amortisiert sind. Was hat das mit Moritz Hansen und seiner Qualitätsmilch zu tun, höre ich Sie fragen? .Sie reden doch von Milchpulver und Milchvernichtungsanlagen!. Sie haben recht - aber die Fett- und Eiweißschädigung, die untrennbar mit dem Pumpen und Rühren verbunden scheint, machte mir zu schaffen. Gewiß stellt meine .intelligente. Pumpe einen Königsweg zur Lösung dieser Probleme dar, aber ich fand - trotz aller positiven Anzeichen - zu wenig Bewegung in die notwendige Richtung. Besonders nervenaufreibend waren die .Behinderungsaktionen. der Verkaufsabteilung meines Lizenznehmers, die so gar nicht zur Vermarktung bereit war. Wieder war es ein eher .zufälliges. Ereignis, das mich auf die richtige Spur brachte. Mehr oder weniger .intiutiv. hatte ich mich im Juli 1987 entschlossen, an der Hochschultagung in Weihenstephan teilzunehmen. Dort sprach mich Dr. Gränzer an, der ebenfalls DABEI - Mitglied ist, und ich stellte ihm als Tiermediziner die Frage, wie man die mechanische Beanspruchung der Milch messen könnte. Es kam bei ihm wie aus der Pistole geschossen: mit Antikörpern. Und meine Frage nach einem Ersatzverfahren für die Pasteurisation: mit Antikörpern. Nun war ich in meinem Element als .Steppenwolf. und auf der absolut richtigen Fährte. Wir diskutierten noch recht ausführlich die Gefahrensituation, in der ich mich befand (.damit stellen Sie ja die gesamte Molkereiwirtschaft auf den Kopf.) und endeten bei Udo Pollmer, den Dr. Gränzer sehr gut kannte, und den er als .schwierigen. Menschen bezeichnete.


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Während eines Telefongepräches hatte mich einmal Dr. Bruker auf das hervorragende Buch von Udo Pollmer .Iß und stirb. mit seinen ausführlichen Schilderungen über die Fehlentwicklungen in der Molkereiund Landwirtschaft hingewiesen. In vielen Gesprächen und Vorträgen haben mir erfahrene Molkereileute bestätigt, daß die geschilderten Tatsachen korrekt sind. Udo Pollmer, den ich als Mensch sehr schätze, ist für mich als zuverlässige Informationsquelle und vertrauensvoller Diskussionspartner eine große moralische Stütze auf dem gemeinsamen Weg in eine bessere Zukunft geworden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich über Moritz Hansen noch nichts gehört, und er war mir ein völlig Unbekannter. Das änderte sich schlagartig am 13. August 1987, da sagte nämlich mein ehemaliger, liebenswerter Kollege, Joergen Hoegh, bei einem .routinemäßigen. Besuch meiner alten Firma in Kopenhagen: .Du Klaus, deine Pumpe müßte nicht nur in Eindampfanlagen diese beträchtliche Verbesserung bringen, sondern auch in anderen Bereichen der Molkereien einzusetzen sein. Die haben nämlich große Probleme mit der Fettschädigung und müssen alle Molkereien umbauen!. Voller Stolz gab ich ihm meinen Sonderdruck des INTERLAB-Vortrages und sagte: .Über die weiteren Anwendungsm öglichkeiten meiner .intelligenten. Pumpe habe ich sehr ausführlich und mit beträchtlicher Resonanz bereits vor einem Jahr auf der INTERLAB-Tagung in Österreich berichtet.. .Kennst Du Anders Vognsen?., fragte er mich dann und fuhr fort: .Der hat mit Moritz Hansen vom Pilegaard-Hof auf Fünen sehr interessante Zusammenhänge zwischen der Spurenelementfütterung und der Allergieempfindlichkeit bei Kleinkindern mit Kuhmilch herausgefunden!.. Nun fiel bei mir der Groschen, denn in der Zwischenzeit hatte ich mich mit großer Begeisterung in die Materie über Antikörper, Antigene


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und Allergieprobleme eingelesen und erkannt, welchen Schaden die mechanische Behandlung durch Pumpen, Rühren, Homogenisieren an dem wertvollen Naturprodukt Milch anrichtet: Da diese .Proteine des Lebens. nach dem .Schlüssel-/ Schloßprinzip. funktionieren, wird ihnen - bildlich gesprochen - der Bart abgeschlagen und sie stehen so für die komplizierten Steuerungsvorgänge im menschlichen Organismus nicht mehr zur Verfügung. Oder bezogen auf die Allergieprobleme: Es bilden sich nach dem Homogenisieren völlig neue .Kunstgebilde. aus zerstörten Fetteilchen und aufgebrochenen Kaseinmizellen, die allergene Reaktionen bei Kleinkindern nach der Einnahme von Kuhmilch hervorrufen. Und dies alles nur, weil die Molkereiwirtschaft in ihrem Bild der Wirklichkeit, Proteinmolküle nur nach ernährungswissenschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet hat. Danach macht es überhaupt nichts aus, ob diese Komponenten beschädigt werden, da sie im menschlichen Körper ja sowieso .denaturiert. werden müssen. Aus diesen Überlegungen heraus ist die Konserve .UHT-Milch. auf Wunsch der Handelsketten entstanden, die wochenlang ungekühlt gelagert werden kann. Aus diesem Industrie - Produkt ist aber auch jegliches Leben verschwunden! Der Rest der Geschichte ist kurz erzählt. Anders Vognsen, der ein .geniales. Verfahren zur Herstellung von Spurenelementen und Flugasche erfunden hat, und mich nun als seinen .Wunschpartner.für unsere Aufgaben in der weltweiten Molkereiwirtschaft (mit ausgezeichneten Verbindungen zu den Adventisten und deren .World Food Service.) betrachtet, vermittelte einen Gesprächstermin. Am 15. September 1987 besuchte ich mit ihm Moritz Hansen auf seinem Pilegaard-Hof. Ich sah mit Bewunderung den .Revolutionär. vor mir, der aufgrund seiner jahrelangen Hartnäckigkeit und gegen alle Intrigen der Verbände, mit seiner .naturbelassenen. Milch die .industrialisierte. Molkereiwirtschaft aus den Angeln hebt.


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Warum ist ihm das gelungen? Ich glaube ihm, wenn für ihn seine Kühe .Geschöpfe Gottes sind., deren Gesundheit und Wohlergehen ihm über alles geht. Wie weit sind wir von diesem Idealbild, das der .natürlichen Wahrheit. entspricht, bei den Agrarfabriken entfernt, die uns die meisten Politiker, die Agrar-Industrie und die Bauernorganisationen als das . Non-Plus-Ultra. verkaufen wollen. Gottseidank haben wir es gelernt, uns auf diese Zweckpropaganda nicht mehr einzulassen, sondern auf unsere .innere. Stimme zu hören. So wie die vielen dänischen Mütter mit Kleinkindern, die Pilegaards-Milch in den Handelsketten, wie Bilka und Fotex, zu einem .Renner. ersten Ranges gemacht haben. Und Moritz Hansen kann für sich und seine Kollegen einen 25% höheren Erlös als die großen Molkereien erzielen. Letztere liefern zwar ebenfalls nichthomogenisierte Milch, aber das Allergieproblern mit ihrer Milch haben sie aufgrund der weiterhin beträchtlichen Schädigung der Proteinmolkeküle in ihren Anlagen immer noch nicht in den Griff bekommen. Ich bin z. Z. (Januar 1988) übrigens dabei, Moritz Hansen bei der Vermarktung seiner Produkte und seines Know-Hows in Deutschland zu helfen. Dr. Dörrie vom Verband der Marktmolkereien hat mich im vergangenen November eindringlich davor gewarnt, .nicht die Ängste der Verbraucher auszunutzen. und mich mit Dr. Bruker verglichen. Das betrachte ich als das schönste Kompliment, das er mir machen konnte. Sie werden nun verstehen, warum! Wir sind nun am Ende eines spannenden und nervenaufreibenden Abenteuers, wie es heutzutage nur noch Erfinder in der .freien Wildbahn. erleben können, angelangt. Sie kennen nun verschiedene Hauptdarateller, deren bisherigen Aktivitäten und bemerkenswerte Ereignisse, die Ihnen sicherlich etwas .mystisch. vorkommen. Ich möchte Sie jetzt auffordern, ihre eigenen Augen und Ohren offen zu halten und insbesondere auf Ihre .innere. Stimme zu hören. Vielleicht werden Sie selbst Hauptdarsteller in diesem packenden Schauspiel,


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das .sinnvolles Leben. heißt. Vor allen Dingen achten Sie auch die fortlaufenden Versuche, Sie zu manipulieren und zu indoktrinieren. Man möchte Ihnen dabei mit aller Gewalt, das Bild der Wirklichkeit eintrichtern, wie es den Politikern, der Konsumgüterindustrie, aber auch den kirchlichen Einrichtungen nützlich erscheint. Welche traurigen Folgen das mit sich führen kann, haben Sie gesehen.


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II Mit dem richtigen Ziel zum Erfolg


Wertvolle Beiträge zur Arterhaltung In den vorangegangenen Abschnitten konnte ich Ihnen hoffentlich verdeutlichen, daß ich unter Erfolg nicht ausschließlich den wirtschaftlichen Aspekt verstehe. Selbstverständlich gibt es auch hier naturgesetzliche Zusammenhänge, die z. B. Dr. Gustav Großmann mit .Bedürfnisbefriedigung und Beiträge für die Arterhaltung. umschreibt. Dies bedeutet, daß jeglicher Beitrag, den der Einzelne oder auch die Gesellschaft für die .Erhaltung der Art. leistet, von der Natur belohnt wird. Beim geschilderten Fall des Bauern Moritz Hansen entspricht der Beitrag für die Arterhaltung der Verminderung von Allergieproblemen und der Verbesserung des Immunsystemes bei Kleinkindern. Der materielle Gewinn ist der höhere Preis für seine Produkte. Der emotionelle Beitrag liegt aber sehr viel höher. Für Moritz Hansen entstand bereits vor mehr als 15 Jahren der Wunsch (das Bedürfnis), eine bessere Milch zu liefern. Im Jahre 1984 war es dann soweit: Über seinen Beitrag für die Arterhaltung konnte er seinen Herzenswunsch befriedigen und fand in der Zwischenzeit landesweite Anerkennung. Auf dem Weg zum Ziel hat er viele Rückschläge und Niederlagen einstecken müssen. Der psychologische Druck ehemaliger Kollegen und von seiten der dänischen Milchwirtschaft war immens. Sogar aus verschiedenen Verbänden mußte Moritz Hansen ausscheiden, um seinen einsamen Marsch fortsetzen zu können. Anders Vognsen hat mir davon erzählt, wie sie bei ihren ersten Versuchen mit Spurenelementen sogar in Konflikt mit den Grünen kamen. Nun wird Ihnen sicherlich verständlich sein, daß es sich bei den Spurenelementen um einen sogenannten .Mangelfaktor.


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handeln muß, wenn die Wirkung so weitreichend ist. Übrigens haben die dänischen Molkereien immer noch nicht verstanden, daß neben der mechanischen Beschädigung auch der homöopatische Effekt der Spurenelemente einen beträchtlichen Einfluß auf die Allergieempfindlichkeit bei Kleinkindern haben muß. Doch zurück zu den Anfängen bei Moritz Hansen. Damals streuten beide Flugasche von dänischen Kohlenkraftwerken auf die Felder. Anders Vognsen hatte während seiner Tätigkeit als Berater für Stinnes einmal beobachtet, daß die Kälbersterblichkeit bei Kühen, die in der Nähe von Flugasche-Bergen grasten, im Vergleich zu den damals üblichen Zahlen beträchtlich zurückging. Vor mehr als 10 Jahren ist also bei diesem .blutigen. Außenseiter, der von Viehzucht aber auch gar keine Ahnung hatte, der berühmte Groschen gefallen. Die Versuche mit der Verteilung der Flugasche auf den Ackerböden wurden von den Grünen gestoppt, da - völlig zu Recht - auch Schwermetalle eingebracht wurden. Nun mußte Anders Vognsen sich etwas einfallen lassen, und er befaßte sich sehr intensiv mit der Biotechnologie. Nach einigen Überlegungen und Diskussionen landete er bei den Milchsäurebakterien der Molke und engagierte sie als Partner für die wohldosierte Aufnahme von Spurenelementen aus dem Molken-/Flugaschensubstrat. Nach der Fermentierung folgte die Eindampfung und anschließend die Trocknung. Unter dein Namen ULTRA-SPOR werden die Spurenelemente heute in einer ehemaligen dänischen Molkerei hergestellt und mit großem Erfolg in Skandinavien vermarktet. Bei meinem ersten Kontakt mit Anders Vognsen im August 1987 in Kopenhagen hat mir der Siebzigjährige seine europäischen und amerikanischen Patente für das ULTRA-SPORVerfahren gezeigt und über seine Erlebnisse als Berater in Nigeria erzählt. Dies war eigentlich ein kleiner Abstecher vom Thema, denn hier führte nicht das feste Ziel zu einer


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Innovation, sondern ein beträchtlicher Druck, den interessanterweise Umweltschutzorganisationen ausgeübt haben. Die unerschütterliche Überzeugung auf dem richtigen Weg zu sein und der unbeirrbare Glaube an das Ziel ist nach meiner Erfahrung der Schlüssel zum erfolgreichen Erfinder. Gewissermaßen als Beweis möchte ich Ihnen einen sehr bekannten Erfinder vorstellen, der 30 Jahre älter ist als ich und mit dem ich schon manche anregende Diskussion über die von Blindheit beschlagene Arroganz ganzer Industriezweige und das korrupte Verhalten anerkannter .Experten. hatte (aus Bild der Wissenschaft Nr. 2 .Deutsche Erfinder. S. 107): Mit 65 Jahren wollte sich Alexander Kückens zur Ruhe setzen. Er verkaufte seinen Betrieb, in dem er rund 150 Angestellte einschließlich Ingenieure beschäftigt hatte, und zog sich zurück aufs Land, an den Ratzeburger See. Wie andere Männer seines Alters sich um ihre Briefmarkensammlung kümmern, so befaßte sich Kückens mit der Lösung energie-technischer Probleme in Gewächshäusern. Bei diesen Arbeiten kam der Ingenieur erstmals in seinem Leben in Kontakt mit den verschiedensten Kulturpflanzen und stellte fest, daß all die modernen Pflanzenkulturen krank und anfällig sind. Nach intensivem Literaturstudium kam er zu folgendem Schluß: Heute verwenden die Landwirte fast ausschließlich Mineraldünger. Früher düngten dagegen die Bauern mit organischen Mitteln, wie Mist und Kompost, die rund 50% Kohlenstoff enthalten. Dieser Kohlenstoff wird von Mikroorganismen zu Koh1endioxid (C02) verbrannt, aus dem die Pflanzen dann ihre eigene Körpersubstanz aufbauen... Er hat deshalb ein .Carborain. (Kohlenstoff-Regen)


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genanntes Verfahren entwickelt, mit dem das C02 zusammen mit dem Gießwasser gezielt in die Umgebung der Pflanzen gelangt. Kückens will diesem Verfahren zum Durchbruch verhelfen. Er ist überzeugt, mit der Methode der großflächigen C02-Düngung und der weiteren Verringerung des NOX- und S02-Ausstoßes das Waldsterben und die Bodenverseuchung zu stoppen. Dafür setzt er die Früchte seines gesamten Erfinderlebens aufs Spiel. War früher sein Ansporn, Ideen gewinnbringend zu verwerten, so geht er heute den umgekehrten Weg. .Ich stelle sogar meine Altersversorgung in Frage, weil ich überzeugt bin, daß die Menschheit natürliche Biokreisläufe mißachtet und so irreparable Katastrophen für nachfolgende Generationen heraufbeschwört. Es ist höchste Zeit, daß sich diese Erkenntnisse für den Schutz der Umwelt durchsetzen, koste es, was es wolle. Soweit kann das Vertrauen für das gesteckte Ziel, die notwendige Aufgabe gehen! Und wieviel ethisches Verantwortungsgefühl drücken seine Worte aus. Nach vielen enttäuschenden und frustierenden Erlebnisssen, z. B. mit dem Bundespräsidenten von Weizäcker und mit Bundesforschungsminister Dr. Riesenhuber, die ihn in persönlichen Gesprächen ob seiner Taten lobten, aber keinen .Finger für ihn rührten., berichtete mir im Herbst vergangenen Jahres Alexander Kückens voller Freude, daß eine namhafter dänischer Konzern den Vertrieb des CARBORAIN-Verfahrens in Europa und Afrika übernommen habe. Im Vertrauen teilte er mir auch mit, daß es bezüglich seiner finanziellen Situation (er hat mehr als 5 Millionen Mark in die Entwicklung gesteckt) .5 Minuten vor 12. gewesen sei.


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Die Bedeutung des Zieles In einer kürzlich erschienen Veröffentlichung (Innovatio 7/8 1987 S. 29 .Marathonlauf und Erfinden.) habe ich aus eigener Erfahrung berichtet und Vergleiche zwischen Marathonlaufen und Erfinden angestellt. Die Analogien sind frappierend, und der kleinste gemeinsame Nenner für beide .schmerzensreichen. Aktivitäten ist das Ziel. Ohne Ziel kennen wir weder den Sinn allen Tuns, noch den Zweck allen Mühens. Fritjof Capra beschreibt in .Das Neue Denken. die dem festen Ziel innewohnende Kraft und offenbart uns seine Methode den Taoismus. Ein guter Bekannter von mir ist erfolgreicher Bogenschütze und schwört auf Zen. Arbeitsmethodiker, die aus der .Schule. von Dr. Gustav Großmann kommen, sprechen vom .ideal verwirklicht gedachten Zustand.. Worauf es mir bei dieser Aufzählung ankommt, ist nicht so sehr die Methode, sondern das allen gemeinsame Prinzip: Vom festen Ziel wird ein geistiges Abbild geschaffen, das immer präsent ist und jederzeit in unser Bewußtsein gerufen werden kann. Das eigentliche Geheimnis liegt aber in unserem Unterbewußtsein. Was wir jemals gedacht, gesehen oder gehört haben, wird dort unverlierbar abgespeichert. So passiert es auch mit unserem festgelegten Ziel. Und wie von .magischer. Kraft gesteuert, geschehen nun plötzlich wunderschöne Dinge. Wie ein Blitz erscheinen in unserem Bewußtsein Ideen und Aktionsimpulse, die uns mit absoluter Sicherheit den Weg zu unserem Ziel zeigen.


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Dieser .Entwicklungsprozeß. zum Ziel kann mitunter recht langwierig sehr. Der bekannte Relaistechniker und Dieselmedaillen-Preisträger, Hans Sauer, hat darüber aus seiner persönlichen Erfahrung berichtet (DABEIHandbuch für Erfinder und Unternehmer S. 376): Interessant bei der Entwicklung (Bem. d. Verf.: modernster Hochleistungs-Relais) waren die unterschiedlich langen Inkubationsperioden der einzelnen Erfindungen. Für die meisten waren nur wenige Tage oder Wochen erforderlich. Bis ich aber die ideale Lösung fand, für hohe Kontaktkräfte - mit großem Kontaktabstand - keine Betriebsenergie zu benötigen, vergingen nahezu 30 Jahre. Albert Einstein hat nach einer einheitlichen Feldtheorie des Kosmos über 50 Jahre gesucht - am Ziel ist er nie angekommen. Und am Ende seines Lebens war er trotzdem immer noch ein glücklicher Mensch, denn er hat in jungen Jahren im Rahmen seiner Relativitätstheorien erkannt, daß die Zeit, wie wir sie kennen überhaupt nicht existiert. Erst kürzlich hat sich das Zeit-Magazin (Nr.1 vom 1. Januar 1988) mit einer Titelgeschichte diesesThemas angenommen und festgestellt, daß im Prinzip alles möglich ist: Die Zeit kann vorwärts oder rückwärts gehen, keiner weiß das so genau - nicht einmal die Wissenschaftler. Ich habe an dieser Stelle sehr bewußt einen Ausflug in die .Ewigkeit. unternommen, damit wir diese bei der Festlegung unserer Ziele nicht vergessen und unsere Herzensw ünsche nicht zu .schmalbrüstig. gestalten. Und vielleicht gestatten Sie mir an dieser Stelle noch ein kleines Zitat von Henry Ford: .Was ein Mensch vor vierzig fertigbringt, ist nicht der Rede wert..


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Meilensteine für Teilerfolge Ihnen ist sicherlich bei den Betrachtungen zu den richtigen Zielen, deren Bedeutung für unser Unterbewußtsein und der u. U. sehr langen .Entwicklungsdauer. klargeworden, daß hier sogenannte .Meilensteine. ganz nützlich und sinnvoll sein können. Fritjof Capra berichtet in seinem Buch .Das Neue Denken. von einem typischen .Meilenstein. (S. 336): Während das Buch (Bem. des Verfassers: Die Wendezeit) in New York herauskam, verbrachte ich selbst sechs Wochen in Indien, um den Abschluß meines Werkes zu feiern und eine neue Perspektive für mein Leben zu gewinnen. Unser Unterbewußtsein benötigt als .treuer Diener. derartige Freudenerlebnisse, damit es uns auch weiterhin hervorragende Dienste leisten kann. Humpelt aber unser Leben tagaus, tagein von einer .Katastrophe. zur andern und von einem .Weltuntergang. zum nächsten, darin wird es auch von unserem Unterbewußtsein so wahrgenommen, und wir dürfen uns dann nicht wundern, wenn es einen schönen Tages seinen Dienst .quittiert. Der wahre Lebenskünstler, wie Dr. Gustav Großmann zweifelsohne einer war, versucht aus jedem Tag einen Glückstag zu machen und die aufreibenden Rückschläge, die für ein Erfinderleben so typisch sind, garnicht nicht im Unterbewußtsein zu registrieren, wo sie doch nur Schaden anrichten können. Das .Glückstagebuch., so hat Dr. Gustav Großmann seinen Zeitplaner genannt, ist dafür ein vortreffliches Medium, das in besonders .stürmischen. Zeiten eine große Hilfe werden kann. Damit lassen sich beim erneuten Lesen augenblicklich vergangene Ereignisse in unser Bewußtsein rufen, an die wir uns mit großer Freude


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erinnern. Und plötzlich sind wir aus dem momentanen Stimmungstief heraus und aller Ärger und Kummer ist wie verflogen. Die wirkungsvollste Strategie stellt eine Planung dar, bei der die wahrscheinlichen Teilerfolge auf dem Weg zum großen Ziel von vorn herein festgehalten sind. Werden dann derartige Meilensteine erreicht, dann müssen sie gehörig gefeiert werden. Am besten mit vielen Freunden und allen Beteiligten, die ihren Anteil zum Erfolg beigetragen haben. Prognosen, Vorausschau und Visionen Wir kommen nun gewissermassen zur Abteilung .Mystik oder Spiritualismus., denn etwas anderes kann das Deuten der Zukunft nie und nimmer sein. Und deshalb sollten wir eventuelle Ängste vor diesen Phä- nomen verlieren und uns voller Vertrauen damit befassen. Es ist meine persönliche Überzeugung, daß wir mit unseren Gedanken unsere Zukunft bestimmen können. Fritjof Capra hat die Mystik als den Eckpfeiler für den Paradigmenwechsel in der Physik gewählt und bedeutende Wissenschaftler, wie Werner Heisenberg, haben ihn darin bestätigt. Ich nehme dies auch ohne Scheu für mein Thema in Anspruch. Hans Sauer hat die .mystische Kraft., die unseren Gedanken entspringt in einem Interview für .elektronikpraxis. Heft 11/November 1985 einmal so beschrieben: Ob beim Erfinden, Handeln oder Unternehmen, irgendwie führt uns ein unsichtbarer Leitstrahl entweder direkt zu den angepeilten Zielen oder auf Umwegen . mit scheinbaren Rückschlägen - zu überraschend glücklichen Ergebnissen.


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Damit Sie, falls Sie immer noch irgendwelche Zweifel haben, mich noch besser verstehen können, was ich meine, möchte ich Ihnen einige Beispiele schildern. Dieses Buch, das Sie zur Zeit lesen, hat bis vor kurzem überhaupt noch nicht existiert. Erst die Gedanken des Autors, also meine Ideen und Einfälle dazu, haben zu dem vorliegenden Text geführt. Heinrich Schliemann träumte als kleiner Junge davon, Troja - an dessen wirkliche Existenz damals niemand glaubte - zu finden. Mehr als vierzig Jahre später hat er zusammen mit seiner jungen griechischen Gattin, Sophia Schliemann, Troja ausgegraben und dabei den sagenumwobenen .Schatz des Priamos. gefunden. Jede Erfindung entsteht zuerst einmal als geistige Vorstellung im Kopf. Erblicken diese Ideen aber niemals das Licht der Welt, dann haben sie ganz gewiß nicht viel getaugt. Das große Können des Erfinders, wie jedes kreativen Menschen, liegt in den unbeschreiblichen Möglichkeiten seines Geistes. Alles was er sich überhaupt vorstellen kann, jede Vision, die er hat, läßt sich verwirklichen. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle mein kleines .visionäres. Geheimnis verraten: Mein Herzenswunsch ist es, die Molkereiwirtschaft weltweit im Sinne der Vorstellungen Dr. Brukers in bezug auf die schonende Behandlung des Naturproduktes Milch zu verändern. Pumpen, Rührwerke, Zentrifugen, Ventile und Rohrleitungen in den Betrieben dürfen die wertvollen und komplizierten Eiweißmoleküle und die empfindlichen Fettkügelchen nicht mehr zerstören. Diese Stoffe voller Leben sollen sich .wohlfühlen., wie das Kalb, das seine Nahrung dem Kuheuter ohne Anstrengung entnimmt. Mit der Pasteurisation, dieser .Hitzekeule., die völlig Unschuldige trifft, soll es ein Ende haben. Ich weiß, daß es bis zu diesem Ziel ein sehr langer Weg ist. Ich weiß aber auch, daß ich auf meiner .Marathonstrecke. noch sehr viele Moritz Hansen.s und Anders Vognsen.s treffen werde, die mir bereitwillig weiterhelfen.


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Fangen Sie noch heute an, von Ihren Zielen zu träumen, erleben Sie im Geiste die großen Visionen Ihrer Schaffenskraft und nutzen Sie den unermeßlichen Reichtum Ihres Vorstellungsvermögens. Dafür gibt es keinen besseren Weg als die innere Einkehr, das .wissenschaftliche. Gebet oder die Meditation. Sind Ihre Absichten ehrlich und entspringen sie dem Wunsche für ein besseres Leben auf diesem Planeten, dann brauchen Sie keine Angst vor den .Schöpfungen. Ihres Geistes zu haben. Handeln Sie nach Ihren Eingebungen am besten sofort. Ich bin Ihnen nicht böse, wenn Sie deswegen mein Buch zur Seite legen. Situationsbetrachtungen Wir haben bereits über den .ideal verwirklicht gedachten Zustand. bei der Festlegung unserer Ziele gesprochen. Stellen wir jetzt noch ausführliche Betrachtungen über den momentanen Zustand des Gebietes, Bereiches oder auch Zieles an, für das unsere Erfindung eingesetzt werden soll, dann ist es möglich, Vergleiche anzustellen. Dieser .Trick. kommt unserer Art und Weise zu denken sehr entgegen. Um etwas wirklich bestimmen zu können, ist es nütz1ich, das genaue Gegenteil zu kennen. Dies findet sich auch in der Polarität allen Lebens: Erst mit dem Ende, dem Tod wird der Anfang, die Geburt verständlich, mit der Krankheit verstehen wir die Gesundheit, und mit der Nacht den Tag. Nur dieser Wechsel, dieses fortwährende Werden und Vergehen gibt uns überhaupt erst ein Gefühl für die Zeit. Dieses Wechselspiel der Betrachtungen ermöglicht es uns, unsere erfinderische Aufgabe von verschiedenen Seiten her zu beleuchten und dadurch vielleicht neue Erkenntnisse für unser Ziel zu gewinnen.


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III Mit der konsequenten Planung geht.s leichter


Ganzheitliche Methodik als eine von vielen Möglichkeiten Über die Tochter von Dr. Gustav Großmann kam ich vor mehr als fünf Jahren in Kontakt mit der Ganzheitlichen Methodik. Diese Methodik wurde von ehemaligen Großmann-Schülern weiterentwickelt und perfektioniert. Sie unterscheidet sich grundsätzlich von der Methode, die von Helfrecht vertreten wird, der als einziger Lizenznehmer die grundlegende Großmann-Methode vermarkten darf. Aus diesen Gründen haben die führenden Ganzheitlichen Methodiker immer auf eine strikte Abgrenzung zu Helfrecht geachtet. Worin liegt nun der besondere Nutzen der Ganzheitlichen Methodik? Neben der auch bei den anderen Arbeitstechniken gebräuchlichen Perfektionierung der täglichen Berufsaufgaben wird hier besonderen Wert auf die persönliche Weiterentwicklung und das Verhältnis zur Umwelt, Familie, Bekannte und Freunde gelegt. Diese Ganzheitlichkeit findet sich einer sogenannten GM-Ordnung wieder, die alle in Frage kommenden Beziehungen miteinander vernetzt. Besonderen Wert wird in der Ganzheitlichen Methodik auf alle mit der Gesundheit zusammenhängenden Fragen gelegt. So finden sich nicht nur Hinweise auf eine gesunde Ernährung, sondern auch Darstellungen über die Verbindung der geistigen Einstellung auf das körperliche Wohlsein. Über das intensive Studium der entsprechenden Unterlagen bin ich beispielsweise auf Dr. M. 0. Bruker gestoßen, dessen Ausführungen über die


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Naturbelassenheit auf meine erfinderische Tätigkeit einen .schicksalshaften .Einfluß ausgeübt haben. Ich bin aber nicht der Einzigste, dem es so ging. Mehrere Ganzheitliche Methodiker haben sich im Rahmen Ihrer Selbständigkeit Arbeitsgebiete gewählt, die mit Gesundheitsaspekten zu tun haben. Sehr bekannt sind beispielsweise die Gebrüder Weiling, die einen erfolgreichen Gesundheitskost-Versand bzw. ein gutgehendes Schulungszentrurn (Vita- Zen) für Vollwertkost-Ernährung und Lebensberatung leiten. Diese überraschenden Ergebnisse stimmen vollkommen mit den Grundüberlegungen von Dr. Gustav Großmann überein, der seine Doktor- Arbeit über die Zusammenhänge zwischen Bedürfnisbefriedigung und Beiträge für die Selbst- und Arterhaltung geschrieben hat. Jener Methodiker stellt sich konsequenterweise selbst in Frage, der sein Einkommen durch den Verkauf von Zigaretten oder Alkoholika verdient. Es ist allerdings meine Meinung, dies nicht ganz so streng zu sehen, denn für jeden gibt es in unserer Umwelt zahlreiche Möglichkeiten, nützliche Beiträge zu leisten. Erfreulicherweise hat man bei den Ganzheitlichen Methodikern eine sehr unbefangene Einstellung zur Esoterik und deren bekannten Vertreter, wie Dr. Joseph Murphy, Napoleon Hill, Kurt Tepperwein oder Erhard Freitag. Dies hängt mit der großen Bedeutung zusammen, die man dem Unterbewußtsein für ein sinnvolles Leben beimißt. Wie Sie bei verschiedenen Zusammenhängen erkannt haben, greife ich auf diesen wichtigen Baustein für unsere erfinderische Tätigkeit immerwieder zurück.


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Zuguterletzt haben die erfahrenen Hasen unter den Ganzheitlichen Methodikern herrliche Arbeitsunterlagen mit ausführlichen Checklisten und Formblättern für alle angeschnittenen Fragen zusammengestellt. Als tägliches Arbeitsmittel gibt es den Zeitplaner .zum Verursachen, Erleben und Genießen von Erfolgen und Wunscherfüllungen.. Das Vertrautmachen mit der Ganzheitlichen Methodik geschieht in mehrwöchigen Seminaren, die durch praxiserfahrene Seminarleiter durchgeführt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit des Fernstudiums. Alle Ideen gehören in einen schönen Ordner Mit unseren .genialen. Ideen ist das so eine Sache! Wenn wir diese nicht sofort niederschreiben, dann sind sie u. U. ein für allemal verloren. Dies hängt mit der besonderen Arbeitsweise unseres Unterbewußtseins zusammen, das uns diese .Göttergeschenke. in Form von intuitiven Einfällen, Ideen oder Aktionsimpulsen so gar nicht auf Befehl, sondern meistens sehr überraschend liefert. Erfahrene Erfinder haben deshalb immer Papier und Bleistift parat - auch auf dem Nachttisch neben dem Bett - , um die .Geistesblitze. sofort niederschreiben oder aufzeichnen zu können. Ordentliche Methodiker finden in ihrem Zeitplaner sogenannte Ideenblätter (siehe das dargestellte Formblatt, Abb. 1), die für eine saubere Organisation unserer Einfälle und Ideen hervorragend geeignet sind, denn jede Zettelwirtschaft hat damit ein Ende. Dr. Gustav Groß- mann beschreibt in seinem Buch .Ideen und Einfälle verkommen lassen oder pflegen und verwerten?. in seiner typischen Art und Weise, wie man dabei vorgeht. Unsere .Geisteskinder. müssen nämlich gepflegt und verwöhnt werden, damit sie wachsen und gedeihen. Dies geschieht mindestens einmal im Monat. Dann


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werden die Fragen auf den Ideenblättern komplettiert, aus dem Zeitplaner heraus und in unseren repräsentativen Ideenordner übernommen. Darin befindet sich für jede Idee ein DIN A4-Kartonblatt mit dem aufgeklebten Formblatt. In besonderen Mußestunden arbeiten wir dann an unseren Ideen, in dem wir die Blätter mit ergänzenden Informationen versehen. Auf diese Weise gehen unsere .Geistesblitze. nie wieder verloren. Mit Formblättern zum Ziel Bei den unterschiedlichen Arbeitsmethoden finden sich derartige Formblätter, die dann Wiepläne (Helfrecht) oder Erfolgs- und Schnellpläne (Ganzheitliche Methodik) heißen. Sie basieren alle auf demselben Prinzip, das von dem angepeilten Ziel (Art und Umfang, Dauer und Aufwand) ausgeht. Zur Zielfindung dienen Soll- und Istvergleiche der Ausgangssituation und im Rahmen ausführlicher Betrachtungen werden dann die notwendigen Mittel und Maßnahmen, die zum gewünschten Ziel führen, fein säuberlich niedergeschrieben. Wie wir bereits bei den Ideenblättern gesehen haben, suchen wir uns für die ausführliche Bearbeitung ganz besondere Stunden in entspannter und ungestörter Umgebung aus. Die zielsichere Methode: die Verursachungsplanung Das wiederholte Arbeiten mit unseren Formblättern dient keinem anderen Zweck, als alle .verursachenden. Mittel und Maßnahmen zu finden, die uns todsicher zu unserem Wunschziel führen. Ludger Weiling, der von Haus aus Mathematiker ist, hat die logischen Zusammenhänge in einem


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kybernetischen Modell verdeutlicht (siehe Abb. 2). Diese einleuchtenden Vernetzungen werden in seiner ausgezeichneten Arbeit .Verursachungsstrategie . ausführlich beschreiben. Zeitplanung mit der richtigen Technik muß sein Wie wollen Sie jemals an Ihr Ziel kommen, wenn Sie mit der zur Verfügung stehenden Zeit nicht sorgsam umgehen? Selbst der kreativste Chaot unter den Erfindern muß dies erkennen. Da es zu diesem Thema hervorragende Bücher gibt, kann ich Sie z. B. auf das Werk von Lothar J. Seiwert .Mehr Zeit für das Wesentliche. hinweisen, das didaktisch hervorragend aufgebaut ist. Das dargestellte Schema (Abb. 3) ist aus diesem Buch entnommen. Obwohl diese Arbeit in erster Linie für die optimale Gestaltung der beruflichen Karriere geschrieben wurde, lassen sich viele Aspekte daraus wunderbar für unsere Erfindertätigkeit verwerten. Die Kontrolle und der Soll-Ist-Vergleich Für die Wanderung in unbekanntem Gelände benötigen wir einen Kompass, mit dem wir eventuelle Abweichungen von unserem Zielpunkt sofort erkennen und entsprechende Kurskorrekturen einleiten können. Nichts anderes ist die fortlaufende Kontrolle mit dem permanenten Soll- Ist-Vergleich. Befinden wir uns immer noch auf dem richtigen Weg zu unserem Ziel? Welche eventuellen Zusatzmaßnahmen sind erforderlich? Muß das Ziel aufgrund besonderer Einflüsse von außen umformuliert oder angepaßt werden? Dies sind Überlegungen, die wir immerwieder Anstellen müssen, um unser Ziel auch wirklich zu erreichen.


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Die Netzplantechnik aus der Industrie Die Methode der graphischen Zusammenstellung logischer und zeitlicher Abhängigkeiten wurde in Amerika für die Verfolgung komplizierter militärischer Projekte (PERM) entwickelt. Für unsere Entwicklungsarbeiten als Erfinder können wir diese Technik natürlich auch anwenden. Nähere Informationen möchte ich Sie bitten. aus der entsprechenden Literatur zu entnehmen.Es gibt dafür auch Computerprogramme.


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IV Der mühsame Weg zur Meisterschaft


Kreativität und Spiritualität Ich habe mir längere Zeit Gedanken darüber gemacht, was ich hierüber schreiben möchte. Es gibt sehr viele kreative Vorbilder, vor allen Dingen Künstler, die ich als Beispiele aufzeigen könnte, denn vor den allseitsbekannten Helden aus unserer monströsen Welt der Technik gruselt mir ein wenig. Andrerseits gewann ich den Eindruck, bisher den Frauen in meinen Ausführungen nicht die gebührende Aufmerksamkeit gewidmet zu haben, denn schließlich sind sie es ja, die einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der traurigen Zustände in unserer Welt leisten müssen. Wieder ist es Fritjof Capra, der mir eine hervorragende .Eselsbrücke. mit seinen Betrachtungen zum Feminismus gebaut hat (.Das Neue Denken. S. 254): Während der vergangenen sieben Jahre wurde diese Erkenntnis und mein Denken über feministische Themen ganz allgemein besonders geprägt durch meine berufliche Verbindung und Freundschaft mit einer der führenden feministischen Theoretikerinnen der Gegenwart, durch Charlene Spretnak. Ihr Werk verdeutlicht beispielhaft das Zusammenwachsen dreier Hauptströmungen innerhalb unserer Kultur: Feminismus, Spiritualität und Ökologie... Spretnak behauptet, die Versäumnisse und Mängel der patriacharlichen Religion würden jetzt zunehmend in Erscheinung treten. Im Gefolge des Niedergangs des Patriachats werde unsere Kultur sehr unterschiedliche, post-patriacharliche For-


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men von Spritualität entwicklen. Die weibliche Spiritualität mit ihrer Betonung der Einheit alles Seienden sowie der zyklischen Erneuerungsrhythmen sieht sie als Wegbereiter in eine solche neue Richtung. Die Spiritualität der Frau, wie Spretnak sie steht, beruht auf der Erfahrung, daß alle wesentlichen Prozesse des Lebens miteinander verknüpft sind. Somit ist sie zutieftst ökologisch und zeigt Anklänge an die Spiritualität der amerikanischen Indianer, den Taoismus und andere, das Leben betonende und irdisch orientierte spirituelle Überlegungen. Schon höre ich die Einwände meiner .Macho-Kollegen., daß ich doch das Revier nicht .kampflos. dem anderen Geschlecht überlassen dürfte. Aber sehen wir uns doch einmal die Grünen an! Wer hat dort etwas wirklich Konstruktives zu sagen und den .richtigen. Durchblick? Bemerkenswerte Frauen, wie Waltraud Schoppe und Jutta Ditfurth, die ganz gewiß kein Blatt vor den Mund nehmen, denn dafür ist der Karren in unserem Lande wirklich zu sehr verfahren. Aber ich kann auch andere kreative Beispiele auffahren, deren Verhalten für uns Männer etwas subtiler, d. h. angenehmer ist. Nehmen wir Jill Sander! In jungen Jahren hat sie sich in den Kopf gesetzt, einmal .Großes zu leisten.. Trotz gewaltiger Schwierigkeiten (insbesondere mit der Männerwelt) ging ihre Kreativität nie verloren und sie hat Beachtliches in der schwierigen Modebranche erreicht. Oder was halten Sie von Desiree Nosbusch? Ist sie nicht eine kreative Persönlichkeit, die in der Medienöffentlichkeit .ihren Mann steht.? Es gelang ihr in beachtlich jungen Jahren das Zusammenspiel unserer .Glitzerwelt. zu durchschauen (DIE ZEIT Nr. 2 vom 4. Januar 1985):


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In einem Milieu, das aus karrieresüchtigen Show-Figuren und cool kalkulierenden Managern besteht, aus überheblich belämmerten Apparatschiks in den Anstaltsredaktionen, lernt sie nun die launischen, brutalen Spielregeln der Branche kennen. Sie bewegt sich in einem Milieu, das sie durchschaut und darum verachtet. Lassen Sie noch ein kreatives Beispiel aus meinem Erfahrungsbereich schildern, das ich .Die zersprungene Schallplatte. nennen möchte, und das auch etwas mit Spiritualität zu tun hat. Seit längerer Zeit suchte ich nach einer Erklärung für die vielen Probleme, die die Molkereien weltweit durch die .strapaziöse. Behandlung des wertvollen Naturproduktes Milch hervorgerufen haben (Allergieprobleme, Laktoseunvertr äglichkeit, Fettschädigung, Geschmackseinbußen). Daß die Enzyme, Vitamine und Hormone die Steuerung und Lenkung der biologischen Zusammenhänge beeinflußen und Schlüssel zum Verständnis der Lebensvorgänge darstellen, war mir geläufig und bei all diesen Stoffen handelte es sich ja auch, wie bei den Antikörpern, um Eiweißmoleküle. Ich kannte auch die besondere Bedeutung der Spurenelemente als wichtigen Funktionsbaustein für die Enzyme. Aber es fehlte noch etwas in dem Puzzle. Kurz vor dem Beginn meiner Arbeit an diesem Buch hatte ich mir verschiedene, ältere DIE ZEIT-Artikel auf meinen Schreibtisch gelegt, die ich hinsichtlich der zu behandelnden Themen noch einmal durchsehen wollte. Lange lagen sie dort - unberührt. Da fühlte ich plötzlich einen Impuls, den obenliegenden Ausschnitt durchzulesen. Er handelte von .Dem Mann, der Springer reich machte - Eduard Rhein. (DIE ZEIT Nr. 33 9. August 1985). Nichts weltbewegendes, bis ich auf folgenden Satz stieß: .Schließlich habe ich die Schallplattentechnik nach dem Krieg derart vervollkommnet, daß bei gleicher Lautstärke und Qualität mehr


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als doppelt soviel auf die Platte ging. Es wurde eine sensationelle Erfindung für die ganze Welt. Ich verdiente ein Riesenvermögen damit, zig Millionen.. Irgendwie hatte ich auf einmal den Eindruck, wie wenn mir jemand (vielleicht Dr. Gustav Großmann?) sagen wollte: .Das schaffst Du auch mit Deiner .Intelligenten. Pumpe. Hab. Vertrauen, es wird schon klappen!. Merkwürdigerweise ging mir die .Schallplatte. nicht mehr aus dem Sinn. Sehr oft hörte ich in diesen Tagen - wie auch jetzt noch . Beethovens Sinfonie Nr. 9 .Freude... und auf einmal standen alle Zusammenhänge deutlich vor meinem .geistigen. Auge: .Die zersprungene Schallplatte.. Wie eine Schallplatte einen Informationsträger für Musik darste1lt, der wertlos geworden ist, wenn er zerspringt, so verlieren die .Proteine des Lebens. ihre Funktion, wenn sie durch die mechanische Behandlung .zerstückelt. und bei der Pasteuristion durch Hitze .demoliert. werden. Die lebenswichtigen Informationen zur Steuerung und Lenkung unserer komplexen biologischen Systeme in den Zellen sind ein für allemal verloren. Und ist das nicht der Grund, warum uns Dr. Bruker immerwieder aufgefordert hat .naturbelassene. Nahrung zu uns zu nehmen? Das ist es! Intuition und Unterbewußtsein Über die geniale Funktionsweise unseres Unterbewußtseins habe ich Ihnen schon erzählt , und mit der Intuition möchte ich es mir auch etwas leichter machen, denn darüber schrieb ich vor 2 Jahren einen kleinen Beitrag für das .DABEI - Handbuch für Erfinder und Unternehmer. S. 503:


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Intuition stellt die emotionale, gefühlsmäßige Ergänzung jeder rationalen Überlegung dar. Nur die enge Verbindung beider Denkungsarten führt zu positiven Resultaten, die die kybernetischen Zusammenhänge unseres natürlichen Umfeldes ausreichend berücksichtigen. Warum ist das so? Es gibt in der Literatur hinreichend viele Beispiele, die zwar auf Intuitionen, die zwar auf Intuitionen zurückzuführen sind, im Wege der Weiterentwicklung aber alleine von rationalen Überlegungen geleitet wurden. Parallel zur Entwicklung vom animalischen zum kosmischen Bewußtsein entstanden in uns Fähigkeiten, die außerhalb rationalen Denkens liegen und mit dem 6. Sinn oder der ASW (außersinnliche Wahrnehmung) umschrieben werden. Aus dieser .Quelle. schöpft unsere Intuition. Wie jede andere menschliche Eigenschaft läßt sich die ASW trainieren. Dies bedarf aber bestimmter Voraussetzungen: - wir sind Bestandteil der Natur und nicht über der Natur stehend; - wir dienen mit unseren Entwicklungen der Menschheit und handeln nicht gegen sie; - wir erkennen unsere eigenen Grenzen und erhalten uns die notwendige Bescheidenheit. Mit einer passenden Entspannungstechnik, wie Autogenes Training oder Meditation, schaffen wir dann die Voraussetzung für die Intensität unseres Wunsches, Lösungen für das erkannte Engpaßproblem auf intuitivem Wege zu finden. Aktionsimpulse, Ideen und Einfälle treffen auf .übersinnlichem Wege. in das .vorbereitete, entleerte. Gehirn und werden von unserem Bewußtsein wahrgenommen. Erst dann tritt unser logischer Verstand in Aktion, um die Intuitionen auf ihre Verwertbarkeit, Nützlichkeit hin zu beleuchten. Die Vorteile Positiven Denken lassen sich mit der besonderen Wirkungsweise der ASW erklären, deren 1. Schritt der . die Motivation, das .heiße Verlangen. sind. All dies bleibt uns verwehrt, wenn wir unser Gehirn mit negativen, selbstzerstörerischen Gedanken zermartern. Auch hierin findet sich eine Erklärung für viele traurige Erfinderschicksale.


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Positives Denken Die Biographien bedeutender Erfinder. wie Diesel und Otto, zeigen, daß deren Leben überhäuft war mit unzähligen Problemen und Schwierigkeiten. Aber auch der bereits erwähnte Fall des Herrn Vetter aus Peine aus unserer Zeit verdeutlicht, daß die Rückschläge nicht weniger geworden sind, sondern eher noch zugenommen haben. Eigene Erfahrungen können dies bestätigen. Dies hängt mit dem besonderen Spannungsfeld zusammen, in dem sich unser Wirtschaftssystem weltweit befindet und das mit dem Paradigmenwechsel (.Das Neue Denken.) überwunden sein wird. Nur bis dahin ist noch ein weiter Weg und wir sind alle aufgefordert, unseren kleinen Beitrag zur Verbesserung zu leisten. Schon unsere großen Dichter und Denker Friedrich Schiller ( .das kühne Traumbild des neuen Staates., .ein Paradies für Millionen. - interessanterweise fand ich diese Zitate in einer Ludwig van Beethoven - Gesamtausgabe aus der DDR) und Johann Wolfgang von Goethe (.Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.) haben versucht, Nützliches in dieser Richtung zu leisten. Seit längerer Zeit befasse ich mit den Möglichkeiten des Positiven Denkens, das Schicksal für Erfinderkollegen zu verbessern. Auch schätze ich die Arbeit von Erhard Freitag an dieser .Front. (.Kraftzentrale Unterbewußtsein. und .Hilfe aus dem Unbewußten.). Im September 1987 hatte ich bei der AOK-Hildesheim Gelegenheit, einen Vortrag mit dem Thema .Positives Denken und Gesundheit. zu halten. Das Interesse war hervorragend, denn das Auditorium war mit 150 Teilnehmern voll besetzt. Die Resonanz dagegen war erschreckend. Der anwesende AOKGesch äftsführer machte mir nach meinem Vortrag in aller Schärfe deutlich, daß er mit vielen meiner Ausführungen nicht einverstanden gewesen sei (Allergieprobleme in der Molkereiwirtschaft, eine Gesell-


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schaft in .Hypnose., manipulierte Ängste durch Interessengruppen, unser Verständnis als molekulare Bestandteile des Kosmos. Relativierung der Ängste in unserem Weltbild). Zuguterletzt nahm meine Frau, die bei dem Vortrag anwesend war, dies zum endgültigen Anlaß, die Scheidung einzureichen, da .ich in einer anderen Welt leben würde.. Sie zitierte auch eine ältere Dame, die erklärt hätte: .Der gehört ins Irrenhaus.. Obwohl ich über das Ergebnis erschüttert war, bin ich aber heute noch der Überzeugung, einen ausgezeichneten Vortrag gehalten zu haben, denn ich hatte von Anfang an Blickkontakt mit verschiedenen Zuhörern und eine ausgezeichnete Verbindung zu meinem Unterbewußtsein, von dem ich mich leiten ließ. Worin sehe ich die Ursache für diese Reaktion? Bereits während meiner zahlreichen Kontakte mit Erhard Freitag habe ich ihn mehrmals darauf hingewiesen, daß er meiner Meinung nach in der Öffentlichkeit das Positive Denken als .Verdrängungsmittel. für Probleme, Ängste und Sorgen und gewissermaßen als Alkoholersatz .verkauft.. Hierin sehe ich persönlich eine große Gefahr, denn ohne das Erkennen und Lösen der tieferliegenden Ursachen führt auch das Positive Denken zu nichts. Dem AOK-Geschäftsführer konnte ich auf seinen Einwand, ich hätte die Frage was Positives Denken eigentlich sei nicht ausreichend beantwortet, auch nur entgegnen: .Das Gegenteil von Negativem Denken!. Aber so einfach ist das eben nicht, wenn die grundlegenden Übel vieler menschlicher Tragödien nicht angesprochen werden sollen (die Arbeitslosenzahl wächst und wächst!). Das Karussell unserer .manipulierten. Gesellschaft dreht sich mit irrsinniger Geschwindigkeit und alle haben großen Spaß. Der .einsame. Rufer auf dem Rummelplatz, der die Gefahren sieht, wird mit Steinen


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vom Platz gejagt (.Kreuziget ihn.- ging es mir nach dem Vortrag durch den Kopf und auf der Fahrt am folgenden Tag nach München wurde mir zum erstenmal klar, warum es zu dem schrecklichen Holocaust mit mehr als 5 Millionen Ermordeten kommen konnte). Seit längerer Zeit habe ich auf meinem Schreibtisch das Tagebuch der Anne Frank in holländischer Sprache liegen. Ich hatte mir vorgenommen, über die Weihnachtsfeiertage erneut darin zu lesen. Albert Einstein (auch ein Jude) nahm aber meine Aufmerksamkeit über Gebühr in Anspruch. Am vergangenen Sonntag ging ich seit längerer Zeit wieder einmal ins Kino . einem inneren Zwang folgend. Da mein Sohn Jochen ein ausgezeichneter Tänzer ist, wollte ich mir den Film .Dirty Dancing. ansehen und mit Ihm darüber reden. Die junge Hauptdarstellerin faszinierte mich. An der Nase erkannte ich, daß sie Jüdin sein müßte. Sie hatte noch Ideale und wollte die .Welt verbessern. . hielt ihr der geliebte Vater halb ironisch vor. Als ich nach Hause kam, legte ich mir eine Platte von Beethoven auf und begann bei Kerzenlicht zu meditieren. Plötzlich war für mich Anne Frank die Hauptdarstellerin aus dem Film, und ich mußte weinen. In was für einer schrecklichen Welt leben wir doch, und ich wußte nun, daß ich in diesem Buch über das .Erfinden. auch über das Schicksal der Juden schreiben müßte. Ich möchte Sie aufrufen, trotz aller Stürme, die wir alle über uns ergehen lassen müssen, die Hoffnung nicht zu verlieren und den Glauben an die Wirkung des .Positiven Denkens. zu bewahren. Albert Schweitzer hat darüber in seiner schlichten Art und Weise Worte von großer Bedeutung für unser weiteres Schicksal geschrieben (aus .Jugenderinnerungen.):


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So auch mit dem Ideal. Ideale sind Gedanken. Solange sie nur gedachte Gedanken sind, bleibt die Macht, die in ihnen ist, unwirksam, auch wenn sie mit größter Begeisterung und festester Überzeugung gedacht werden. Wirksam wird Ihre Macht erst, wenn mit ihnen dies vorgeht, daß das Wesen eines geläuterten Menschen sich mit ihnen verbindet. Die Reife, zu der wir uns zu entwickeln haben, ist die, daß wir an uns arbeiten müssen, immer schlichter, immer wahrhaftiger, immer lauterer, immer friedfertiger, immer sanftmütiger, immer gütiger, immer mitleidiger zu werden. In keine andere Ernüchterung als in diese haben wir uns zu ergeben. In ihr härtet sich das weiche Eisen des Jugendidealismus zum Stahl des unverlierbaren Lebensidealismus. Autogenes Training und Meditation Seit mehr als 20 Jahren praktiziere ich mit großer Begeisterung Autogenes Training, da ich schon sehr früh erkannt habe, dadurch mit meiner vererbten Sensibilität ohne nennenswerte gesundheitliche Rückschläge durch die mannigfaltigen Belastungen des beruflichen Lebens zu kommen. Ich fühle mich gesundheitlich immer noch so frisch wie in meiner Jugend und kann hervorragend schlafen. Wie ich schon an anderer Stelle erwähnte, waren für mich Tabletten jeglicher Art immer ein Greuel. Mit Hilfe des Autogenen Trainings bringe ich mich In den völlig entspannten Zustand, um dann z. B. über Probleme und Schwierigkeiten zu meditieren und auf diesem Wege nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Weiterhin habe ich mir angewöhnt, mich auch vor dem Einschlafen völlig zu entspannen und dabei meinem Unterbewußtsein eine Aufgabe zu übergeben, für die ich am folgenden Morgen .meistens.


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eine Lösung erhalte. Kurt Tepperwein hat in seinem Buch .Geistheilung durch mich selbst. diese Methode und verschiedene Techniken des Autogenen Trainings ausführlich beschrieben. Weiterhin kann ich zu diesem Thema Dr. med. H. Lindemann: .Autogenes Training - Überleben im Stress. aus eigener Erfahrung wärmstens empfehlen. Im Rahmen jeglicher erfinderischer Tätigkeit hat das Autogene Training oder eine andere Meditations- oder Entspannungsübung (Yoga, Bio- Feedback) seine besondere Bedeutung für das einwandfreie Funktionieren der Intuition. Diese kann sich nicht einstellen, wenn wir durch Überlastung, Ärger und Hektik gestreßt sind. Hans Sauer hat mir einmal in einer schwierigen Situation folgenden Rat gegeben: .Finden Sie Ihre innere Ruhe wieder, dann findet sich auch ein Weg..


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Der 6. Sinn und die ASW (außersinnliche Wahrnehmung) Napoleon Hill (.Denke und werde reich.) schreibt dem 6.Sinn oder der ASW (genaugenommen gehört auch die Intuition hierzu) für den .materiellen . oder .geistigen. Reichtum im Leben eines Menschen eine große Bedeutung zu: Das 13. Prinzip (Bem. des Verfassers: der 6. Sinn) besteht in der Kenntnis des 6. Sinnes, durch den die Allumfassende Vernunft sich von selbst mit dem Einzelnen in Verbindung setzt, ohne daß es besonderer Bitten oder persönlicher Anstrengungen bedarf. Dieses Prinzip ist die Krönung unserer Erfolgsphilosophie. Ich möchte dies aus eigener Erfahrung und aufgrund von Gesprächen mit Vertrauenspersonen, wie Hans Sauer, der sich mit dieser Materie (.der unsichtbare Leitstrahl.) seit längerer Zeit befaßt hat, voll und ganz bestätigen. Auch vom geplanten, ersten Verleger dieses Buches, Norman Rentrop, nehme ich an, daß er mit mir in dieser Äußerung übereinstimmt. Unser erster Kontakt während der Hannover-Messe 87 kam ja gewisserma ßen über meinen 6. Sinn zustande. Ich kannte damals Herrn Rentrop überhaupt nicht. Er ging an unserem DABEI-Stand in der Halle .Jugend und Technik. vorbei, und ich sprach ihn mit Herrn Rentrop an. Mein .innere. Stimme sagte mir auch, daß ich mit ihm über Napoleon Hill .Denke nach und werde reich. und seine Bedeutung für mich sprechen solle (in den .Tips zur Unternehmensgründung. hatte ich überraschender-weise einmal einen Hinweis gefunden). .Napoleon Hill. hat uns also zusammengeführt und über seine .Gesetze des Erfolges. gelang auch die Verbindung zu meinem väterlichen Freund und Ratgeber, Generalkonsul Norbert Handwerk, der das Vorwort zu dieser deutschen Ausgabe verfaßt


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hat. Für viele Fernsehzuschauer ist letzterer als freundlicher, älterer Herr aus der Serie .Erfolgserlebnis. bekannt. Dr. Gustav Großmann (Generalkonsul Norbert Handwerk war einer seiner erfolgreichsten Schüler) spricht in seinen Büchern immerwieder von der .günstigen Gelegenheit., die es zu nutzen gilt. Um diese .günstige Gelegenheit. zu erkennen, bedarf es des 6. Sinns (Beispiel: mein Verleger). Max Josef Probst (Preisträger des Bayrischen Staatspreises 1982 und sehr fähiger Mikroelektronik-Experte), trat vor mehr als 5 Jahren während des Technologie - Forums in Berlin urplötzlich in mein Leben und ist mir seit dieser Zeit nicht nur ein treuer Freund, sondern auch mein .Orakel. und aufgeschlossener Diskussionspartner in allen Fragen der Esoterik und den damit zusammenhängenden Grenzwissenschaften geworden. Als mein .Orakel. stellte er meinen Kontakt mit Dr. Gustav Großmann (er gab mir die Biographie von Josef Schmidt) her und weckte mein Interesse für die ASW. Damals suchte ich nach einem Meßsystem als sogenannter .objektiver Auftragsensor.. In der Zwischenzeit habe ich von ihm gelernt, daß jeder Mensch ganz bestimmte Schwingungen ausstrahlt, die er schon gemessen hat. Durch einen älteren DIE ZEIT-Artikel Nr. 36 vom 30. August 1985 S. 66) mit dem Thema .Ein sechster Sinn im Auge?. sind mir erst kürzlich sehr interessante Zusammenhänge klargeworden, die für mich als Techniker einleuchtend sind und die ich Ihnen in Form einer noch unbewiesenen Hypothese gerne darlegen will. Sie wissen alle aus Erfahrung, daß Sie sich unwillkürlich umsehen müssen, wenn Sie jemand von der Seite oder von hinten ansieht. Offensichtlich werden magnetische Wellen, die durch Gehirnströme (als Folge des bewußten Gedankens: .Intensiv anschauen.) induziert werden und als Informationsträger dienen, von unserem Pinealorgan (einem entwicklungsgeschichtlichen Relikt eines .dritten. Auges im Hirnstamm)


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registriert und automatisch in eine Aktion .Umdrehen. umgesetzt. Eine schöne Bestätigung findet diese Hypothese bei Haustieren, die mit Hilfe des .Magnetismus. die Gedanken ihrer Besitzer lesen können. Aber wohlgemerkt, es handelt sich hierbei um meine ureigene, noch unbewiesene Hypothese. Einer der bekanntesten Fachleute auf diesem Gebiet, Dr. Milan Ryzl (.ASW Training.) tappt bei der physikalischen Erklärung des ASWPh änomens wohl auch noch im Dunkeln, denn er schreibt dazu S. 16: Was historisch gesehen auf andere Naturphänomene zutrifft, gilt auch für die ASW. Wir verstehen dieses Phänomen noch nicht ganz, sind uns jedoch bewußt, daß der Grund hierfür in unserem derzeit noch ungenügenden Wissen zu suchen ist. Wenn ich seine weiteren Ausführungen unter dem Abschnitt .Die glänzende Zukunft der Menschen. in seinem ausgezeichneten Buch S. 152 lese, macht er mir sehr viel Hoffnung für uns alle in unserem erfinderischen Bestreben, die Welt zu verbessern und stellt dadurch eine sehr beglückende Verbindung zur Mystik her, wie sie Fritjof Capra in .Das Neue Denken. beschreibt: Die allgemein verbreitete Anwendung der ASW wird die menschliche Gesellschaft und das Leben des einzelnen zutiefst verändern. Und die dramatischste Folge wird vielleicht die bedingungslose Einführung von Wahrheit und Ehrlichkeit in die Beziehungen von Menschen und Völkern sein. Es wird keine Mittel zur Täuschung mehr geben,


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keine Lügen, keine listigen Betrügereien. Steht jemand einem Vertreter gegenüber, wird er sofort erkennen, wie aufrichtig sein Gegenüber ist. Immer wird man wissen, ob ein Geschäftspartner oder Nachbar oder ein zufälliger Bekannter Vertrauen verdient. Kein Verbrechen wird unentdeckt und ungestraft bleiben (so es überhaupt noch Verbrechen geben wird). Parallel zu dieser Entwicklung werden Menschen mit der bestfunktionierden ASW allmählich Eingang in die Regierungen finden. Ihre bessere ASW wird Ihnen die Chance geben, sich auszuzeichnen . wie der Sehende unter Blinden . und wahre Führer der Menschheit zu werden. Ihre bessere ASW wird ihnen auch helfen, die höheren Gesetze des Weltalls genauer zu erfassen und die menschliche Gesellschaft deren Erfüllung zuzuführen. Und die Politik wird eine andere Zielsetzung bekommen. Heute arbeiten die Politiker noch darauf hin, Vorteile für eine bestimmte Menschengruppe auf Kosten der .Außenseiter. zu erlangen . all jener, die sich außerhalb dieser Gruppe befinden. Die Politik der Zukunft wird über subjektive Interessen erhaben sein und zu einer objektiven Wissenschaft mit dem Ziel werden, nach Wegen zu suchen, den Menschen aller Völker Erfüllung, Glück und unbegrenztes Wachstum schöpferischer Kräfte zu bringen. Auch Dr. Josef Murphy (.Die Macht Ihres Unterbewußtseins.) sieht in der ASW den .Schlüssel zu Reichtum und Gesundheit., nachdem wir alle auf der Suche sind. Er sieht unser Unterbewußtsein eins mit dem universellen subjektiven Bewußtsein der gesamten Menschheit, alles Wissen gespeichert hat, das in der Menschheitsentwicklung jemals


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bekannt wurde, sowohl physiologisch als auch geistig. Alle Sprachen, die je gesprochen wurden, alle Musik, alle Entdeckungen, Erfindungen und Erfahrungen aller Menschen sind in Ihrem Unterbewußtsein registriert - unauslöschlich und unfehlbar.. (ASW Ihre Aussersinnliche Kraft. S. 211). An anderer Stelle habe ich diese .göttlichen. Erkenntnisse mit meinen eigenen Worten in einer ähnlichen Art und Weise ausgedrückt. Sie ersehen daraus, welch. große Bedeutung der .inneren. Einkehr in stiller Meditation unserer Tätigkeit als Erfinder zugesprochen werden muß. Nur mit unserem .inneren. Auge können wir die wahren Zusammenhänge erfassen und ideale Lösungsmöglichkeiten finden. Die .Allumfassende Vernunft. kommt uns dabei zu Hilfe.


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Stimmungspflege Als ein ausgezeichnetes Mittel zur Stimmungspflege haben wir bereits des .Glückstagebuch. von Dr. Gustav Großmann kennengelernt. Jeder hat so sein eigenes Geheimrezept, seine Kreativität zu fördern und Stimmungstiefs zu überwinden. Sie sollten sich einmal selbst sehr bewußt in dieser Richtung beobachten. Ich persönlich schwöre auf die .Dubliners.. Dies hängt mit meiner jahrelangen beruflichen Tätigkeit in Irland zusammen, an die ich mich gerne zurückerinnere. Für Artur Fischer, einem der erfolgreichsten deutschen Erfinder, scheinen besondere viele Einfälle unter der Dusche zu kommen (DABEI-Handbuch für Erfinder und Unternehmer S. 378): Die Lösungen fallen dem Tumlinger bei den verschiedensten Gelegenheiten und an jedem Ort ein, besonders gern unter der Dusche. Bleibt er dort länger als sonst und kommt er sichtlich vergnügt aus der Kabine, rechnet die Familie mit einem neuen Einfall. .Er ist von Haus aus ein fröhlicher Mensch., sagen die Mitarbeiter, .aber wenn er über das ganze Gesicht strahlt, hat er bestimmt wieder etwas Neues.. Sport und Gesundheit Das wertvollste Gut, das jeder Mensch besitzt, ist seine Gesundheit. Die unzähligen Schwierigkeiten bedeuten bei vielen Erfindern über einen längeren Zeitraum Raubbau an der eigenen Gesundheit. .Hat sich das Ganze dann am Ende wirklich gelohnt?. wird sich jeder fragen müssen, der sich auf diesen strapazenreichen Weg begibt und am Ende seines


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Lebens (falls ihn der Tod nicht vorher schon überrascht hat) Bilanz zieht. Diese gesamte Thematik scheint mir so interessant, daß ich dafür schon ein neues Buch mit dem Titel .Erfolg und Gesundheit. eingeplant habe. Lassen Sie mich anhand zweier Beispiele von erfolgreichen Erfindern, die ich beide gut kenne, Möglichkeiten aufzeigen, die ich nachahmenswert finde (über Alexander Kückens aus .Bild der Wissenschaft. Nr. 2/87 S. 106 und über Hans-D. Kreft aus dem .DABEI-Handbuch für Erfinder und Unternehmer. S. 405): 1. Alexander Kückens In den drei Jahren von der ersten Idee bis zur Fertigstellung des Prototyps arbeitete er bis tief in die Nacht. Vier Stunden Schlaf waren nicht Ausnahme, sondern Durchschnitt. Um das durchzustehen, schüttete er Kaffee literweise in sich hinein und rauchte 50 bis 60 Zigaretten am Tag. Trotzdem erfreut sich der knapp Siebzigjährige bester Gesundheit. Als er im Dezember 1959 einen Lizenzvertrag für seine Spiralschweiß - Maschine in der Tasche hatte, beschloß er, mit dem Rauchen aufzuhören. Heute hält er sich mit Gymnastik und heiß-kalten Wechselduschen fit - und arbeitet nur noch zwölf Stunden am Tag. 2. Hans-D. Kreft (Artur-Fischer-DABEI-Preis 86): .Mein Hausarzt deutete meine damaligen leichten Herzbeschwerden und vermutete mich mit 40 Jahren unter der Erde, würde ich derart weitermachen. Das saß . ich hörte auf zu rauchen, trank Alkoholika mäßiger, analysierte erstmals meine persönliche, geschäftliche und politische Situation. Es gab nur noch eine deprimierende Folgerung,


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wenn ich Gesundheit und Firma retten wollte. Ich mußte spontan sämtliche politischen Ämter niederlegen, sofort einen anderen Lebenswandel wählen und von morgens bis abends arbeiten und gleichzeitig für die Gesundheit durch Bewegung, Sport und soliden Lebenswandel sorgen.. Kybernetik Hans Sauer hatte für die Präsentation des von Ihm gesponsorten .DABEI-Handbuches für Erfinder und Unternehmer. im November 1986 im Sheraton-Hotel in München das Motto gewählt: .Mit dem DABEI-Handbuch ins kybernetische Zeitalter.. Meine Pressemitteilung im Zusammenhang mit dem mir verliehenen Artur - Fischer DABEI - Preis 1987 hatte den Titel .Kybernetik: Ein Schlüssel für erfolgreiches Erfinden.. Ein bedeutender deutscher Fachmann auf diesem Gebiet, Frederic Vester hat sein ausgezeichnetes Buch .Neuland des Denkens - Vom technokratischen zum kybernetischen Zeitalter. genannt. Was ist denn nun wirklich Kybernetik - ein Zaubermittel gegen den Paradigmenwechsel? Die Industrie würde sich freuen, wenn es so etwas gäbe. Gottseidank ist es nicht so und wer sich wirklich Kybernetiker nennen will, der muß die Zusammenhänge des Lebens erkennen und danach handeln. Ich glaube anhand der Beispiele aus der Landwirtschaft ist Ihnen klargeworden was Kybernetik wirklich heißt: .Ehrfurcht vor Leben.


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V Schützenhilfe für die .Geistesblitze.


Informationsammlung und Datenbankrecherchen Da dies der Normalfall ist, nehme ich einmal an, daß wir unseren genialen Einfall nach reiflicher Überlegung und Betrachtung über Fehlentwicklungen unserer Umwelt und dem besseren Verständnis der ökologischen Zusammenhänge erhalten werden. Diesem Ereignis ist sicherlich ein längere Zelt vorausgegangen, in der wir uns intensiv mit der Materie befaßt haben. Sinnvollerweise haben wir alle verfügbaren Informationen gesammelt, so daß wir bei unseren Überlegungen immer wieder darauf zurückgreifen können. Unser Unterbewußtsein wurde dabei eifrig mit Daten .gefüttert.. und immer geschah dies in einer hervorragenden Stimmung mit großer Begeisterung. Also ideale Voraussetzungen für ein tolle Lösung. Vielleicht bereits sehr schnell oder erst nach einer längerer Zeit (man spricht hier von der sogenannten Inkubationsperiode - in der Medizin versteht man darunter den Zeitraum zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit) durchzuckt uns irgendwann einmal - völlig überraschend - der berühmte .Geistesblitz.. Wie wir uns erinnern werden, ist für den bekannten Dübel- Erfinder, Artur Fischer, die Dusche der richtige Platz für Einfälle. Deshalb sollten wir bei unseren täglichen .Waschungen. aufpassen. Nun dürfen wir keine Zeit verlieren. Da wir uns angewöhnt haben, mit Papier und Bleistift zu arbeiten, muß die Idee sofort niedergeschrieben oder skizziert werden, sonst ist sie u. U. unwiederbringlich verloren . Wir können uns dann noch so anstrengen: das Unterbewußtsein .quittiert. in dieser Beziehung seinen Dienst. Da wir nicht sicher sind, ob andere nicht auch schon derartige .Geistesblitze. hatten (die .Einzigartigkeit. muß


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ja gewährleistet sein, um überhaupt eine Schutzmöglichkeit in Form eines Patentes zu erhalten), und wir mit unserem logischen Verstand unser Geisteskind auf seine einwandfreie Funktion hin analysieren müssen, beginnt nun - nach der sehr kurzeitigen .Inspiration.- die .Transpirationsphase.. Diese kann sehr langwierig sein und ein weltbekannter Erfinder, namens Edison, behauptete deshalb über erfolgreiches Erfinden: .1% Prozent Inspiration und 99% Transpiration. Mit unseren ausgearbeiteten Unterlagen begeben wir uns nun in die nächstgelegene Patentauslegestelle und lassen uns dort das Klassifikationssystem für Patente erklären. Dies sind gewissermassen die Schubfächer, in denen wir nach entsprechenden Patenten, die zu unserem Thema passen, suchen müssen. Dies funktioniert normalerweise relativ einfach, denn das Ordnungssystem ist sehr logisch aufgebaut und erfaßt alle vorkommenden Bereiche. Nun gibt es aber raffinierte Erfinder (die Japaner sind dafür bekannt), die .verstecken. ihre Patente ganz bewußt in anderen Patentklassen, damit sie nicht so leicht entdeckt werden. Dahinter zu kommen, macht etwas Schwierigkeiten. Aber nach einiger Zeit und unter Mithilfe erfahrener Spezialisten, wie den Datenbankrechercheuren, kommen wir auch unseren .Freunden. auf die Schliche. Vielleicht hat uns das Studium der Patentschriften ganz neue Einblicke in unser Problem gegeben und zu völlig anderen Lösungsmöglichkeiten geführt? Das ist sogar sehr wahrscheinlich, denn beim Durcharbeiten der Ideen unserer Erfinderkollegen werden wir gezwungen, ganz unterschiedliche Blickwinkel einzunehmen und neue Einsichten zu gewinnen. Und wieder wird dabei unser Unterbewußtsein zur Mitarbeit aufgefordert, denn ich nehme einmal dann, daß unser .Geistesblitz.


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völlig neu ist und beim Lesen der Patentschriften - ob dieser Erkenntnis - unsere Begeisterung immer mehr wächst. Wie wir bereits gesehen haben, sind dies ideale Arbeitsbedingungen für unseren unermüdlichen .dienstbaren Geist.. Theoretisch müßten wir nun in allen Patentschriften der Welt und in allen verfügbaren Druckschriften, Büchern und Prospekten nachsehen, ob dort unsere Idee nicht bereits veröffentlicht wurde. Denn wir können nur dann ein Patent erhalten, wenn unser .Geisteskind. wirklich neu ist und noch nirgendwo veröffentlicht ist. Um dies herauszufinden, sollte wir die Möglichkeiten der modernen Computertechnik nutzen. In riesigen Datenbanken sind heutzutage nahezu alle Patentschriften und Veröffentlichungen gespeichert und jederzeit abrufbar. Dazu bedarf es sogenannter Suchroutinen, die von Datenbankrechercheuren vorzüglich beherrscht werden. Damit diese aber wissen, wonach sie suchen müssen, ist es notwendig, daß wir ihnen unsere Ideen und Vorstellungen erklären. Dies können wir guten Gewissens tun und brauchen keine Angst zu haben, daß sie unsere Einfälle .klauen., denn sie sind, genauso wie Ärzte, zur Geheimhaltung verpflichtet. Der Dialog mit dem Computer ist sehr faszinierend, und wir sollten uns das auf jeden Fall ansehen. Weiterhin ist unsere Anwesenheit auch sinnvoll, um während des Computerdialoges Fragen des Datenbankrechercheurs sofort beantworten zu können. Damit können wir u. U. riesige Papierberge vermeiden, durch die wir uns dann mühsam hindurcharbeiten müssen. Schließlich ist es auch eine Kostenfrage, wie schnell und mit welchem Aufwand wir zum gewünschten Ziel, nämlich der .Einzigartigkeit. unserer Erfindung kommen. Erfahrene Datenbankrechercheure können die Erfolgswahrscheinlichkeit bis auf 80% eingrenzen, d. h. es bleibt dann nur noch ein .Restrisiko. von 20%


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für eine unentdeckte Patentschrift oder Veröffentlichung. Dies ist ein ausgezeichnetes Ergebnis - zumal zwischen Patentanmeldung und Veröffentlichung normalerweise 18 Monate verstreichen und damit also eine bestimmte Dunkelziffer verbunden ist. Mit dieser .computeramtlichen. Bestätigung für die Neuheit unserer Erfindung haben wir einen wichtigen Schritt zu unserem Ziel getan, und wir sollten uns nun zu einem weiteren Fachmann, dem Patentanwalt, begeben. Während die Datenbankrecherchen relativ kostengünstig sind, kann es von nun an sehr teuer werden. Als ich damals den beschriebenen Weg ging, hat mich der Innovationsberater der Industrie - und Handelskammer Hannover - Hildesheim, Dipl.- Ing. Giso Gillner, vorzüglich beraten und mir vorgeschlagen, daß ich meine Patentanmeldung erst einmal selbst vorformulieren solle, bevor ich zum Anwalt gehe. Dies ist eine ausgezeichnete Übung und man erhält dadurch ein besseres Verständnis für die Kommunikation mit dem Patentanwalt und später mit dem Prüfer des Patentamtes. Meine erste Anmeldung habe ich völlig ohne Anwalt eingereicht und bin dabei wohl nicht der Einzigste, denn über einen .alten Fuchs. unter den Erfindern las ich folgendes (Heinz Hölter in .DABEI-Handbuch für Erfinder und Unternehmer. S. 398): Einen Patentanwalt kannte ich bis zur Gründung meiner eigenen Firma nicht, und so wurden zunächst alle Patentanmeldungen in persönlicher Korrespondenz und in vielen Gesprächen am Patentamt erfolgreich oder auch ablehnend beschieden.


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Der Patentanwalt als Helfer und Fachmann Wie in allen Dienstleistungsberufen gibt es auch hier große Unterschiede unter den Patentwälten. Manchmal haben sich mehrere Anwälte in einer Sozietät zusammengetan und mitunter finden sich sogenannte .Einzelkämpfer.. Mein Patentanwalt zählt zu dieser letzteren Kategorie, und ich habe sehr gute Erfahrungen mit ihm gemacht. Entsprechende Bestätigungen erhielt ich auch von den Mitarbeitern des Erfinderzentrums Norddeutschland, da von diesen zahlreiche Erfinder betreut werden Leider kann ich Ihnen aus standesrechtlichen Gründen seinen Namen nicht nennen. Aber zur Orientierung möchte ich Ihnen einige Informationen geben, die meiner Meinung nach, einen guten Anwalt auszeichnen. Er sollte möglichst in Ihrem Alter oder nicht sehr viel älter sein, denn das erleichtert die Kommunikation und ist eine wichtige Vorausetzung für .das Funken auf gleicher Wellenlänge.. Da ich davon ausgehe, daß ich mit meinem Buch auch sehr viele Erfinderinnen anspreche, wäre für diese eine Patentanwältin sehr sinnvoll. Meines Wissens nach sind jene aber leider noch sehr selten. Vielleicht kann ich mit meinen Zeilen junge Frauen für diese interessante Beratungstätigkeit motivieren. Weiterhin sollte er immer Zeit . selbstverständlich nach Voranmeldung - haben und die versprochenen Unterlagen termingerecht liefern bzw. weiterleiten. Größere Sozietäten scheinen gegenüber Freien Erfindern in dieser Beziehung sehr .schlampig. zu sein. Natürlich geht Ihr Partner bei seiner Arbeit davon aus, daß Sie ihm auch alle Informationen rechtzeitig und vollständig zur Verfügung stellen. Ein besonders trauriges Kapitel des Erfinderdaseins möchte ich an dieser Stelle auch ansprechen: das liebe Geld (ich spreche aus eigener Erfahrung). Sobald Sie Patente (möglichst noch in mehreren) Ländern angemeldet haben, beginnt wie im Taxi, eine Zähluhr zulaufen, die Sie dann nicht


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mehr stoppen können. D.h. fortlaufend werden Zahlungen für Honorare, Patentanmeldungungen und Anträge fällig, die sie u.U. vorübergehend überfordern können. Ein kooperationsbereiter Patentanwalt ist da goldwert!


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Das Patentamt ist eine Behörde Patentämter sind Behördeneinrichtungen und wie dort, geht auch hier alles sehr viel langsamer und seinen geregelten Gang. Ich kann mich an ein Ereignis erinnern, das sich 1984 ereignete. Ich hatte damals in München zu tun und wollte . wie ich das auch bei meinen Kunden zu tun pflege - bei meinem Patentprüfer vorbeischauen, um verschiedene Fragen im Zusammenhang mit einem Prüfungsbescheid zu klären. Ich rief ihn an, um einen kurzfristigen Termin mit ihm zu vereinbaren. Seine Antwort war: .Ihre Akte habe ich abgelegt, die kommt erst in einem Jahr wieder dran. Aber weil Sie es sind, schlage ich vor, daß Sie mich nach meinem Urlaub besuchen.. Der Termin fand 4 Monate später statt. Da normalerweise die Korrespondenz mit dem Patentamt von Ihrem Anwalt übernommen wird, haben Sie auch mit dieser wichtigen Institution für uns Erfinder keinen Kontakt. Schlimm wird es deshalb, wenn hinter Ihrem Rücken Intrigen der Industrie bis hinein in das Patentamt laufen, denen Sie dann völlig machtlos ausgesetzt sind. Mir ist es so in Verbindung mit dem .Artur-Fischer-DABEI-Preis. passiert. Im Zusammenhang mit .Erfinderpreisen. werde ich Ihnen ausführlich berichten. Noch langwieriger gestalten sich, das liegt in der Natur der Sache, Anmeldungen bei ausländischen Patentämtern. Hierbei sind sogenannte Korrespondenzanwälte in den jeweiligen Ländern Pflicht. Ihr eigener Anwält arbeitet mit diesen sehr eng zusammen. Das Europäische Patentamt stellt eine beträchtliche Vereinfachung für Patentanmeldungen dar. Mit einer Patentanmeldung lassen sich Schutzrechte in allen Ländern, die der EG angehören, erreichen. Dies bedeutet eine große Kostenersparnis und ist bei unserer immer


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enger werdenden wirtschaftlichen .Verzahnung. für wichtige Erfindungen zu empfehlen. Gebrauchsmuster als .kleines Patent. Im Gegensatz zum Patent sind Gebrauchsmuster sehr schnell, für einen kürzeren Zeitraum und mit weniger Aufwand zu erreichen. Man spricht auch vom .kleinen Patent.. Besondere Fragen, die z. B. die zugrundeliegenden Gesetze anbelangen, würden den Rahmen dieses Buches sprengen und ich möchte deshalb auf entsprechende Nachschlagewerke, wie den .Erfolgsberater., verweisen. Warenzeichen sind sehr gefragt Warenzeichen dienen zur Unterscheidung von Waren oder Dienstleistungen. Sie sind deshalb im Wirtschaftsleben sehr geläufig. Mit dem Namen ist ein gewisser Erinnerungseffekt beim Verbraucher oder Kunden verbunden. Aus dieser Sicht ergibt sich die Bedeutung der schutzrechtlichen Absicherung. Wie bereits im Abschnitt .Gebrauchsmuster. möchte ich sie auch hier für weiterführende Informationen auf besondere Nachschlagewerke, wie den .Erfolgsberater., verweisen. Patentstrategien für den Dschungelkampf Jeder Erfinder mußte in seinem Leben beträchtliches Lehrgeld durch Einsprüche, Nichtigkeitsklagen und Patentgerichtsprozesse zahlen,


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so daß die wenigsten bereit sind, mühsam erworbenes Know-how auf diesem Gebiet preiszugeben. Der bereits erwähnte Erfinder, Heinz Hölter, hat uns - meiner Meinung nach - seine Erfahrungen und Konsequenzen für eine sinnvolle Patentstrategie sehr anschaulich zur Verfügung gestellt (Bild der Wissenschaft 2/87 S. 113): Der westfälische Multi - Erfinder betreibt eine ausgesprochen subtile Patent-Politik. Nach dem Motto: .Mach ein Ursprungs-Patentchen, mit dem Zusatz - Knowhow erzielst du gute Ergebnisse., würde er das Patent für eine Hühnersuppe etwa so anmelden: 1 l Wasser und 500 g Hühnerfleisch ergeben eine gute Suppe mit 97 Fettaugen. Das sechste und siebte Gewürz, mit denen die Suppe erst so richtig gut schmeckt, wird nicht verraten. Eine zweite Strategie besteht darin, .Hundehütten-Erfindungen. vorzulagern. Darunter versteht Hölter die Patentierung von Ideen, die spezielle Details eines zunächst geheimgehaltenen Gesamtkonzepts erläutern. So schützt er den Hauptgedanken, ohne ihn bereits zu verraten. Der Begriff .Hundehütten-Patent. hat mich immer wieder fasziniert, und ich habe diese Strategie mehr oder weniger .intuitiv. selbst schon angewendet. Das .Hundehütten-Patent., das in seinem Schutzumfang nicht zu weit gefaßt sein sollte, ermöglicht es nämlich die Angriffsrichtung und die Angreifer aus der Industrie zu erkennen, die unweigerlich kommen, wenn Sie mit Ihrer Erfindung beabsichtigt oder meistens unbeabsichtigt in deren .Revier. eingedrungen sind. Dann können Sie Ihre weitere Vorgehensweise für Einigungsversuche und Patentstrategien danach ausrichten. U. U. ist es sogar sinnvoll dieses angegriffene Patent den .Höllenhunden. aus der Industrie zum Fraß


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vorzuwerfen, also verlorenzugeben. Dies ist meiner Meinung nach sehr viel besser als die kostenlose Mitbenutzungsmöglichkeit durch den Einsprechenden. Am schönsten ist natürlich der Sieg auf breiter Front, d.h. alle Einsprüche und Nichtigkeitsklagen können erfolgreich abgewehrt werden. Das muß dann wirklich groß gefeiert werden! Mit der Patentprüfung kommt die Stunde der Wahrheit Für jede Patentanmeldung sollte auch ein Prüfungsantrag gestellt werden. Denn wie Sie sich bei den Datenbankrecherchen noch erinnern, gab es dort das .Restrisiko. von mindestens 20%. Der Prüfer recherchiert in seinen .Prüfungsmaterial. in einer ähnlichen Art und Weise wie wir das in der Patentauslegestelle durchgeführt haben. Allerdings ist er - im Gegensatz zu uns - ein alter Hase auf seinem Gebiet und findet sehr schnell Lücken oder Mängel in unserer Patentanmeldung. Dies wird er uns dann innerhalb eines Jahres nach der Patentanmeldung mitteilen. Prüfer haben da eine ganz besondere Vorgehensweise, die ich die .Schocktherapie. nenne und die da lautet: .Ein Patent kann voraussichtlich nicht erteilt werden. Lassen Sie sich dadurch nicht irritieren, sondern gehen Sie mit Ihrem Anwalt den Prüfungsbescheid mit den Entgegenhaltungen sehr gewissenhaft durch. Es findet sich ganz sicher eine .Tür. zum Patent. Der Prüfer möchte damit nämlich nur ihre Ernsthaftigkeit und Zähigkeit als Erfinder .unter die Lupe nehmen.. Für einen weiteren, sehr wichtigen Schritt ist der Prüfungsbescheid ebenfalls von großer Bedeutung: die Auslandsanmeldungen. Nur innerhalb eines Jahres gilt für diese die Priorität der Erstanmeldung. Andrerseits ist es aus Kostengründen immer sinnvoll, erst eine nationale Patentanmeldung durchzuführen und dadurch das .Restrisiko. genauer erfassen zu können.


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Die .Erfindungshöhe. als Knüppel der Industrie Gehen wir davon aus, daß Sie Ihr Patent nach zahlreichen Mühen und langem Warten erhalten haben und es als stolzer Besitzer Ihren Freunden und Bekannten zeigten. Ich möchte Ihnen aus eigener Erfahrung raten, damit noch etwas zu warten, denn unsere .Freunde. aus der Industrie waren nicht untätig. Es gibt dort ganze Abteilungen, die nichts anderes als Offenlegungschriften, also Patentanmeldungen, die nach 18 Monaten publiziert werden, studieren. Und wehe, wenn Ihre Patentanmeldung irgendwie diese Leute bei ihrer Arbeit stört! Dann geht.s rund! Alle greifbaren Unterlagen werden überprüft und nach ähnlichen Erfindungen gesucht und das nicht nur im eigenen Hause, sondern weltweit mittels Datenbankrecherche. Mit dem Ergebnis, daß Ihnen ca. 4 bis 5 Monate nach Patentveröffentlichung die .gesammelten Werke. als Einspruch auf den Tisch flattern. Und sehr schnell werden Sie beim aufgeregten Studium der Unterlagen den .1. Knüppel der Industrie., die .Erfindungshöhe. finden, mit der unsere .Freunde. den gewünschten Widerruf des Patentes untermauert haben. Jetzt heißt es noch intensiver nachdenken und nach Lösungswegen zu suchen: eben voller Stolz zu beweisen, daß auch Sie das Talent zum Erfinder haben und nicht nur ein kleiner Handwerker sind, der keinen Grips im Kopf hat (genauso haben es die Herren Patentanwälte aus der Industrie nämlich formuliert).


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Die .Neuheit. ist der zweite Knüppel der Industrie! Das Problem mit der Industrie habe ich Ihnen bereits geschildert. Diese hat noch einen 2. Knüppel im Sack. Irgendwie versucht man also bei der Industrie krampfhaft Ähnlichkeiten Ihrer Erfindung mit anderen Innovationen zu lokalisieren, die bereits im Markt sind. Interessanterweise können unsere .Freunde. etwas Ähnliches im eigenen Hause gar nicht finden, da man dort einfach geschlafen oder sich auf den vermeintlich wohlverdienten Lorbeeren ausgeruht hat. Mir ging das mit meinen Einsprüchen bisher immer so. Hoffentlich werden meine Ausführungen auch als Appell verstanden, sich einmal in der Industrie Gedanken über eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den jungen Menschen zu machen, die einen echten kreativen Beitrag zur Verbesserung unserer Welt leisten wollen. Wir brauchen uns gegenseitig!


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VI Mit Lizenzen ein .Vermögen verdienen.


Wer kann mit meiner Erfindung etwas anfangen? Da Sie entweder keinen eigenen Betrieb haben oder keine entsprechende Fertigung aufbauen wollen, begeben Sie sich auf die mühselige Suche nach einem Lizenznehmer. Als cleverer Erfinder sollten Sie das schon relativ früh, also kurz nach der Patentanmeldung tun. Denn Zeit ist hier im wahrsten Sinne des Wortes Geld. Wenn Sie Glück haben, dann finden Sie sehr schnell jemand, der von Ihrer Idee so fasziniert ist, daß er sofort einen Lizenzvertrag mit Ihnen abschließen will. Das ist aber nicht der Normalfall. Vielleicht wird man von Ihnen erst einen Prototyp Ihrer Erfindung verlangen. Das ist ein sehr guter Vorschlag, denn dann haben Sie etwas zum Anfassen und Studieren für Ihre Verhandlungen in der Hand. Der bereits genannte Erfinder, Hans D. Kreft, baute von seinem elektronischen Schlüssel ein Modell für den Aktenkoffer und ist damit jahrelang durch die deutschen Lande gezogen, hat er mir berichtet. Leider wollte ihm damals keiner glauben, daß eine aufwendige Überwachungselektronik auch in einem kleinen Schlüssel Platz hat. Wie Herr Kreft werden Sie sehr schnell erkennen, daß es garnicht so einfach ist, Lizenznehmer zu finden. Mit meinen eigenen Erfindungen habe ich es etwas einfacher, da ich mich in meiner Branche sehr gut auskenne. Wenn Sie keine derartigen Möglichkeiten haben, dann sollten sie sogenannte Lizenzbörsen nutzen. Das sind Einrichtungen der IHK.s und verschiedener Fachzeitschriften, wie .impulse. und die VDINachrichten. Reichen Sie dort Ihre Unterlagen zur Veröffentlichung ein und warten Sie ab. Wahrscheinlich kommt keine Reaktion, dann


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sollten Sie es einmal mit einem Lizenzvermittler versuchen. Dieser hat weltweite Verbindungen und verlangt im Falle eines Lizenzabschlusses bis zu 40% der Lizenzeinnahmen. Ich warne Sie vor schwarzen Schafen. Bei dem Kontakt mit dem Lizenzvermittler ergibt sich für Ihre Patentanmeldung ein neues Problem, denn Sie überschreiten möglicherweise .die Landesgrenzen.. Für einen eventuellen Lizenznehmer hat eine Erfindung nur dann einen Wert, wenn sie in seinem Lande oder in dem Gebiet der gewünschten Vermarktung auch schutzrechtlich abgesichert ist. Und wieder spielt der Faktor Zeit gleich Geld eine wichtige Rolle. Haben Sie den Prüfungsbescheid vom Patentamt vorliegen und ist die Prioritätsfrist von 1 Jahr noch nicht abgelaufen und kann Ihnen Ihr eventueller Lizenzpartner schon Angaben über die angepeilten Länder geben, dann sollten Sie sich mit ihm auf eine Einstandsgebühr einigen, mit der Sie weitere Patentanmeldungen in den gewünschten Ländern tätigen können. Die Krönung aller Bemühungen ist der Lizenzvertrag Wie wir schon bei Herrn Kückens sahen, hat für ihn der Abschluß seines Lizenzvertrages so viel bedeutet, daß er von einem Tag auf den andern sein Leben in gesundheitlicher Hinsicht veränderte. Mir ging es bei meinem ersten Lizenzvertrag ebenso. Der Himmel war plötzlich voller Geigen. Leider wurde ich anschließend eines besseren belehrt, und Sie sind nun der dankbare Nutznießer meiner Erfahrungen. Verlassen Sie sich bei all Ihren Verhandlungen auf Ihre .innere. Stimme (den 6. Sinn oder die ASW). Denn derart langandauernde Geschäftsverbindungen können


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nur dann einwandfrei funktionieren, wenn sie auf einer soliden Vertrauensbasis aufgebaut sind. Haben Sie den Eindruck, daß Ihr Gegenüber .tricksen. will, dann lassen Sie die Finger davon. Der eigentliche Vertrag selbst ist dann nur noch Routine. Haben Sie noch keinerlei Erfahrung mit Lizenzverträgen, dann sollten Sie beim erstenmal einen Lizenzfachmann einschalten, der die Vertragsverhandlungen führt und von dem Sie sehr viel lernen können. Lassen Sie nicht darauf ein, einen Vertrag auf einer DIN4-Seite abzuschließen. Es gibt im Laufe der späteren Zusammenarbeit so viele Eventualitäten und Stolpersteine, daß Sie diese bereits während der Lizenzverhandlungen diskutieren und in den Vertrag einbringen müssen. Für weitere Informationen zu diesem wichtigen Thema empfehle ich Ihnen meine detaillierten Ausarbeitungen .Lizenzvergabe. und .Lizenznahme. im .Erfo1gsberater.. Die Bindung an einen oder mehrere Partner Normalerweise drängt Ihr Verhandlungspartner darauf, eine sogenannte ausschließliche Lizenz zu bekommen. Dies ist dann empfehlenswert, wenn Sie sicher sind, daß er den in Frage kommenden Markt auch wirklich bedienen kann. Decken Sie mit Ihrem Schutzrecht nur den nationalen Markt ab, dann hat es wenig Sinn, diesen Markt unter verschiedenen Lizenznehmern aufzuteilen und sogenannte einfache Lizenzen zu vergeben. Das birgt mehrere Risiken, denn erstens sollten Sie genau definieren, wer welches Stück des Kuchens erhält und zweitens müssen Sie kontrollieren, daß Ihre Vertragspartner sich auch daran halten. Ein eventueller Vorteil liegt darin, daß Sie Ihre verschiedenen Partner gegeneinander ausspielen können. Aber das ist nicht jedermanns Sache!

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Aber erst die ausschließliche Lizenz ermöglicht relativ hohe Einstandsgebühren und Mindestlizenzzahlungen, denn nur bei einer totalen Kontrollmöglichkeit des Marktes ist der Lizenznehmer bereit, ein beträchtliches wirtschaftliches Risiko einzugeben. Eine derartige Lösung hat auch für den Lizenzgeber große Vorteile, wenn der Partner den gesamten Markt einwandfrei bedienen kann. Nach meiner Erfahrung liegt hier aber das grundlegende Problem, denn die Märkte sind schwieriger geworden und erfordern Strategien, bei der kleinere Firmen, und um diese handelt es sich bei den in Frage kommenden Lizenznehmern ja, vielfach überfordert sind. Als Lizenzgeber haben Sie dann nur zwei Möglichkeiten, sich entweder mit der hoffentlich etwas höheren Mindestlizenzgeb ühr abzufinden oder den Lizenznehmer dazu zu drängen, Unterlizenzvertr äge mit weiteren Partnern abzuschließen. Ohne Rechtsanwalt geht es nicht Ich höre Sie schon sagen: .Wen will der uns noch alles .andrehen.? Erst den Patentanwalt, dann den Lizenzfachmann und nun auch noch den Rechtsanwalt. Wer soll das alles bezahlen?. Ich kann nur antworten, daß erfolgreiches Erfinden und Vermarkten ein sehr riskantes Unterfangen ist und man sich nach allen Seiten hin ab sichern muß. Ich hatte bei Abschluß meines Lizenzvertrages auch nicht geahnt, daß ich eines Tages mit einer .Eidesstattlichen Versicherung. a la Barschel vor die Patentkammer des Landgerichtes zitiert werden würde. Da hilft dann nur ein guter Rechtsanwalt, in dessen Kanzlei dann auch das Scheidungsbegehren des verzweifelten Ehepartners bearbeitet werden


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kann - wie ich es jetzt erlebe. Im Vorwort habe ich Ihnen eine abenteuerliche Geschichte versprochen: Erfinden ist mehr als das! Die Einschaltung eines erfahrenen Rechtsanwaltes ist bereits während der Lizenzverhandlungen empfehlenswert, denn nach meinen Erfahrungen sucht ein Lizenzfachmann mit seinen Bemühungen einen praktischen Weg für beide Verhandlungspartner. Stellt sich aber der Lizenznehmer später aus irgendwelchen Gründen quer, dann muß die Möglichkeit bestehen, das Vertragsverhältnis ohne viel Federlesen beenden zu können. Dies nach juristischen Gesichtspunkten von Anfang an in dem Lizenzvertrag zu berücksichtigen, ist die Aufgabe eines guten Rechtsanwaltes.


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Lizenzvergabe ins Ausland - der bessere Weg? Viele Gespräche mit erfahrenen Erfinderkollegen haben mir verdeutlicht, daß in unserer Gesellschaft ein vollkommen .Falsches Denken. vorherrschen muß. Denn wie soll man sonst einem einfachen Menschen mit einem logischen Verstand klarmachen, daß viele erstklassige Erfindungen erst einmal ins Ausland gingen, um von dort wieder erfolgreich auf unserem Markt verwertet zu werden. Volkswirtschaftlich gesehen ist so etwas natürlich eine Katastrophe, aber Alexander Kückens kann das aus eigener Erfahrung bestätigen (Bild der Wissenschaft Nr. 2/87 S.106): Spezialisten, die er für seine Ideen zu begeistern suchte und denen er auch schon konkrete Pläne vorgelegt hatte, lehnten seine Vorschläge jedoch rundweg ab. So etwas sei völlig unmöglich, Stahl sei schließlich kein Papier argumentierten sie. Dadurch wurde Kückens erst recht angespornt. Er war von der Konzeption des schraubenförmig verschweißten Rohres so sehr überzeugt, daß er wieder nach Deutschland zurückkehrte, ein kleines Ingenieurbüro gründete und den Kampf gegen den Stand des Wissens aufnahm. Seither hat der technische Querdenker jeden Respekt vor jenen Wissenschaftlern und Spezialisten verloren, die .durch die übermittelte Schulweisheit den technologischen Fortschritt bremsen und die Denkprozesse nur in den gelenkten Bahnen abwickeln können., so Kückens. Die Herstellung einer hochwertigen Schweißnaht gestaltete sich schwieriger als ursprünglich angenommen. Doch Kückens ließ seine internationalen Kontakte spielen und fand in dem


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japanischen Konzern .Nippon Steel. einen finanzstarken Interessenten. Die Großzügigkeit der Japaner zahlt sich für die fernöstlichen Stahlproduzenten bis heute aus: Mit dem .Kückens-Prozeß. setzt Nippon Steel jährlich bis zu einer Milliarde um. Transkontinentale Pipelines wären ohne diese Technik undenkbar. .Dieses Geschäft hätten genausogut deutsche Firmen machen können, wenn sie mich nicht so sehr bekämpft hätten. kommentiert Kückens. An dieser Erfahrung, die Alexander Kückens vor mehr als 30 Jahren machen mußte, hat sich bis heute in unserem Lande noch nichts geändert, wie wir aus seinen kürzlichen Erlebnissen mit seinem CARBORAINVerfahren ersehen konnten. Es sind aber nicht nur die engstirnigen Fachleute in unserer Industrie, die so massiv unverständlichen Widerstand leisten, sondern dieses irrationale Verhalten setzt sich zu unseren Politikern fort, die ja nichts anderes als Paladine der Wirtschaft sind. Ein weiteres Beispiel für diese .krebsartigen. und für uns so folgenschweren Fehlentwicklungen finden wir in den Erlebnissen von Hans Sauer, der erst nach Japan reisen mußte, um dort hervorragende Partner für die Gründung einer gemeinsamen Firma in Deutschland zu finden (DABEI-Handbuch für Erfinder und Unternehmer S. 413): Bei der Suche nach geeigneten Lizenznehmern stellte sich heraus, daß es solche hierzulande nicht gab. So klagte z. B. die ITT gegen ein angebotenes Schutzrecht (ohne Erfolg), und ein Unterhändler der Siemens AG fragte - nach jahrelangem Hinhalten -. ob geglaubt worden wäre,


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meine ehemaligen Vorgesetzten würden nun Lizenzen nehmen. Für eine Eigenproduktion fehlten mir damals 3 Millionen DM. Um dennoch ohne Fremdkapital zu marktfähigen Produkten zu kommen, wurden acht japanische Firmen gefragt, ob sie Relais nach vorgelegten Zeichnungen preiswert bauen und liefern könnten. Als Anreiz bot ich Lizenzrechte für Asien an. Alle acht Firmen wollten kooperieren. Besonders sorgfältig ging Matsushita Elektronic Works, Ltd. (MEW) zu Werke, und weil mich auch der damalige Leiter der F&E, Mr. K. Kobayashi, stark beindruckte, gab es im Grunde keine .Qual der Wahl..... Die MS-Relais GmbH gehört zu 40% MEW und zu 60% SDS (Sicher Durch System)-Elektro GmbH.


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VII Fertigung im eigenen Betrieb und Kooperationen


Am Anfang steht immer der Prototyp Wie wir bereits in Verbindung mit der Suche nach Lizenznehmern gesehen haben, steht am Anfang immer der Prototyp. Er stellt nichts anderes dar als eine materialisierte Form unserer . u.U. sehr aufwendigen und mit Rückschlägen gepflasterten . .geistigen. Bemühungen. Aber die Tortur geht weiter! Sehr schön ist dies in der Biographie über .Diesel. nachzulesen, wie lange es dauerte, bis aus der genialen Idee der erste funktionierende Diesel-Motor entstand. Zur Herstellung eines Prototyp benötigen wir normalerweise mehrere Partner und meistens für unsere bescheidenen Verhältnisse viel Geld. Letzteres ist bei der Bank leider nicht zu bekommen, denn bis jetzt werden .Geistesblitze. - auch wenn erteilte Patente vorliegen - nicht beliehen. Vielleicht finden Sie Hilfe beim Erfinderzentrum Norddeutschland, wie es mir gelungen ist? Auch in den sogenannten Erfinderwerkstätten stehen Helfer mit Rat und Tat zur Seite. Mein persönlicher .Wunschtraum., den ich sicherlich auch einmal selbst verwirklichen darf, stellen .Förderer. dar, die ihr Kapital nicht in Aktien anlegen, die - wie wir gesehen haben - über Nacht ihren Wert verlieren, sondern jungen Menschen mit großartigen Ideen und einem zupackenden Idealismus .unter die Arme greifen.. Vielleicht fühlt sich einer dieser noblen Damen oder Herren beim Lesen dieser Zeilen angesprochen?


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Von der Patentschrift zum Pflichtenheft Während es in der Patentschrift in erster Linie darum ging, die Erfindung in ihrer gesamten Ausgestaltung zu beschreiben und für den Prüfer im Patentamt nachvollziehbar zu gestalten, stellt das Pflichtenheft eine Auflistung aller gewünschten Funktionsweisen dar. Dadurch soll sichergestellt werden, daß auch ja nichts von der Grundidee auf dem Wege zum Prototyp und in die anschließende Nullserie verloren geht. Es kann sogar sein, daß nach der Formulierung der Patentschrift sich völlig neue Gesichtspunkte ergaben, die bei der Entwicklungsarbeit berücksichtigt werden müssen. Dieser recht interessante und manchmal sehr komplexe Vorgang stellt ein Arbeiten auf mehreren Ebenen dar. Zuerst war bekanntlich die Idee, der .Geistesblitz. - also ein rein geistiger Vorgang. Dann kam die .Materialisierung. in Form der Patentschrift. Für die Ausarbeitung des Pflichtenheftes ist es dann notwendig, sich erneut ein geistiges Bild der Erfindung (unter Zuhilfenahme der Patentzeichnungen) zu machen. Denn wir müssen nun - gewissermaßen wie Diesel seinen Motor - unsere Erfindung in allen seinen Funktionen in Betrieb erkennen können, sogar das Schmieröl riechen und den Auspuff qualmen sehen. Erst dann wird es uns gelingen, ein tadelloses Pflichtenheft zu schreiben. Die Nullserie als erster Schritt in die Fertigung Der Prototyp hat in erster Linie die Aufgabe, das einwandfreie Funktionieren unserer Idee nachzuweisen. Im Prinzip ist dies auch mit einem .fischertechnik.- Baukasten (von Artur Fischer) möglich. Ganze Produktionsanlagen werden auf diese Weise nachgebaut und im


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Betrieb simuliert. Die Nullserie dagegen stellt den allerersten Schritt in die Fertigung dar, und das ist eine Frage der Teamarbeit mit verschiedenen Fachleuten aus dem Betrieb. Der Prototyp wird deshalb sehr intensiv von verschiedenen Fachleuten analysiert. Deren Wissen und Erfahrung ermöglicht es dann in einer Art .Synthese. eine Ausführung unserer Erfindung zu schaffen, die alle Bedingungen des Fertigungsbetriebes berücksichtigt. Um das Fehlerrisiko und die Kosten niedrig zu halten beginnt man erst in kleinen Serien zu bauen - der Nullserie. So wie bei Volkswagen das neue Wagenmodell erst in einer kleinen Fertigungsstraße probeweise gebaut wird, bevor es in die Großfertigung gelangt. Beim genauen Studieren der Automontage lassen sich dort Fehler und Mängel noch rechtzeitig erkennen und ausbessern. In der Großserie wäre das zu spät.


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Mit der Serienfertigung zum Markterfolg Am Beispiel des neuen Wagenmodells bei Volkswagen habe ich ihnen den Unterschied zwischen der Nullserie und der Serienfertigung verdeutlicht. Nun ist das Ganze natürlich sehr viel komplizierter, denn unsere Erfindung soll sich ja auch im Markt durchsetzen. Dazu benötigen wir Rückinformationen von dort. Kommt unsere Idee überhaupt an, wie bewährt sie sich im harten Einsatz vor Ort? All dies sind Fragen, die natürlich mit Modellen aus der Nullserie beantwortet werden. Ist auf diesem Wege auch der letzte Zweifel beseitigt, dann wird es ernst, denn dann geht es in die Serienfertigung. Und das ist gewissermaßen: .The way of no return.. Nun kann uns nur noch der Erfolg im Markt vor dem Untergang retten. Je gewissenhafter wir die einzelnen Stufen von der Patentschrift, über das Pflichtenheft, den Prototyp und die Nullserie bearbeitet, analysiert und verbessert haben, um so geringer ist auch das Risiko des Scheiterns, das uns keine Macht der Welt abnehmen kann. Der Betriebstest für unseren Prototyp Dies ist die erste Bewährungsprobe im praktischen Einsatz, die vielerlei Funktionen zu erfüllen hat. Um beim Beispiel des Diesel - Motors zu bleiben: Kann überhaupt ein runder Lauf erreicht werden (Diesel hatte längere Zeit große Schwierigkeiten damit). Läßt der Motor sich einwandfrei starten? Wie sehen die Verbrauchswerte aus? Stimmen die theoretischen Überlegungen mit dem praktischen Betrieb überein (auch hierbei mußte unser großes Erfinder - Vorbild beträchtliche Abstriche machen). Eben fällt mir noch ein, daß Diesel in Österreich einen funktionierenden Prototyp seines Motors vorstellen mußte, um ein


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Patent zu erhalten. Es klappte mit hängen und würgen! Meines Wissens nach müssen heutzutage in keinem Land der Welt mehr diese Bedingungen erfüllt werden. Als .Bühne. für die Durchführung dieses Betriebstests sollten wir einen befreundeten Betrieb aussuchen, der aller Voraussicht nach unsere Erfindung später in seinen Anlagen einsetzen will. Dies hat mehrere Vorteile. Wir erhalten damit ein relativ neutrales und kritisches Urteil über unsere Innovation. Wahrscheinlich liefert uns der Kunde auch vorzügliche Verbesserungsvorschläge. Und falls unser .Geisteskind. in der rauhen Wirklichkeit wirklich das hält, was es verspricht, dann ist für uns der .Testkunde. auch die beste Referenz. Die Evolution unserer Erfindung Wenn ich wieder auf das Volkswagen-Modell zurückgreifen darf, dann wissen wir alle, daß nach einer gewissen Zeit verbesserte und optisch überarbeitete Autos auf den Markt kommen. Genauso geht es mit unserer Erfindung. Nur sind hierbei noch andere Aspekte, wie z. B. die Kostendegression in der Fertigung zu berücksichtigen. Mit den niedrigeren Verkaufspreisen lassen sich vielleicht neue Märkte erschließen, die ganz neue Entwicklungen erfordern. Bei den nun vorliegenden Marktkenntnissen ist das Risiko für .flops. sehr viel geringer. Eine meiner Erfindungen sollte beispielsweise ursprünglich nur zur Kavitationsüberwachung von Pumpen in Eindampfanlagen zum Einsatz kommen. Die Siemens - Tochter KWU, die in enger Zusammenarbeit mit meinem schwierigen Lizenznehmer die erforderliche Mikroelektronik entwickelt hat, arbeitet heute an Einsatzfällen für Kernkraftwerke, Solaranlagen und Heizungspumpen mit preiswerten Lösungen und hoher Stückzahl.


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Gemeinsam sind wir stark - die Frage von Kooperationen Bereits bei der Herstellung des Prototyps können unabhängige Werkstätten, Ingenieurbüros und Elektronik-Fachleute eingeschaltet werden. Als Hans - D. Kreft, der Erfinder des elektronischen Schlüssels und Artur-Fischer-DABEI-Preisträger 1986, vor der entscheidenden Frage stand, mit wem er kooperieren sollte, entschied er sich für Zeiss- Ikon. Für diese Firma fertigt er nun in seinem eigenen Betrieb die elektronischen Komponenten, und er ist mit dieser Lösung sehr zufrieden. Schwieriger gestaltet sich, sagte er mir einmal, die Situation bei seinem andern .Geisteskind., der berührungslosen Chipkarte. Dort hat er, neben Zeiss-Ikon, noch einen weiteren Kooperationspartner, nämlich Valvo (eine Philipps-Tochter). Aber auch dies ist mit gutem Willen zu schaffen, .wenn man wie ein Treiber den Elefanten ab und zu einmal einen kleinen Stich gibt.. Wie ich schon bei der Frage der Lizenzpartner sagte, müssen wir uns bei der Wahl unserer Kooperationspartner vertrauensvoll auf unseren 6. Sinn oder die ASW verlassen. Vielleicht sollten wir auch beherzigen, was uns Hans Sauer dazu zu sagen hat: .In der Tat hat MEW immer mehr geboten als versprochen. und weil das offenbar auch umgekehrt so empfunden wurde, wuchs das gegenseitige Vertrauen in einem für Außenstehende unbegreiflichen Maß..


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Synergieeffekte oder das Prinzip des Zusammenwirkens Volkswagen baut elektrische Komponenten, wie Scheibenwischermotor und Starter, nicht selber, sondern läßt sich diese von Bosch anliefern. So gibt es in jedem Auto hunderte von Teilen, die bei anderen Firmen hergestellt werden. Ausgehend von der excellenten Erfahrung der Japaner sind auch bei uns die Fahrzeughersteller davon abgekommen noch irgendwelche Teile von Zulieferfirmen auf Lager zu legen. In der modernen Fertigung transportiert der Zulieferer gewissermaßen bis zum Montageband. Dazu bedarf es ausgeklügelter Computer-Systeme, um die Fertigung ohne Unterbrechung betreiben zu können. Die Gewerkschaften haben den systembedingten Schwachpunkt sehr schnell erkannt und dafür die .Minimax-Strategie. bei Lohnstreiks angewendet. Sie haben einfach wichtige Zulieferfirmen bestreikt und dadurch die Automobilhersteller lahmgelegt. Es bleibt also Ihnen überlassen, inwieweit Sie sich durch Synergieeffekte In neue Abhängigkeiten, die selbstverständlich auch Vorteile bringen, begeben. Mit dem Wissen der anderen Geschäfte machen Nichts anderes bedeutet aus unserer Sicht der Technologie- Transfer dar. Da wir im Rahmen dieser Arbeit die Fertigung im eigenen Betrieb betrachten, stellt sich für Sie die Frage, wie Sie neue Ideen und Erfindungen für Ihren Betrieb übernehmen können. Nun befinden Sie sich also in sich in der Position des Lizenznehmers. Und aus dieser Sicht gelten die gleichen Regeln, wie ich sie bereits beschreiben habe, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Sie können genauso Lizenzbörsen nutzen und Lizenzvermittler einschalten. Da Sie ihren Absatzmarkt ganz gut kennen sollten, haben Sie ein Gespür für neue Möglichkeiten entwickelt. Schwieriger wird es, wenn Sie sich auf völlig neues Terrain begeben und etwas ganz Neues herstellen wollen. Dann kann ich Ihnen nur die .Zweifuß-Strategie. empfehlen: .Mit einem Bein immer auf


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der Erde bleiben, bevor das andere nicht fest steht.. Also bitte nicht von einem Markt in den anderen Markt springen - da erleiden Sie garantiert Schiffbruch. Aufgrund meiner persönlichen Erfahrung gewann ich den Eindruck, daß der Technologie-Transfer in kleineren Ländern, wie Dänemark, sehr viel besser funktioniert und intensiver betrieben wird. Dies hängt wohl mit der ausgeprägten Exportorientierung zusammen. Ich gebe Ihnen deshalb den guten Rat: .Schauen Sie Ihren T echnologie- Transfer-Bemühungen über die Landesgrenzen. Dort finden sich u. U. Ideen, die für Sie sehr nützlich sein können..


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Die Rechtsform des Betriebes Mir ist es schwergefallen, hierüber zu schreiben, da ich ungern etwas wiedergeben möchte, was ich mir irgendwo angelesen und nicht verdaut habe. Haben Sie deshalb Verständnis, wenn ich mich zu diesem Thema lapidar äußere: .Small is beautiful.. Damit meine ich, daß es wenig Sinn hat, Firmenkonstruktionen zu wählen, die vielleicht deshalb so gestaltet sind, um leichter Kredite zu bekommen. Das geht dann sicher ins Auge. Orientieren wir uns doch an der Natur: Dort funktionieren kleine Einheiten hervorragend. Und viele kleine Betriebe geben Chancen für neue Arbeitsplätze, die wir so dringend benötigen. In unserer heutigen Wirtschaft herrscht ein .teuflischer. Mechanismus, der riesige Konzerne geschaffen hat, die immer perfekter funktionieren und in denen immer weniger Menschen Arbeit und Brot finden. Ich meine, wir sollten die Frage der Rechtsform auch an diesen Beispielen messen. Weitere, nützliche Informationen zu diesem Thema finden Sie in Nachschlagewerken, wie den .Erfolgsberater.. Das Finanzamt als unberechenbarer Partner Finanzämter sind eine lebensnotwendige Einrichtung unserer Gesellschaft. Aber wie alle Behördeneinrichtungen sind sie für den Normalbürger leider unkalkulierbar. Da liegt in der Natur der Sache. Wie soll ein Finanzbeamter einen zuverlässigen Rat geben können, wenn seine Arbeitsgrundlagen fortlaufend geändert werden und er selbst kaum Zeit hat, sich auf dem Laufenden zu halten. Irgendwie erinnert mich diese


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Situation an die Kernphysiker, die mit immer tieferen Eindringen in ihre Materie erkennen mußten, daß sie immer weniger wissen. Dies führte ja bekanntlich zu dem von Fritjof Capra beschriebenen Paradigmenwechsel in der Physik. Da eine derartige Veränderung im Bereich des Finanzwesens nicht zu erwarten ist, kann ich Ihnen nur empfehlen, mit dem Finanzbeamten etwas mehr Verständnis zu haben, wenn er Ihre Finanzprobleme mit anderen Augen sieht und seien Sie kooperativ. Er wird es Ihnen danken. Mitarbeiter als Partner im Betrieb Sie können nicht alles alleine machen. Irgendwann werden Sie erkennen, daß Ihnen die Arbeit über den Kopf wächst und der Streß immer größer wird. Dies ist nicht nur tödlich für Ihre Gesundheit, sondern auch für Ihre Kreativität. Viele empfehlen die Mitarbeit der Ehefrau im Betrieb. Dies hat auch steuerliche Vorteile. Meine eigenen Erfahrungen mit diesem Vorschlag waren negativ, da meine Frau keinerlei Verständnis für meine Arbeit aufbrachte und mich liebendgerne wieder als Angestellter mit einem festen Gehalt gesehen hätte. Sehr viel positiver waren die Erfahrungen mit meinem Sohn, der mir eine hervorragende Hilfe in allen Computerfragen war. Er zeigte sich voll motiviert, und dies ist für mich das Richtmaß für jeden Mitarbeiter. Sieht Ihr Partner seinen Job in erster Linie als Broterwerb und denkt er nur in .Wochenenden. und .Urlaubsreisen., dann ist er für Sie eine Fehlinvestition.


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Das organisierte Chaos Ich habe in meinem Berufsleben Firmen kennengelernt, die waren so perfekt organisiert und für alles gab es ein Formblatt, daß die Hereinnahme von Anfragen nicht mehr erforderlich war. Die Mitarbeiter waren reichlich mit hausinterner Organisation ausgelastet. Ich habe sehr schnell die implizierten Probleme erkannt und mir eine Arbeit bei einer weniger perfekt organisierten Firma gesucht. Damit kommen wir zum Kernpunkt jeglichen Organisierens: Es muß eine vernünftige Relation zwischen Aufwand und Nutzen bestehen. Beim geschilderten Beispiel war der effektive Nutzen gering, denn die Wirtschaftlichkeit des Betriebes bezüglich seiner Marktaktivitäten wurde überhaupt nicht verbessert. Und bei unserer Wirtschaftsform sind nun einmal die Erfolge im Markt, oder anders ausgedrückt die Aufträge, entscheidend. Sehr nützlich sind jegliche Formen von Checklisten. Warum? Eine Checkliste ist eine Herausforderung an unseren Geist. Soll sie nämlich einen Nutzen haben, dann geht der Erstellung eine sehr intensive Phase des Nachdenkens und Überlegens über unsere Arbeit voraus. Wie beim Erfinden können sich dabei völlig neue Perspektiven ergeben, die unsere Tätigkeit beträchtlich erleichtern können. Ist die Checkliste einmal ausgearbeitet, dann gibt sie uns ein hervorragendes Gefühl der Erleichterung. Wir wissen, alles ist berücksichtigt, und wir können bei der Arbeit unseren Geist auch einmal mit einer neuen Erfindung beschäftigen. Aber auch hier möchte ich warnen: .Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.. Überarbeiten Sie Ihre Checklisten in regelmäßigen Abständen und bringen Sie diese auf den neuesten Stand.


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Ohne Geld läuft nichts Hier kommen wir zu einem besonders traurigen Kapitel des Erfinderdaseins. Wie oft habe ich Kollegen klagen gehört, die beträchtliche Darlehen erhielten, die sie gerade zu dem Zeitpunkt zurückzahlen sollten, wo größere Schwierigkeiten bei der Vermarktung ihrer Erfindung eingetreten waren. Dies ist dann normalerweise das .Aus. und ein Fall für die Sammlung .traurige Erfinderschicksale.. Das Ei des Kolumbus ist in Finanzierungsfragen noch lange nicht gefunden. Die Banken sind dafür nicht die richtigen Gesprächspartner, denn deren Denken in .Sicherheiten. verhält sich diametral zu den .Unsicherheiten., die bei jeder Erfindung auf dem Weg zum Markterfolg eintreten können. Der Gesprächspartner bei der Bank kann sich in die abenteuerliche Welt des Erfinders nicht hineindenken. Vielleicht erfüllen die kürzliche Dollarund Börsenkrise ihren einzig notwendigen Zweck: Zum .Neuen Denken. herauszufordern und dabei zu erkennen, daß es die vielen leidgeprüften Erfinder sind, die einen Beitrag für eine bessere Zukunft leisten wollen. Die wenigsten von ihnen träumen davon reich zu werden, sondern tun ihre nervenaufreibende Arbeit aus tiefster ethischer Überzeugung. Leasing oder die trügerische Sicherheit Leasing ist eine besondere Form der Finanzierung, die ähnliche Risiken wie das Erfinderdarlehen in sich birgt. Die Erfahrung vieler Erfinder zeigt, daß die beträchtlichen Rückschläge erst nach mehreren Jahren eintreten. Und wenn dann das Geld für die Rückzahlung der Darlehen fehlt, kann es auch zu Engpässen bei den Leasing-Raten kommen. Die Idee


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der Technologiezentren könnte zu diesem Aspekt einen nützlichen Beitrag leisten. Denn deren Organisation sieht so aus, daß für Büroarbeiten, Computerberechnungen und Informationsdienste gemeinsam genutzte Einrichtungen zur Verfügung stehen. Die Leasing- Kosten werden dann gleichmäßig unter den Partnern aufgeteilt, und das vermindert die finanzielle Belastung für den Einzelnen beträchtlich. Leider haben die Technologiezentren einen ganz anderen Schönheitsfehler: die fehlende Einbindung in den Markt. Darauf komme ich später noch einmal zurück.


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Der Konkurs ist das Ende allen Strebens? Wir leben in einer Gesellschaft, in der nichts schlimmer ist als der Mißerfolg. Nehmen wir Boris Becker: Ist er nicht ein armer Teufel, da er keine Erfolge mehr vorweisen kann? Oder warum werden die vielen Arbeitslosen wie Menschen zweiter Klasse behandelt? Sind das nicht auch Geschöpfe Gottes? Es ist ganz sicher etwas falsch mit unserem materialistischen Denken, bei dem nur der Erfolg zählt. Jede erfinderische Tätigkeit birgt aber das Risiko des Mißerfolges und des finanziellen Scheiterns in sich. Erfinder genießen in der Bundesrepublik Deutschland - - im Gegensatz zu anderen Ländern wie Japan - nur ein geringes Ansehen. Der Kampf gegen die Mühlen der Bürokratie und die Konkurrenz der Industrie hat schon manchen verzweifeln lassen, schreibt dazu das .Bild der Wissenschaft Nr. 2/87 S. 104.. Ich bin deshalb mit meinem Artur-Fischer-DABEI-Preisträger-Kollegen, Hans-D. Kreft, der Meinung, daß es unsere Aufgabe ist, frei und offen über alle Probleme des Erfinderdaseins zu reden und dabei kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Hans-D. Kreft ist dafür ein bemerkenswertes Vorbild (DABEIHandbuch für Erfinder und Unternehmer S. 405): Mit gut einer Million Schulden, einigen treuen Mitarbeitern, enttäuschten Banken, immer noch an mich glaubenden Kunden und ärgerlichen Wählern in meiner Heimatstadt lag mir damals nach meiner unternehmerischen Pleite ein Spruch auf den Lippen: .Ich kann den Rest meines Lebens bei Rotwein, Käse und Weißbrot unter den Brücken von Paris verbringen, indem ich mein tägliches Geld durch das Reparieren von Fernsehern verdiene oder ich muß wieder als Unternehmer anfangen,


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denn als Angestellter kann ich niemals meine Schulden abzahlen.. Ich habe mich wieder für den Erfinder/Unternehmer entschieden und, während mein damaliges Scheitern meiner Firma nach zwei Jahren ein Ende bereitete, existiert meine jetzige Firma fast zehn Jahre, ist größer und gesund.


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VIII Der Markt bestimmt den Erfolg


Am Anfang steht die Werbung Jeder Bäcker um die Ecke weiß heute, daß er ohne Werbung nicht überleben kann. Presse, Funk und Fernsehen überfluten uns tagtäglich mit einem wahren Strom an Informationen. Und wie sollen wir mit unserer kleinen Erfindung noch Gehör finden? Sicherlich ist es die Aufgabe des Lizenznehmers, Werbung für unsere Innovation zu treiben. So steht es ja auch im Lizenzvertrag. Aber Papier ist bekanntlich sehr geduldig. Wir kommen also nicht umhin, uns selbst zu bemühen, wenn wir denn .durchschlagenden. Erfolg im Markt wollen. Meine persönliche Erfahrung hat mir gezeigt, daß es immer sinnvoll ist, an vorderster Front, also im Markt aktiv zu sein. Niemand kennt seine Erfindung besser als der Erfinder. Konflikte lassen sich dabei mit dem Lizenznehmer nicht vermeiden, denn das Wort Kooperation ist in unserer Industriegesellschaft leider immer noch ein Fremdwort. Wie kann nun eine Werbung aussehen? Sie wird sich nach dem potentiellen Anwender richten müssen. Sitzen diese in der Industrie, dann müssen sie über Fachartikel Aufmerksamkeit erregen und möglichst viele Vorträge halten. Der Verbraucher ist sehr leicht über das Medium Fernsehen zu erreichen. Ein TV-Werbefilm ist für Sie, genausowenig wie für Ihren Lizenznehmer, zu bezahlen. Meiner Meinung nach bietet aber das Kabelfernsehen aber eine phantastische Chance und Herausforderung für Erfinder. Der Bedarf an Berichtenswertem wird auch dort immer größer. Man hat langsam erkannt, daß Horrorfilme und Katastrophenmeldungen schreckliche Auswirkungen auf die menschliche Psyche haben und einen immer mehr um sich greifenden Stress bewirken.


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Deshalb sehe ich eine große Chance für ein .Positives Fernsehen.. Mein väterlicher Freund, Generalkonsul Norbert Handwerk, ist dafür mit seiner Filmserie .Erfolgserlebnis. ein schönes Beispiel. Ich habe selbst angenehme Erfahrungen mit einer Talkrunde über .Positives Denken und Erfinder. gemacht, zu der mich Erhard Freitag eingeladen hat. Leider konnte er - meines Wissens - bisher noch keinen Sender finden, der seine bemerkenswerte Idee ausstrahlen will. Vielleicht sind wir zu sehr dazu erzogen, uns im Hintergrund zu halten. Als Erfinder nützt uns das wenig, denn da gilt es: .Man muß sich (und seine Ideen) jeden Tag verkaufen!. Es gibt viele Möglichkeiten Werbung zu treiben, die ich hier im Einzelnen garnicht aufführen kann, aber immer gilt: Der Erfinder ist mit seiner Erfindung untrennbar verbunden. Es ist als ob das .Geisteskind. sein Leben verlieren würde, wenn wir es vernachlässigen. Diesel und seine geniale Erfindung, der Diesel-Motor, sollte uns hierfür ein leuchtendes Vorbild sein. Wettbewerbe sind ein geschicktes Werbemittel Für jedes neue Waschmittel werden Preisausschreiben oder Wettbewerbe veranstaltet. Warum sollte nicht auch der Erfinder diese Mög1ichkeit nutzen? Aber wie fängt man.s an? Dem Einfallsreichtum sind da keine Grenzen gesetzt, und ich kann zu diesem Thema nur Anregungen geben. In der Literatur (Rainer Fabian: Die Meinungsmacher - Eine heimliche Großmacht) habe ich ein schönes Beispiel gefunden, das auch die Wirkungsweise von Public Relations verdeutlicht:


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Propaganda: Ford kündigt neue Modelle an. Publicity: Ford läßt Autos dreimal um die Erde fahren. Public Relations: Ford veranstaltet einen Wettbewerb .Auto von morgen. und verwirklicht einige Vorschläge. Udo Pollmer (.Iß und stirb.) hat mir in diesem Zusammenhang einmal gesagt, daß Zeitschriften, wie CHANCEN, die es mit einer besseren Zukunft ernst meinen, nur das Bewußtsein verändern können. Wirkungen für den einze1nen Erfinder sind für sie kaum möglich. Ich sprach damals mit ihm über die traurigen Erlebnisse des Ihnen gutbekannten Alexander Kückens, der kurz danach den Vertrag mit dem dänischen Konzern für sein CARBORAIN-Verfahren abschloß. Vielleicht sind diese Zeilen auch Anregung für motivierte Redakteure, in ihren Magazinen regelrechte Wettbewerbe für Innovationen durchzuführen, an denen sich die Leser aktiv beteiligen können. Unsere .Freunde. aus der Industrie und der Politik haben und haben da einiges voraus. Sie haben immer schon gewußt, die Medien für ihre Zwecke zu nutzen. Marketing Vor einiger Zeit habe ich einen Vortrag zum Thema .Marketing und Verkauf. im Rahmen eines Seminars der Gilde der Selbständigen und Führungskräfte innerhalb der Ganzheitlichen Methodik e.V. gehalten und darüber auch eine Veröffentlichung .Marketing - eine Unternehmensaufgabe! . (Molkereizeitug WELT DER MILCH Nr. 12/1986) geschrieben. Mir ging es bei meiner Darstellung des Marketings darum,


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anhand der unübersehbaren Manipulationen der Verbraucher, die Aufmerksamkeit auf fehlende ethische Prinzipien zu lenken: - vor dem Nutzenernten kommt immer zuerst das Nutzenbieten - Vertrauen gegen Vertrauen, - keine kriminellen Handlungen begehen, - Geldgier führt ins Verderben, - niemanden gesundheitlich schädigen, - Dankbarkeit zeigen, - wertvollen Menschen helfen. Gewiß steckt hinter diesen Worten sehr viel idealistisches Denken und nicht umsonst habe ich als Publikationsorgan eine Fachzeitung der Molkereiwirtschaft gewählt. Dort wird mit der Gesundheit der Verbraucher in einer unbegreiflichen Art und Weise .Schindluder. (nachzulesen in .Iß und stirb.) getrieben, .daß es zum Himmel stinkt.. Ich habe noch die Worte eines bekannten Molkereidirektors im Ohr, der auf die Frage nach besseren Produkten für Gesundheitskostläden und Vollwertkostrestaurants antwortete: .Unsere Molkereiprodukte sind so gut, die sind nicht zu verbessern!. Er sollte sich folgende Äußerungen eines namhaften Repräsentanten aus dem Handel, der jetzt als selbständiger Unternehmensberater arbeitet, zu Gemüte führen (Milch-Marketing Nr. 11/87 S. 52): Kritisiert wird auch das vielfach noch vorhandene .Milchvernichtungsdenken ., die Milchverwertung mit perfekter Technologie, oft leider ohne Rücksicht auf Produkte mit Marktchancen. Warum machen viele Betriebe eigentlich so wenig aus Milch? Im Handel hat man oft den Eindruck, daß es nur um Verwertungsdenken und Milchvernichtung mit perfekter Technologie geht.


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Wenn Sie von mir eine längere Abhandlung über Marketingstrategien erwarten, muß ich Sie leider enttäuschen, denn das können Sie in Fachbüchern detailliert nachlesen. Mir geht es beim .Marketing. darum, Ihnen die Augen für die .echten. Bedürfnisse der Menschen zu öffnen. Meditieren Sie selbst über die aufgeführten ethischen Prinzipien, dann werden Ihnen herrliche Ideen einfallen, wie Sie Ihren Mitmenschen .Nutzenbieten. und Beiträge zur Arterhaltung leisten können. Der Markterfolg läßt dann nicht auf sich warten. Marktforschung als Rückinformation Wir haben im Verlaufe dieser Ausführungen bereits mehrere Situationen gesehen, bei denen uns die Marktforschung von großem Nutzen sein kann. Im Rahmen der Prototypentwicklung haben wir einen befreundeten Betrieb ausgewählt und dessen Meinung zu unserer Erfindung erkundet. Bei der Nullserie ist der Kreis der Befragten erweitert worden, und auch dies führte zu wertvollen Resultaten. Wie hierbei deutlich wird, bedeutet die Marktforschung eine fortlaufende Kommunikation mit dem Verbraucher und dem Kunden. Der ehemalige Chefredakteur Boenisch beschrieb den Erfolg der BILD - Zeitung mit folgenden Worten:.Wir liefern nur, was die Leser wollen.. Treffender kann man das Ziel einer guten Marktforschung nicht bezeichnen. Aufwand und Ertrag im Lichte der Preispolitik Jede Erfindung erfordert einen beträchtlichen finanziellen Aufwand bis zur Marktreife, und damit verbunden ist auch ein großes wirtschaftliches


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Risiko. Daß wir daran interessiert sind, diese Ausgaben durch entsprechend hohe Preise wieder hereinzuholen, ist selbstverständlich. Leider setzt uns da der Markt natürliche Grenzen. Betrachten wir das Beispiel der Personalcomputer. Als der APPLE - Computer auf den Markt kam, galt er vielerorts als Geheimtip und konnte entsprechend verkauft werden. Die Szene änderte sich schlagartig als .Big blue. auf der Bildfläche erschien. Sehr schnell gingen die Preise für Personalcomputer in den Keller und für viele ist dies nun kein Geschäft mehr. Der gegenseitige Druck der Anbieter ist einfach zu groß geworden. An diesem Beispiel läßt sich die Problematik der richtigen Preispolitik sehr gut verdeutlichen. Liegen die Preise zu hoch, dann finden sich nur wenige Interessenten. Ist der Preis akzeptabel und ein entsprechender Nutzen vorhanden, dann finden sich viele Nachfrager. Dies wiederum ruft aber neidische Wettbewerber auf die Bildfläche, die von dem Kuchen auch einen Bissen abhaben wollen. Hat sich herausgestellt, daß Ihr Produkt wirklich ein Renner ist, dann läßt man bei der Konkurrenz keinen Stein auf dem andern und ist sehr schnell mit einer preiswerteren Kopie auf dem Markt. Die farbigen Markierstifte sind dafür nur eines von vielen Beispielen. Den einzigen Ausweg aus diesem Dilemma stellt eine systematische Erfindungs- und Produktpolitik dar. Betrachten wir dazu die entsprechende Politik von AUDI, deren Motto beißt: .Fortschritt durch Technik.. Welche Würfe sind denen nicht schon gelungen: Die windschlüpfrige Karosserie, der Vierrad - Antrieb, die verzinkte Karosserie. Mercedes ist dagegen ein Waisenknabe. Allerdings bedient letztere einen ganz anderen Kundenkreis, der weniger Wert auf sportliches und energiesparendes Fahren, als auf Imagepflege legt.


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Fachzeitschriften als Weg zum Kunden Schon im Rahmen der Werbung habe ich dieses Thema kurz angeschnitten. In den Betrieben hat man heutzutage nur noch wenig Zeit, Fachzeitschriften in Ruhe zu studieren. Dagegen geht das Lesen von Kennzifferzeitschriften schnell vonstatten, da die Artikel sehr kurz gefaßt sind und viele Berichte über Neuentwicklungen, Dienstleistungen und Photos gebracht werden. Der eigentliche Trick ist die Kennziffer. Zu diesem Zwecke hat jeder Bericht und jede Veröffentlichung eine Nummer. Ist der Leser an weiterführenden Informationen oder Prospekten interessiert, dann .kennzeichnet. er auf einer beigefügten Karte die entsprechende Nummer. Und ab geht die Post! Aber was nützt das uns als Erfinder, werden Sie fragen? Meiner Meinung nach sehr viel, denn wir haben mit unserer Kennzifferzeitschrift ein ausgezeichnetes Medium, um in einen wertvollen Dialog mit unseren potentiellen Kunden zu treten. Nicht jeder erhält nämlich eine Kennzifferzeitschrift kostenlos. Dafür müssen verschiedene Forderungen, wie Ausbildung, Position in der Firma und Branche erfüllt sein. Danach bestimmt der Verlag, wer die Zeitschrift erhält und trennt dadurch Spreu vom Weizen. Ihre Aufgabe ist es nun, einen ausgezeichneten Kontakt zum Chefredakteur der Kennzifferzeitschrift herzustellen und ihn fortlaufend mit interessanten Informationen über Neuentwicklungen, Preisverleihungen und Umsatzerfolgen in Form von Pressemitteilungen zu versorgen. Irgendwann einmal wird er dann etwas von Ihnen veröffentlichen, und dann wird es spannend! Nun erhalten Sie vom Verlag fein säuberlich mit dem Computer geschrieben mehr oder weniger langen Adressenlisten von Interessenten, die sich für ihre Erfindungen


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interessieren. Diese dürfen Sie dann nicht enttäuschen, indem Sie die Listen in den Papierkorb werfen. Am Ende einer derartigen Aktion erhalten Sie vom Verlag noch eine Zusammenstel1ung, aus welchen Bereichen Ihre Kontaktpersonen kommen und u. U. aus welchen Ländern man Ihnen geschrieben hat. Ein besseres und kostengünstigeres Marktforschungsinstrument kann ich mir nicht vorstellen, zumal Sie mit Ihren potentiellen Kunden auch sprechen können, da sich in den Listen meistens deren Telefonnummern befinden. Vieles von dem hier gesagten trifft auch für normale Fachzeitschriften zu, insbesondere, was die fortlaufende Kontaktpflege mit dem zuständigen Redakteur anbelangt. Leider fehlen uns aber hier die direkten Verbindungen zu den möglichen Abnehmern. Konzepte und Strategien für den Markt Nun kommen wir zur Abteilung .Militärisches., denn nur so sind die phantastischen Erfolge der japanischen Firmen zu erklären. Für sie bedeutet eine Markteroberung nichts anderes als ein Krieg mit einer feindlichen Macht nur eben mit anderen Mitteln. Ich möchte fast behaupten, daß es sich um eine .gezähmte. Aggressionsform handelt, die früher unweigerlich zu Kriegen führte. Nicht umsonst sind als besonders kriegerisch bekannte Nationen, wie Japan und Deutschland, führend auf den Exportmärkten. Zu jedem Krieg gehören die Flaggen oder Fahnen. Ihr .ziviles. Gegenst ück findet sich bei den Markenzeichen. Alle Käufer fühlen sich unter dem besonderen Markenzeichen vereint. Als eine besonders gelungene


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Art von strategischer Kriegsführung möchte ich den ausgezeichneten Erfolg des deutschen Herrenbekleiders BOSS bezeichnen. Ihm ist es nämlich gelungen, daß seine jungen Kunden für ihn mit in den Krieg ziehen. Wie das denn? Vielleicht ist Ihnen selbst schon aufgefa1len, wieviele Autofahrer ihren Wagen mit dem BOSS-Zeichen geschmückt haben. Das nenne ich .Marketing par excellence., die die Firma BOSS keinen Pfennig kostet. Oder können Sie sich an den Streit zwischen BMW und AUDI in der Werbung über die Probleme der Wärmeeinstrahlung an der Frontscheibe erinnern? Dies ist doch nichts anderes als ein Krieg mit anderen Mitteln und soll das Interesse beim Verbraucher wecken, der dann natür1ich entscheiden muß, auf welcher Seite er mitkämpfen wi1l. Jeder Krieg erfordert sehr viel Vorbereitung. Hitler hatte dafür 6 Jahre notwendig. Das Drehbuch dafür, .Mein Kampf. hatte er aber schon zehn Jahre vorher auf der Festung Landsberg verfaßt. Weiterhin sind umfangreiche Manöver notwendig. Ganz geschickt ist aber auch ein kleiner Probekrieg, wie damals in Spanien. Und nicht zu übersehen die Generalstäbe, deren Aufgabe es ist, den Krieg im Sandkasten durchzuspielen. Ich habe Nomenklatur bewußt gewählt, um Ihnen die Analogien zu verdeutlichen, die bei der Erstellung von Konzepten und Strategien für unsere Markteroberung zu berücksichtigen sind. Nur sollen Sie Ihren Kunden mit miserablen Produkten nicht umbringen, sondern ihm helfen, ein gesünderes Leben in vollkommener Eintracht mit der Natur zu führen.


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Der direkte Kontakt mit dem Kunden Am Einfachsten ist es, wenn Sie ihn besuchen. Die entsprechenden Anschriften haben Sie aus einem Branchenbuch erhalten oder - wenn Sie sehr clever waren - über umfangreiche Aktionen in verschiedenen Kennzifferzeitschriften gesammelt. Melden Sie sich aber vorher telefonisch an, sonst gibt.s Ärger und ihre lange Reise war umsonst. Ich habe mir angewöhnt vor jeder Geschäftsreise meinen Computer zu befragen. Da ich den Postleitzahlenbereich kenne, den ich besuchen will, lasse ich mir alle gespeicherten Adressen unter diesen Nummern ausdrucken. Anschließend wird telefoniert und der Termin vereinbart. Diese Kundenkontakte sollten - neben der eventuellen Verkaufsmöglichkeit - auch als geschätzte Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und als Informationsquelle benutzt werden. Hören Sie sich genau an, was man Ihnen über die Marktsituation und über neue Trends berichtet. Sie sind goldwert, denn sie kommen von vorderster Front. Wir neigen alle dazu, zuviel zu reden. In einer derartigen Situation heißt es, die Ohren zu spitzen und auch die Untertöne mitzubekommen. Vielleicht haben Sie auch schon herausgefunden, welche Hobbys Ihr Gegenüber hat. Darüber mit ihm zu reden, wird ihn sehr freuen und seine Sorgen mit der Firma kurzzeitig vergessen lassen. Bevor Sie den Kunden verlassen, fragen Sie ihn, ob Sie noch in den Betrieb gehen dürfen. Eine derartige Gelegenheit sollten Sie zur Befragung der Mitarbeiter an den Anlagen nutzen. Da man Sie von den verschiedenen Besuchen her kennt, gibt man Ihnen sicherlich gerne Auskunft über Probleme und Schwierigkeiten mit den Maschinen und Einrichtungen. Irgendwann denken Sie auch einmal daran, ein kleines Präsent als Dankeschön mitzubringen.


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Bei derartigen Anlässen können Sie sich reichlich Anregung für neue Ideen holen, die vielleicht eines Tages der große Verkaufsschlager werden. So ist eine meiner Erfindungen entstanden, die eine vorbildliche Lösung für Lärmprobleme in Produktionsanlagen der Molkereiwirtschaft darstellt. Die Mitarbeiter in den Betrieben meiner Kunden beschwerten sich immer wieder über abscheulich hohe Schallpegel. Dies hat mir keine Ruhe gelassen, bis ich eine passable Lösung fand. Messen und Ausstellungen als Kontaktbörsen Derartige Gelegenheiten kennen Sie in mehrerlei Hinsicht nutzen. Suchen Sie neue Abnehmer für Ihre Produkte, dann sollten Sie als Aussteller daran teilnehmen. Da dies eine sehr teuere Angelegenheit ist, findet sich für Sie vielleicht ein Platz auf einem Gemeinschaftsstand, den die Länder, Kammern oder andere Technologie-Transfer-Einrichtungen organisiert haben. Die Messevorbereitung beginnt bereits sehr lange vor dem eigentlichen Start. Sie überlegen sich ganz genau, was Sie ausstellen wollen, welche Prospekte erforderlich sind und wie der Stand aussehen soll. Frühzeitig informieren Sie auch Ihre Kunden. Ganz Clevere verschicken Gutscheine für besondere Präsente, die dann am Stand abgeho1t werden müssen. Als sehr nützlich haben sich auch Antwortkarten erwiesen, auf denen der eventuelle Interessent vermerkt, wann er Sie auf der Messe besuchen will. Zur Messe kommen Sie immer frisch und ausgeruht, denn Sie brauchen Ihre ganze Kraft und ein Messetag ist lang. Vielleicht lassen in diesen anstrengenden Tagen den Finger ganz vom Alkohol. Ihre Besucher kommen hoffentlich in Scharen und geben Ihnen keine Ruhe. Bei aller Freude über diese Resonanz sollten Sie aber nicht vergessen, sich eifrig


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Notizen zu machen, was Sie mit wem besprochen . Vergessen Sie auch nicht, sich die Visitenkarten geben zu lassen. In Amerika ist man in dieser Hinsicht noch fortschrittlicher als bei uns. Keiner ist dort mehr bereit, Prospekte und anderes Informationsmaterial herumzuschleppen. Dafür gibt es eine kleine Plastikkarte im Scheckkartenformat, die jedem Messebesucher mit Name und Anschrift erhält. Auf jedem Stand befindet sich eine kleine Maschine, mit der Abzüge Plastikkarte auf ein besonderes Formular gemacht werden kann und die auch für zusätzliche Bemerkungen Platz hat. Der Rest ist Routine. Leider hat sich eine andere ausgezeichnete Idee, die ich in Südamerika kennengelernt habe, meines Wissens noch nirgendwo eingebürgert. Ich traf dort auf einer Geschäftsreise einen Repräsentanten einer amerikanischen Firma, der sich nicht nur die Visitenkarte seines Geschäftspartners geben ließ, sondern auch noch mit einer Polaroid- Kamera ein Photo von ihm machte. Beide Erinnerungsstücke heftete er zusammen. Er nannte mir als Grund für diese Vorgehensweise, daß er sich später so besser erinnern könne. Ich finde dies eine ausgezeichnete Idee. Eben fällt mir ein, daß diese von verschiedenen Firmen bereits praktiziert wird. Vor einiger Zeit hatte ich ein interessantes Gespräch mit zwei Mitarbeitern einer dänischen Reinigungsmittelfirma. Zu meiner Überraschung übergaben mir beide ihre Visitenkarten mit aufgedrucktem Photo. Eine Polaroid-Kamera ist, genauso wie ein Taschendiktiergerät, ein sehr nützliches Utensil, das bei sehr vielen Gelegenheiten, wie Reisen, Betriebsbesichtigungen und Messen treue Dienste leisten kann.


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Möchten Sie besondere Informationen sammeln, sich über Neuentwicklungen ein Bild machen oder allgemeinen Firmentratsch hören, dann sollten Sie sich am Messeeingang einen Katalog geben lassen. Bevor Sie dann mit Ihrer anstrengenden Wanderung durch die Hallen beginnen, setzen Sie sich erst in eine ruhige Ecke, trinken eine Tasse Kaffe und studieren aufmerksam Ihren Messekatalog. Daraus notieren Sie sich, wo Sie wen erreichen können und wie Sie am geschicktesten Ihre Wanderroute planen. Nehmen Sie sich nicht zu viele Stationen vor, wenn nach einer gewissen Zeit fällt Ihre Speicher- und Aufnahmekapazität rapide und weitere Gespräche sind dann zwecklos. Sinnvoller ist es dann, die Messe über mehrere Tage zu besuchen. Vielleicht finden sie Unterkunft bei einem guten Freund oder einer guten Bekannten, denn Hotelreservierungen sind zu Messezeiten ein .Glücksspiel.. Verhandlungs- und Verkaufstechniken: ein Geheimtip Wie jede Messe sollte auch jeder Kundenbesuch gründlich vorbereitet werden. In Ihrem Computer haben Sie wahrscheinlich alle wichtigen Informationen über den Kunden gespeichert, so daß Sie sehr schnell auf dem Laufenden sind. Natürlich erfüllen Karteikarten denselben Zweck. Nach dieser Vorarbeit kommt eine sehr wichtige Phase, die ich bei meiner Arbeit als äußerst nützlich empfunden habe und die ich Ihnen - gewissermaßen als Geheimtip - verraten möchte. Dr. Gustav Großmann hat ein ausgezeichnetes Buch mit dem Titel .Verhandlungserfolge methodisch vorbereiten. und zusätzlich eine Checkliste verfaßt, die in einem Arbeitsordner, der mitgeliefert wird, abgelegt ist. Gehen Sie diese Liste Punkt für Punkt durch, dann versetzen Sie sich auf .geistigem. Wege in ein Gespräch mit Ihrem Kunden und gelangen so an wichtige


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Informationen, die für den Erfolg Ihres Gespräches oder Ihrer Verkaufsverhandlung von großer Bedeutung sind. Diese Arbeit führen Sie mit den bereits bekannten Utensilien des Erfinders, nämlich Papier und Bleistift, schriftlich durch. Das hört sich alles sehr mühselig an, hat aber den entscheidenden Vorteil, daß Sie auch Ihr Unterbewußtsein mit entscheidenden Informationen füttern. Das gibt Ihnen sehr viel Vertrauen und Gelassenheit für Ihre wichtige Verhandlung. Sie vermeiden dadurch auch, daß ihnen das passiert, was man gemeinhin Treppenwitz nennt, und Ihnen wichtige Fragen erst nach der Verhandlung einfallen, wenn das Gespräch bereits beendet ist. Auf eine Gefahr dieser Vorgehensweise möchte ich Sie aber auch hinweisen. Derart vorzüglich vorbereitet, wollen Sie bei Ihrem Gesprächspartner möglichst alle Überlegungen der Vorbereitung vortragen und ja nichts vergessen. Dies kann Sie in eine Spannnungssituation bringen, in der Sie Ihren 6. Sinn oder die ASW zwangsläufig ausschalten und wichtige .Botschaften. des Gegenübers nicht mehr registrieren. Dieser kann dann den Eindruck gewinnen, daß Sie .einen Film abspulen. und seine Einwände oder Bemerkungen überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich nur immer wieder betonen, daß das .genaue Zuhörenkönnen. und konzentrierte Beobachten des Gesprächspartners über den Erfolg oder Mißerfolg entscheidet. Jede wichtige Verhandlung und jedes Verkaufsgespräch sollten Sie anschließend sehr gewissenhaft nachbereiten und auswerten. Sie können daraus sehr viel lernen. Alle Notizen werden in dem Arbeitsordner gesammelt.


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Reisen ins Ausland als Urlaub vom Alltag Ihre Arbeit als Erfinder bringt es mit sich, daß Sie auch eventuelle Interessenten im Ausland besuchen müssen. Von großem Nutzen ist dann, wenn Sie die Sprache dieses Landes oder zumindest englisch sprechen. In den seltensten Fällen können Sie erwarten, daß man sich mit ihnen in Ihrer Muttersprache unterhalten kann. Planen Sie bei derartigen Gelegenheiten auf jeden Fall mehrere Kundenkontakte und reichlich Zeit ein. Vielleicht laden Sie jemand ein, der Sie auf der Reise begleitet. Dies ist besonders angenehm, wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind und längere Strecken zurücklegen müssen. Eine wichtige Anlaufstelle im Ausland sind die Niederlassungen der Industrie- und Handelskammern. Dort werden Sie freundlich empfangen, und man ermöglicht Ihnen den bin Einblick in Branchenverzeichnisse und Warenkataloge. Weitere Hilfe sollten Sie nicht erwarten. Ihre Geschäftskontakte müssen Sie selbst suchen und betreuen. Suchen Sie Lizenznehmer, dann können Sie u. U. Lizenzvermittler einschalten. Deren Anschriften erhalten Sie ebenfalls von der genannten Einrichtung. Alles weitere ist ein mühseliges Klinkenputzen, das durch die Sprachbarriere noch erschwert werden kann. Mir haben meine Auslandskontakte, die ich mir im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit aufbauen konnte, sehr geholten. Dazu kommt meine Begabung für Fremdsprachen, sodaß ich auf Kenntnisse in fünf Sprachen zurückgreifen kann. Zur Pflege dieser Verbindungen plane ich jährlich mehrere Auslandsreisen ein. Den Kontakt mit dem Bauern Moritz Hansen von der dänischen Insel Fünen habe ich einem derartigen Routinebesuch zu verdanken.


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Eine schriftliche Aufarbeitung aller Gespräche und eine übersichtliche Sammlung aller Unterlagen ist von großer Bedeutung. Da Sie u. U. erst wieder nach Jahren mit einem ausländischen Kunden in Kontakt kommen, brauchen Sie Ihre Notizen als Erinnerungsstütze. Vielleicht wollen Sie sich bei Ihrem Gesprächspartner anschließend schriftlich mit einem kurzen Brief bedanken? Ich habe diese Geste einmal bei einem irischen Kunden kennengelernt, und sie hat mir sehr imponiert. Mit Vorträgen Nachfrage wecken Vorträge sind einzigartige Gelegenheiten Ihre Ideen einem größeren Publikum vorzustellen. Dazu bedarf es ausgezeichneter Kontakte zu den Organisatoren dieser Veranstaltungen. Wenn es Ihnen gelungen ist, einen erfahrenen Fachmann für Ihre Erfindung zu begeistern, dann wird er Ihnen in seinem Arbeitsgebiet ganz sicher eine Vortragsgelegenheit vermitteln. Weitere Möglichkeiten ergeben sich bei Messen und Ausstellungen. Vielleicht können Sie Ihren Lizenznehmer zu einer gemeinsamen Veranstaltung überreden. Mir ist das in Amerika gelungen, wo ich in Verbindung mit einer Fachmesse einen Vortrag gehalten habe. Weiterhin gibt es kleinere Gruppen von Fachleuten aus den Betrieben, die sich regelmäßig treffen und gerne einem Außenstehenden die Gelegenheit für eine Präsentation geben. Wie bei all diesen Möglichkeiten gilt es, die Augen und Ohren offenzuhalten und überraschende Gelegenheiten zu nutzen. Normalerweise kennen Sie das gewünschte Vortragsthema und die Zeitdauer. Davon ausgehend planen Sie Ihren Vortrag sehr gewissenhaft und schreiben den gesamten Text nieder. Wahrscheinlich steht Ihnen ein Overheadprojektor zu Verfügung, so daß Sie Folien benützen können.


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Anhand dieser stellen Sie zu Beginn des Vortrages vor, über was Sie sprechen wollen. Während des Vortrages werden Sie immer wieder auf die Folien zurückgreifen, um den Zuhörern, neben dem akustischen, auch einen optischen Anreiz zu bieten. Am Ende des Vortrages bringen Sie auf jeden Fall eine Zusammenfassung, die Sie mit der entsprechenden Folie ergänzen. Damit wecken Sie die eingeschlafenen Zuhörer und geben diesen Gelegenheit, das Ende des Vortrages noch mitzubekommen. Handelt es sich bei dem Auditorium um Fachleute, die aus dem Bereich kommen, für das Sie Ihre Erfindung entwickelt haben, dann können Sie sich auf eine scharfe Diskussion gefaßt machen. Mir ist das schon mehrmals mit Mitarbeitern der Firma KSB passiert, denen meine Pumpeninnovation wohl gar keine Freude macht. Lassen Sie sich durch so etwas nicht irritieren, sondern betrachten Sie es als positives Zeichen für den Wert Ihrer Erfindung und gehen Sie ruhig und sachlich auf die vorgetragenen Argumente ein. Der Vortragsveranstalter ist Ihnen sehr dankbar, wenn Sie ihm Ihr Manuskript für Veröffentlichungen in Fachzeitschriften oder Ähnlichem zur Verfügung stellen. U. U. hat er bereits im Vorfeld zu dem Vortrag eine Zusammenstellung von Ihnen erbeten. Ein besonders kritischer Punkt sind entschlafene Zuhörer. Dies ist besonders häufig, wenn Sie nach dem Mittagessen vortragen dürfen und hat nichts mit der Qualität Ihres Vortrages zu tun. Können Sie den Vortragszeitpunkt wählen, dann sollten Sie die Zeit nach dem Essen vermeiden. Auch bei DIA-Vorträgen besteht die große Gefahr, daß Ihnen die Teilnehmer unter der Hand einschlafen. Hier helfen nur regelmäßige Erholungspausen zum Akklimatisieren bei guter Belüftung.


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Betätigung als Fachbuchautor Ein ausgezeichnetes Fachbuch über den Bereich, mit dem Sie sich im Rahmen Ihrer erfinderischen Tätigkeit befassen, stellt ein ausgezeichnetes Werbemittel dar. Hans Sauer führt seine besonderen Erfolge in der Relais-Technik auch auf seine schriftstellerische Tätigkeit zurück (DABEI-Handbuch für und Unternehmer S. 415): Als Ingenieur, der Relais kennt, die gleiche Aufgaben viel preiswerter und eleganter lösen können, habe ich deshalb 1975 das Relais . Lexikon herausgebracht, in dem u. a. 352 Relais von 24 Herstellern tabellarisch gegenübergestellt sind und der in wenigen Minuten das für ihn geeignete Relais findet, wofür er sonst Wochen benötigt hätte. Auch diese Art der Kooperation erwies sich als überaus glücklich. Die Kunden waren dankbar für solche Aufklärung, fanden neue Anwendungsmöglichkeiten für die moderne Relaistechnik, machten Verbesserungsvorschläge und lieferten sogar Informationen, die das neue Relais- Lexikon bereicherten. Genaugenommen ist auch dieses Buch ein .Fachbuch., mit dem ich meine Erfahrungen einem größeren Leserkreis vorstellen möchte. Andrerseits erwarte ich, den einen oder anderen Interessenten für meine Tätigkeit als Innovations- und Erfinderberater zu finden. Schließlich sehe ich den Sinn dieses Buches darin, auf besonders dramatische Fehlentwicklungen in der Molkerei- und Landwirtschaft hinzuweisen.


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Der werbewirksame Auftritt im Fernsehen Ich habe bereits an anderer Stelle besprochen, welche vorzüglichen Möglichkeiten uns das Fernsehen und dabei inbesondere das Kabelfernsehen bieten. Vor einiger Zeit hat mich eine französische Unternehmerpersönlichkeit, Bernard Tapie, derart faszininiert, daß ich mir von Bekannten seine Autobiographie schicken ließ, die den Titel .Gagner. auf deutsch .Gewinnen. trägt. Dieser Könner auf der Show- Bühne veranstaltet wöchentliche Fernsehsendungen, in denen Konzepte junger Existenzgründer und deren Urheber vorgestellt werden. Bernard Tapie, der über ein größeres Industrieimperium verfügt, erschlägt drei Fliegen mit einer Klappe. Für ihn ist es eine vorzügliche Werbung, die er aus vollem Herzen genießt, die Existenzgründer werden einer größeren Öffentlichkeit bekannt und frustrierte Jugendliche werden dazu animiert, Ähnliches zu versuchen. Diese Idee, die mich begeisterte, habe ich Norman Rentrop (Herausgeber der .Geschäftsideen.) und verschiedenen seiner Mitarbeiter vorgetragen, die davon ebenfalls beeindruckt waren. Mein väter1icher Freund, Generalkonsul Norbert Handwerk, dem der Insel-Film gehört, ist bereit, bei einem derartigen Projekt mitzumachen und seine große Erfahrung im Filmgeschäft und in der Werbebranche einzubringen. Die Verhandlungen zwischen diesen beiden Partnern laufen noch. Ich bin gespannt, wie sie ausgehen. Neben Existenzgründern könnte dann auch eine Rubrik für Erfinder und deren Ideen eingerichtet werden. Ergänzend könnten auch Videofilme hergestellt werden, in denen alte Erfinderhasen, wie Hans Sauer und Artur Fischer, Geschichten aus ihrem Erfinderleben schildern. Da die visuelle Darstellung schneller als das geschriebene Wort aufgenommene wird und besser haften bleibt, wäre das eine hervorragende Ergänzung zu diesem Buch.


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Die wichtigen Kontakte zur Presse Das Thema Fachpresse haben wir bereits abgehakt. Ich möchte deshalb auf die wichtigen Verbindungen zu der lokalen Presse zu sprechen kommen. Zeitungsredakteure sind immer auf der Suche nach guten und interessanten Nachrichten. Haben Sie eine gute Erfindung gemacht und dafür auch noch einen Preis bekommen, dann ist das auf jeden Fall eine Zeitungsmeldung wert. Rufen Sie ohne Hemmungen bei Ihrer Lokalzeitung an und vereinbaren Sie einen Termin mit dem Redakteur. Dann bereiten Sie sich gut vor. Überlegen Sie sich genau, was Sie ihm berichten wollen und stellen Sie ihm Ihre Mappe mit Informationsunterlagen zusammen - er ist Ihnen dafür dankbar. Zeitungs1eute stehen immer unter Druck - deshalb fassen Sie sich kurz. Meistens will er noch einen Schnappschuß für die Zeitung machen. Und dann lassen Sie sich von Ihrem Konterfei in der Zeitung überraschen. Auch der zugehörige Text stimmt meistens nicht dem überein, was Sie dem Redakteur gesagt haben. Damit müssen Sie leben! Sehr schnell werden Sie nach der Zeitungsmeldung erkennen, wie gewissenhaft diese - trotz unserer hektischen Zeit - gelesen wird. Ich habe den Zeitungsbericht über meinen .Artur-Fischer-DABEI-Preis 87. in den Unterlagen meiner Bank gesehen und der Vorstand meiner anderen Bank hat sich mit mir ausführlich über das Thema .Probleme der Erfinder mit Banken und Finanzierungen unterhalten. Dies ist mein Lieblingsthema, das ich bei allen sich mir ergebenden Gelegenheiten anschneide, da ich hier auf traurige persönliche Erfahrungen zurückgreifen kann, und weiß, daß viele meiner Erfinderkollegen bis zur Verzweiflung von den Banken gequält werden.


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Das Erscheinungsbild des Erfinders in der Öffentlichkeit .Erfinder sind arme Irre, denen keiner helfen kann.. Das ist der Standardsatz, den ich immer wieder höre. Offensichtlich ist in unserer Gesellschaft kein Platz für Menschen, die alles aufs Spiel setzen, um ihrer Erfindung, ihrem .Geisteskind. zum Erfolg zu verhelfen. Leider sind alle gegen sie eingestellt, über die Industrie bis hin zu den Banken. Ich sehe hier als einzigen Ausweg nur eine permanente Imagekampagne für die mühselige Arbeit unserer Erfinder in Presse, Punk und Fernsehen. Zu meinem Bedauern mußte ich erkennen, daß Tagungen von Erfinderverbänden immer zu .Klageliedern. über die schlechte Behandlung der Erfinder in unserer Gesellschaft ausarteten. Das fortlaufende Drehen alter Gebetsmühlen hilft hier aber auch nicht weiter und schreckt junge Erfinder nur ab. Verstehen Sie meine Ausführungen als Appell und als Aufforderung, einen kleinen Beitrag zur Verbesserung des Erfinderdaseins zu leisten, in dem Sie vielleicht dieses Buch weitergeben oder ihre Bekannte auf Berichte in den Medien verweisen. Vielleicht treffen wir uns eines Tages bei einer völlig unpolitischen Veranstaltung, die von einer breiten Basis junger Menschen aus unserer Gesellschaft getragen wird, die es Ernst mit einer besseren Zukunft meinen und noch Verantwortungsbewußtsein für die nachfolgenden Generationen in ihrem Herzen verspüren. Möglichkeiten als Experte und Sachverständiger Im Rahmen der verschiedensten Organisationen besteht ein großer Bedarf an Experten und Sachverständigen. Selbst bei dem immer schlechter werdenden Image dieser ausgezeichneten Fachleute, die vielleicht in


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manchen Fällen zu fachspezifisch argumentieren, sollten Sie die Gelegenheit wahrnehmen, wenn man Sie um die Mitarbeit bittet. Derartige Expertengruppen sind ausgezeichnete Gelegenheiten zum Austausch unterschiedlichster Meinungen, die Ihren eigenen Horizont erweitern. Vielleicht haben Sie auch die Möglichkeit in einer internationalen Organisation mitzuarbeiten. Neben dem Erfahrungsaustausch bestehen in diesem Rahmen hervorragende Möglichkeiten in Wort und Schrift auch für Ihre Innovationen in indirekter Art und Weise zu werben.


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IX Probleme und Schwierigkeiten als Herausforderung


Techniken zur Problemlösung Wieder ist es Dr. Gustav Großmann, der hier Hervorragendes geleistet hat. Aus seinem Buch .Gefahren und Schwierigkeiten meistern. ist zu erkennen, daß er auch diese Materie meisterhaft verstand, denn er schrieb aus eigener Erfahrung. Sein Arbeitsordner führt uns systematisch über die Hilfe für Andere in deren komplizierten Situation zur Lösung unserer eigenen Probleme und Schwierigkeiten. Auch dabei ist uns Papier und Bleistift ein nützliches Utensil. Das Leben als ein Abenteuer mit vielen Hindernissen und Stolpersteinen ist die Botschaft von Dr. Gustav Großmann. Wer etwas anderes behauptet, der hat seinen Blick für die Realität verloren und befindet sich vielleicht in permanenter .Hypnose. - das große Problem unserer heutigen Zeit. Wer sich aber auf das Erfinden einläßt, der begibt sich in eine sehr gefährliche Situation, denn dann sind Angriffe aller Art wie ein ehernes Naturgesetz vorprogrammiert. Zu einer erfolgreichen Problemlösungstechnik gehört auch eine wirksame Entspannungsmethode. Ich arbeite sehr gerne mit dem Autogenen Training. Dadurch gelingt es mir, vollkommen zu entspannen und über das Problem zu meditieren. Dann verharre ich im entspannten Zustand und warte bis mir eine Lösung einfällt. Wir haben diese Methode bereits in Verbindung mit der ASW kennengelernt. Dies funktioniert nur dann, wenn es mir gelingt, alle Spannungen einwandfrei zu beseitigen. Als einen hervorragenden Indikator für einen derartigen Zustand dient mir


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mein eigenes Herz. Sind alle Schmerzen und Beklemmungen aus der Herzgegend verschwunden, dann ist die Idealsituation erreicht, und ich kann mit der Meditation beginnen. Aus meiner eigenen beruflichen Erfahrung kann ich bestätigen, daß derartige Techniken sehr schwer im rauhen Betriebsalltag anzuwenden sind. Ich bin selbst erst nach dem Ende meines Angestelltendaseins während meiner Selbständigkeit darauf gestoßen. Wir kommen damit zu dem grundlegenden Übel unseres Wirtschaftssystemes, in dem die Mitarbeiter permanent unter Streß stehen und kaum Zeit und Gelegenheit für kreative Problemlösungen haben. Vielleicht verhilft uns das .Neue Denken. zu Möglichkeiten, die auch von der Industrie akzeptiert werden. Viele Menschen betrachten den Alkohol als Problemlöser ersten Ranges. Davor möchte ich entschieden warnen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Wie viele Familien wurden dadurch ins Unglück gestürzt und wieviele Existenzen zerstört. Leider hat die Droge .Alkohol. in unserer streßüberfluteten Gesellschaft eine derartige Verbreitung gefunden, daß wir deren Gefahr völlig aus den Augen verloren haben. Barrieren und Widerstände gegen Innovationen Diese Hemmnisse sind in der menschlichen Natur begründet, die für das Gewohnte einsteht und sich gegen jede Veränderung wehrt. Besonders ausgeprägt ist dies in den Betrieben, wo sich über Jahre und Jahrzehnte Machtstrukturen und gewohnheitsmäßige Abhängigkeiten aufgebaut haben, für die jede mögliche Veränderung von außen eine aggressive Gegenreaktion erfordert. In einem Interview für das Bild der Wissenschaft Nr. 2/87 habe ich mich folgendermaßen zu diesem Thema geäußert:


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Metzger steht nun vor dem Problem. daß er bei den Forschungsabteilungen der Nahrungsmittelindustrie auf den Stolz der dortigen Fachleute stößt. .Die wollen Sie natürlich fertigmachen., so ist seine Erfahrung. Erst ganz allmählich entwickle sich eine Vertrauensbasis. Der Erfinder tue gut daran, sich bei mehreren Unternehmen umzusehen, um so einen .Druck der Alternative. hinter seine Verhandlungen zu setzen. Ich habe Firmen kennengelernt, die sich zu regelrechten .Wagenburgen. entwickelt haben und nahezu jeden, der sich ihrer Festung nähert, als potentiellen Feind betrachten und entsprechend reagieren. Ein derartiges Verhalten ist ein sicheres Indiz für beträchtliche Spannungen in der Firma, die gewöhnlich auf eine schlechte Auftragslage zurückzuführen sind. Mit Hilfe der .Wagenburg-Strategie. ist es möglich, von den inneren Problemen abzulassen und Streß-Energien für völlig unnötige Scharmützel mit wildfremden Menschen zu verbrauchen, die u. U. sogar Hilfe bringen könnten. Ich denke dabei an eigene Erfahrungen im Zusammenhang mit der Suche nach Lizenznehmern, die mich auch zu meiner ehemaligen Firma führte. Hans Sauer hat von ähnlichen Erlebnissen mit Siemens berichtet. Ein derartiges Verhalten spiegelt meistens nicht die Meinung der Firmenleitung wieder, denn diese sucht in schwierigen Situationen nach neuen Ideen, um aus den Problemen herauszukommen. Leider sitzt sie in der .Wagenburg. so isoliert, daß für sie kaum noch Möglichkeiten des Handelns besteht. Wir haben es hier mit einer Eskalation von Ängsten zu tun, die für eine Firma in unseren schwierigen Zeiten tödlich sein kann - wie ich es bei meinen alten Kollegen erlebt habe.


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Dies ist die eigentliche Ursache für die gewaltigen Widerstände, die Erfindern das Leben zur Hölle machen. Nehmen Sie meinen eigenen Fall: Bis aufs Messer werde ich von der Firma KSB bekämpft, keine Intrige (wie z. B. im Zusammenhang mit der Verleihung des Artur-Fischer- DABEI-Preises) ist ihnen zu schade, ein Patent habe ich durch diese Machenschaften bereits verloren. Der zuständige KSB-Patentsachbearbeiter hat mir klipp und klar erklärt, daß mein weiteres, umfassenderes Patent, .sehr gefährlich für seine Firma sei und man deswegen Einspruch erheben würde.. Ungewöhnliche Attacken von KSB-Mitarbeitern während verschiedener Vorträge, auf die ich Sie bereits hingewiesen habe, runden das Bild ab. Offensichtlich bin ich mit meiner Erfindung - völlig überraschend, wie die Jungfrau zum Kinde - in den Besitz einer .Goldkugel. gelangt. Was sind die wirklichen Gründe für dieses Verhalten? Das möchte ich Ihnen gerne schildern (ich habe dafür einige Zeit gebraucht, um dahinter zu kommen). Die wirtschaftliche Situation bei KSB ist nicht besonders rosig. Mein Bruder hat mir erzählt, daß vor zwei Jahren der Export bei KSB um mehr als 50% zurückgegangen ist. Er hat dies zum Anlaß genommen, die Firma zu wechseln. KSB hat große Probleme in Form von Kavitation (zu deren Lösung meine Innovation hervorragend geeignet ist) mit Pumpen in Atomkraftwerken, die von der Firma KWU gebaut wurden. Wie Sie bereits wissen, hat KWU die Mikroelektronik für meinen Lizenznehmer mit der Möglichkeit einer Unterlizenz entwickelt. lind in dieses beträchtliche S2annungsfeld bin ich mehr oder weniger unschuldig mit meiner Erfindung hineingeraten. Welchen Rat kann ich Ihnen hierzu geben? Arbeiten Sie nur mit Partnern, denen Sie voll vertrauen können. Möchte man Sie aus irgendwelchen Gründen in Schwierigkeiten bringen, dann lösen Sie den bereits bestehenden Vertrag (für den Ihr Rechtsanwalt entsprechende


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Ausstiegsmöglichkeiten vorgesehen hat). Werden Sie von dritter Seite angegriffen, so suchen Sie einen Weg mit diesen Leuten ins Gespräch zu kommen. Arbeiten Sie .mit offenem Visier. und signalisieren Sie, daß Sie zum Entgegenkommen bereit sind. Versuchen Sie die genauen Zusammenhänge für deren Verhalten zu erkennen. Unterbreiten Sie Verhandlungsvorschläge, gehen Sie an die .Öffentlichkeit. und informieren Sie Mitbewerber - vielleicht können Sie mit diesen ins Geschäft kommen. Alles weitere ist: Ruhe bewahren und Pokern! Der berühmte NIH.Faktor (not invented here) Auch dies hat sehr viel mit der menschlichen Psyche zu tun! Meistens ist sie bei Leuten verbreitet, die in den Firmen etwas zu sagen haben. Diese haben sich eine Machtposition damit aufgebaut, daß sie die Ideen anderer durch sehr geschicktes Argumentieren immer zu Fall bringen können. Mir hat einmal ein Vertreter dieser Gattung sein Geheimnis verraten: .Kommt jemand mit einer Idee zu mir, dann frage ich ihn, ob er seine Erfindung auch auf eigene Rechnung weiterentwickeln würde. Da dieser das Ansinnen meistens sehr strikt ablehnt, ist das Thema schnell erledigt.. Haben Sie über die Jahre ein ausgezeichnetes Verhältnis zu untergeordneten Mitarbeitern aufgebaut und Sie können diese für eine Ihrer Erfindungen interessieren, dann freuen Sie sich nicht zu früh. Denn irgendwann erscheint unser NIH-Spezialist auf der Bildfläche und wird solange argumentieren, bis Sie nicht mehr wissen, ob Sie Männlein oder Weiblein sind. Dann wird es Zeit für Sie, die Bühne schnellstmöglich zu verlassen, denn jegliche vernünftige Zusammenarbeit ist damit beendet.


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Den NIH-Faktor müssen Sie auch bei Lizenzveröffentlichungen in Fachzeitschriften berücksichtigen. Sehr .NIH-gefährdet. sind beispielsweise die VDI-Nachrichten, da diese von den Abteilungsleitern in den Betrieben gelesen werden, die von Amtswegen selbst für Innovationen verantwortlich sind. Kaum .NIH-gefährdet. sind Darstellungen im Industriemagazin und bei .impulse., da diese vorwiegend von Geschäftsleitungen studiert werden, die Neuentwicklungen gegenüber sehr aufgeschlossen sind.


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Der beste Weg ist immer über das Management Wie wir bereits gesehen haben, gibt es in den Firmen vorgegebene Hierarchien, die es ratsam erscheinen lassen bei Lizenzgesprächen immer den Weg zur Geschäftsleitung zu suchen. Nun ist dies natürlich nur bei kleineren und mittleren Firmen möglich, die aber in den meisten Fällen für uns als Lizenzpartner in Frage kommen. Mit dem Chef ist einfach viel besser zu verhandeln, da gibt es kein wenn und aber und man kommt sehr schnell zu Sache, d.h. zum unterschriebenen Lizenzvertrag. Der ist ja bekanntlich die Krone all unserer Bemühungen. Aber auch hier möchte ich den warnenden Zeigefinger heben. Sie haben die Rechnung garantiert ohne die nachgeordneten Mitarbeiter gemacht! Dort findet sich nämlich der eine oder andere Angestellte, mit dem Sie unbedingt zusammenarbeiten müssen und der Ihnen das Leben zur Hölle machen kann. Vielleicht neidet er Ihnen die stattlichen Erlöse aus dem Vertrag oder vielleicht hatte er auch einmal eine gute Idee, die er gerne an den Mann gebracht hätte? Kommen Sie mit ihm zu keiner gütlichen Lösung, dann sprechen Sie mit seinem Chef. Ist dieser aber nicht bereit, ein Machtwort zu sprechen, dann bleibt Ihnen nur die Kündigung des Vertrages. Ein beliebtes Mittel: die Manipulation Als Lizenzgeber sind Sie ein honoriger Mensch und erwarten von Ihrem Vertragspartner dasselbe. Leider leben wir in einer schlechten Welt, in der mit allen Tricks gearbeitet wird. Helfen Sie Ihrem Partner, wie es ja im Vertrag so schön steht, bereitwillig auf Messen und Ausstellungen


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oder führen Sie vielleicht noch Messungen für ihn durch, dann dürfen Sie nicht erwarten, daß man Sie dafür bezahlt. Das sind sogenannte freiwillige Leistungen, die Sie dienstbeflissen und unentgeltlich leisten - meint Ihr Gegenüber. Da können Sie sich auf noch so viele mündliche Vereinbarungen berufen, es nützt nichts. Ich kann Ihnen nur den Rat geben, sich für jede Arbeit - und sei sie der Sache noch so nützlich - erst eine schriftliche Bestätigung geben zu. lassen. Sie ersparen sich dadurch sehr viel Ärger und sehr unangenehme Auseinandersetzungen. Leider hat die Erfahrung gelehrt, daß dann auch die Buchstaben des Vertrages außer Kraft gesetzt werden und jeglichen Diskussionen eine vernünftige Grundlage fehlt. Verlassen Sie in diesem Zusammenhang wieder einmal auf Ihren sechsten Sinn, der wird Sie rechtzeitig warnen. Mit Erpressungen werden Sie weichgeknetet Erpressungen sind ein beliebtes Mittel in Verbindung mit festeingeplanten und gerechtfertigten Zahlungen, die Ihr Lizenznehmer an Sie zahlen muß. Freudenstrahlend berichten Sie Ihrer Bank über die avisierten Beträge und harren der Dinge. Ihr Bankangestellter meldet sich in regelmäßigen Abständen und teilt Ihnen mit, daß die Zahlung immer noch nicht eingetroffen ist. Die Situation wird von mal zu mal brenzliger. Mein Bankmann, mit dem ich hervorragend zusammenarbeite, hat sich in einer derartigen Situation einmal mit meinem Einverständnis erlaubt, selbst bei meinem Kunden anzurufen und nach der Überweisung zu fragen. Was meinen Sie, was dann passiert ist? Er wurde von der Direktion der Hamburger Filiale angerufen und darum gebeten, derartiges in Zukunft bitte zu unterlassen. Der Lizenznehmer, der in dieser Hinsicht am


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längeren Hebel sitzt, kennt die finanzielle Situation des Lizenzgebers, die normalerweise nicht besonders strahlend ist und nutzt sie kaltlächelnd zu seinem Vorteil aus. Einen ausgezeichneten Kontakt zu seiner Bank hat er allemal. Gehört diese dann noch zu derselben Bankengruppe wie meine eigene, dann wird über den Bankenweg, eifrig zu ungunsten des wirtschaftlich Schwächeren agiert. Dies ist ein Problem, das mir z. Z. sehr zu schaffen macht. Bei meiner Bank liegt ein Schreiben meines Lizenznehmers, in dem steht, daß er aufgrund des aberkannten 1. Patentes (für das ich zum BGH gehen werde) und des fraglichen 2. Patentes (wegen des laufenden KSB-Einspruches) die Mindestlizenzzahlungen für das vergangene Jahr in Frage stellen und die angefallenen Lizenzen mit seinen Entwicklungskosten verrechnen würde. Dies ist natürlich ein Donnerschlag ins Kontor! Von Vertragstreue ist da keine Spur, denn eventuelle Zurückzahlungen waren nur bei Nichterteilung der Patente fällig. Und diese Hürde ist schon lange genommen. Weiter gibt es einen Passus, daß bei beträchtlichem Substanzverlust (also aberkanntem 2. Patent) die Lizenzgebühren - und nur diese - um die Hälfte reduziert werden würden. Aber soweit sind wir noch 1ange nicht. Nun heißt es abwarten bis zum Stichtag für die Zahlungen. Wenn sie dann noch nicht eingetroffen sind, muß ich wieder - so leid mir das tut - meinen Anwalt einschalten. Mein. Bankmann hat mir schon mehrfach geraten, den Vertrag mit diesem ausgefuchsten Partner zu kündigen. Ich habe dagegen in verschiedenen Gesprächen mit der Direktion meiner Bank und entsprechenden Schreiben darauf hingewiesen, den Spieß doch einmal umzudrehen und sich bei den Banken für den wirtschaftlich Schwächeren einzusetzen. D. h. meinen Lizenzpartner auf der großen Vorteil einer vertrauensvollen Zusammenarbeit hinzuweisen, denn schließlich sitzen wir im selben Boot. In der Zwischenzeit läßt meine Bank alle Last-


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schriften kommentarlos zurückgehen, die Mahnungen häufen sich, und ich durfte auch schon die Bekanntschaft mit dem Gerichtsvollzieher machen. Wie sichern Sie sich gegen Erpressungen? Verlassen Sie sich von Anfang an auf Ihre .innere. Stimme und lassen Sie sich auf derartige Geschäfte erst garnicht ein. Bei mir war damals die .Warnlampe. leider ausgeschaltet, und ich ließ mich mit der sechsstelligen Eintrittsgebühr ködern. Damals wußte ich auch noch nichts von der Verbindung meines Lizenznehmers mit der KWU, die aufgrund von Abwicklungsproblemen in der Mikroelektronik zu beträchtlichen Verzögerungen in der Vermarktung meiner Innovation führten. Der Patentprüfer als Ihr Freund und Helfer (meistens) Sollten Sie den Weg einer Patentanmeldung ohne Patentanwalt wählen, dann werden Sie auch das Vergnügen mit dem Patentprüfer haben. Ganz sicher dürfen Sie ihn auch einmal besuchen und ihn dann . wie in meinem Falle - als sehr hilfsbereiten Menschen kennenlernen. Die erste Hürde haben Sie ja bereits genommen, indem Sie sich sehr engagiert mit den vorgebrachten Entgegenhaltungen auseinandergesetzt haben. Nun bleiben für den Anhörungstermin nur noch wenige Unk1arheiten, die Sie dem Patentprüfer verdeutlichen müssen. Es ist eine sehr interessante Diskussion, in der Ihre Idee sich gewissermaßen auf dem Prüfstand befindet. Konnten Sie Ihren Prüfer überzeugen, dann ist er aller Voraussicht nach bereit, Ihre Patentansprüche entsprechend dem nun geklärten Sachverhalt umzuformulieren (nichts hinzufügen, das ist patentrechtlich nicht gestattet). Wenn Sie das erreicht haben, dann sind Sie einen großen Schritt weiter, denn dann sitzt der Prüfer . hoffentlich -


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mit Ihnen in einem Boot, und Sie können dann den Attacken der Industrie gelassener entgegensehen. Daß dies aber auch eine Täuschung sein kann, habe ich am eigenen Leibe erfahren dürfen. Im Zusammenhang mit meiner Nominierung für den Artur-Fischer-DABEI- Preis hat man im Patentamt recht ungewöhnlich gehandelt und mir ohne rechtliches Gehör mein 1. Patent aberkannt. Angeblich hätte mein Patentanwalt die Frist für eine Verlängerung des Einspruchsverfahrens um drei Tage versäumt. Mein freundlicher Prüfer konnte gegen derartige Einflüsse von außen wohl auch nichts mehr ausrichten. Unsere lieben .Freunde. aus der Industrie In verschiedenen Zusammenhängen habe ich Ihnen geschildert, daß Sie mit Industrieattacken jederzeit rechnen müssen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Sie können annehmen, daß Sie mit Ihrer Erfindung irgendjemand, den Sie bei Ihrer Patentanmeldung nicht im geringsten erwartet hatten, in die Quere kommen. Da Ihre Innovation eine beträchtliche Weiterentwicklung des Standes der Technik bewirken kann, ist das bei der Industrie, die ja auf ihren heißgeliebten Lorbeeren ausruhen will, nicht gerne gesehen. Also wird alles in Bewegung gesetzt, um ihnen Schwierigkeiten zu machen und Sie aus dem fremden Revier wieder zu verjagen. Und das heißt: Aberkennung des bereits erteilten Patentes! Natürlich kommt man Ihnen auch entgegen und ist bereit, den Einspruch wieder zurückzunehmen, wenn Sie Ihrem Kontrahenten das Recht zugestehen, Ihr Patent kostenlos mitbenutzen zu kennen. Aber Vorsicht! Denken Sie an Ihren Lizenznehmer. Hat der einen ausschließlichen Lizenzvertrag, so sieht er diese Aufweichung seiner Marktposition garnicht so gerne. Sie müssen bei Ihren Über1egungen auch an das Patentamt denken. Diese ist näm1ich von rechtswegen dazu verpflichtet, alle Einsprüche - auch die zurückgezogenen - weiterzuverfolgen.


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Die liebe Konkurrenz Da Sie Ihre Idee im eigenen Betrieb verwertet haben, müssen Sie auch mit Angriffen Ihrer eigenen Konkurrenz rechnen. Diese kann sehr subtil sein. Beispielsweise wird Ihr Kunde informiert, daß Ihre Erfindung nicht viel taugt und da noch einiges mit den Patenten unklar ist. Vielleicht passiert aber auch das genaue Gegenteil - wie es bei meinem Lizenznehmer geschehen ist - und die Konkurrenz signalisiert großes Interesse an der Innovation. Dann sollten Sie Ihren falschen Stolz schleunigst ablegen und Verhandlungen vorschlagen. Stellen Sie sich nämlich stur, dann wird Ihr Mitbewerber gezwungen, selbst etwas Gleichwertiges zu entwickeln, und dazu animiert, Ihre Patente zu umgehen. Das kann dann böse Folgen für Sie haben, da Sie dann von Ihrem Kuchen am Markt ein ordentliches Stück abgeben müssen. Halten Sie sich an das .Neue Denken.: Kooperation ist immer vernünftiger als Konfrontation. Es gibt in diesem Zusammenhang noch ein weiteres Problem, das ich anschneiden möchte. Jeder erfahrene Kunde verpflichtet normalerweise den Lieferanten mit der Auftragsbestätigung, daß mit der gelieferten Maschine keine Rechte Dritter, also Patente und dergleichen verletzt werden. Damit schützt er sich gegen eventuelle Anschuldigungen wegen Patentver1etzung. Sie selbst werden kaum in alle Betriebe gehen können, um dort nach eventuellen Verletzungen Ihrer Patente Ausschau zu halten. Diese Sorgen werden Ihnen abgenommen, wenn Sie mit Ihren Mitbewerbern entsprechende Vereinbarungen treffen. Damit können Sie diese einwandfrei überprüfen.


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Ihr Patent wird von anderen mißbraucht Handelt es sich bei Ihrer Erfindung um eine beträchtliche Verbesserung - und davon gehen wir im Normalfall aus - dann werden sich freche Leute finden, die ihre Patente ohne Zahlung von Lizenzgebühren mitbenutzen. Wie wir im vorhergehenden Abschnitt bereits gesehen haben, ist dies nicht einfach zu entdecken. Wenn Sie aber Glück haben, dann stolpern Sie während. einer Messe über einen derartigen .Corpus delicti.. Ich habe das einmal mit großer Belustigung während einer Ausstellung in Paris beobachtet. Plötzlich erschienen auf unserem Stand mehrere Leuten, die sich sehr aufgeregt mit meinem Kollegen auseinandersetzten. Was war passiert? Auf einem Schaltschema des Ausstellungsstückes war ein sogenannter .geteilter. Heizkörper dargestellt. Ein französischer Mitbewerber hatte dafür in verschiedenen Ländern, soweit ich mich erinnern kann aber nicht in Deutschland, entsprechende Schutzrechte. Da wir uns auf ausländischem Territorium befanden, haben wir zweifelsohne sein Patent verletzt. Meine Firma hat sich anschließend mit dem Patentinhaber auf einen sechsstelligen Betrag als Kompensation geeinigt. Mit der französischen Firma habe ich in späteren Jahren sehr intensiv zusammengearbeitet und wir haben uns gerne an die Messeepisode erinnert. Zur Feststellung der Patentverletzungen benötigen Sie auf jeden Fall Ihren Patentanwalt, denn u. U. geht die Angelegenheit bis vor das Patentgericht.


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Die Mauer um Ihre Patente Haben Sie das Glück, über ein sehr umfassendes Patent verfügen zu können, das niemand zu Fall bringen konnte, dann wird man versuchen sogenannte Einkreisungspatente aufzubauen. Damit sollen Sie in Ihrer Bewegungsfreiheit behindert werden. Der Sinn und Zweck dieser Übung ist, daß Sie sich mit den anderen an einer Tisch setzen und zu einer Einigung kommen, die auf eine Mitbenutzungsmöglichkeit für die Gegenseite hinausläuft. Ich habe selbst noch keine Erfahrungen mit einem derartigen Fall gemacht und muß mich deshalb kurz fassen. Die lieben Patente für die Schublade Dies ist ein beliebtes Mittel der Industrie, den Lizenzgeber zur Verzweiflung zu bringen. Während Letzterer nämlich annimmt, daß der Partner sich nach der Unterzeichnung des Vertrages an die Arbeit macht, passiert überhaupt nichts. Der Vertrag verschwindet mit den störenden Patenten einfach in der Schublade. Der Lizenznehmer hat sich dadurch viel Arbeit erspart und kann so unbelästigt seinen Geschäften nachgehen. Das Nachsehen hat der Lizenzgeber. Wie können Sie sich dagegen schützen? Üben Sie über die Höhe der Einstands . oder Eintrittszahlung und die Mindestlizenzgebühren wirtschaftlichen Druck auf den Lizenznehmer aus. Dadurch zwingen Sie ihn, zur Kompensation der beträchtlichen Ausgaben auch für Erlöse durch verkaufte Einheiten zu sorgen. Wirken auch diese Mittel nichts und sind keine Verkaufserfolge am Horizont zu erkennen, dann müssen Sie wieder einmal zum allerletzten Mitte! der Kündigung des Vertrages greifen. Ein entsprechender Passus, der die Verkaufsbemühungen betrifft, ist ohne


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Zweifel in ihrer ausgereiften Version vorhanden. Zuguterletzt muß ich hier wieder an den sechsten Sinn oder die .innere. Stimme erinnern. Diese wird Ihnen sicher sagen, ob Ihr Verhandlungspartner es Ernst mit seinen Bemühungen meint oder ob er Sie .aufs Kreuz legen will.. Nichtigkeitsklagen als allerletztes Mittel Dagegen sind Sie nie gefeit. Jeder kann im Prinzip Ihr Patent mit einer Nichtigkeitsklage anfechten. Dann geht es vor das Patentgericht, und das ist ein .Roulettespiel.. Als Gründe für die Nichtigkeitsklage gelten diesselben wie bei Einsprüchen: -- fehlende Patentfähigkeit der Erfindung, - mangelnde Offenbarung der Erfindung, - widerrechtliche Entnahme, - unzulässige Erweiterung. Wenn Sie Pech haben, geht Ihr wunderschönes Patent verloren. Mit etwas mehr Glück bleiben Ihnen ein Teil der Patentansprüche erhalten. Das traurige Los einer .Erfinderfamilie. Hans-D. Kreft hat meiner Frau auf die Frage, ob er verheiratet sei, sehr bezeichnend geantwortet: .Als Erfinder können Sie nur Jungeselle sein!. Nun ist diese Äußerung nicht ganz zutreffend, denn ich habe in der Zwischenzeit seine charmante Lebensgefährtin kennengelernt, die mit ihm durch dick und dünn gegangen ist. Es ist schon ein abenteuerliches


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Unternehmen, das Erfinderdasein, welches über Heinz Hölter so beschrieben wird (Bild der Wissenschaft Nr. 2/87 S.113): Nicht immer hat der inzwischen 50jährige High-tech- Unternehmer die ganze Klaviatur des Patentwesens so virtuos beherrscht. Es wurde ihm so mancher Patentstreit angedroht, bei dem sein ganzes Privatvermögen auf dem Spiel stand. Aus seiner heutigen Position sieht er das gelassener: .Jeder versucht, für sein Unternehmen das Beste herauszuholen. Es genügt nicht, nur Erfinder zu sein. Man muß auch die Kraft besitzen, sich durchzuboxen und sich nicht mürbe machen zu lassen.. Ich habe Erfinden einmal in einer Veröffentlichung (Innovatio Nr. 7/8 1987 S. 29) mit Marathonlaufen verglichen und dazu gesagt: Der erste Marathonlauf war für mich ein Erlebnis, das ich nie mehr vergessen werde. Die ersten 30 Kilometer klappten mühelos und dann kam der große Einbruch, der meine ganze geistige Kraft erforderte. Ich wollte und mußte es schaffen! Das Ziel: 42 km. Nicht anders ist es mit dem Erfinden. Man meldet Patente an, baut Versuchsmodelle, sucht Lizenzpartner - erlebt Schwierigkeiten über Schwierigkeiten. Es wird immer komplizierter und oft taucht die Überlegung auf, nachzugeben, aufzuhören. Wer zwingt mich denn zum Erfinden oder zum Marathonlaufen? Und dann ist es plötzlich geschafft! Schön wäre es, wenn man sich nun - wie nach einem anstrengenden Marathonlauf . auf meinen .Lorbeeren aus-


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ruhen könnte.. Neue Herausforderungen warten schon; wie auf den Marathonläufer die 100-km-Strecke. Der sportliche Ehrgeiz hat den Erfinder gepackt. Nun möchte er die Welt verändern. Diese Schwierigkeiten miterleben und ertragen zu müssen, überfordern jeden normalen Partner. Gut, es gibt rühmenswerte Ausnahmen, wie die Gattin von Karl Benz, dem Erfinder des Autos. Von ihr wird berichtet, daß sie sich bewußt war, daß das erfundene Auto nur dann verkauft werden kann, wenn seine Brauchbarkeit erwiesen ist. Sie unternahm deshalb mit ihrem Sohn eine Überlandfahrt mit dem Auto ihres Mannes und erregte großes Aufsehen. Dadurch hat sie Karl Benz sehr geholfen. Meine Frau ist an den immerwährenden Rückschlägen und Streitigkeiten schier verzweifelt und hat zuguterletzt die Scheidung eingereicht. Ich kann es Ihr nicht verübeln. Beim Niederschreiben dieser Zeilen erstehen viele unangenehme Stunden noch einmal vor meinem geistigen Auge. Oder mein Vater, der so viele Hoffnungen in mich gesetzt hat. Er muß nun für eine Bürgschaft geradestehen, die auf die Zeit vor den Schwierigkeiten mit meinem Lizenzpartner zurückgeht. Damals war auch für mich die Welt noch vollkommen in Ordnung. Ich war zwar von meiner Industrietätigkeit her einiges an Machenschaften gewöhnt, aber so viele Rückschläge hatte ich nicht erwartet. Meine Rettung ist mein ungebrochener Glaube an meine Aufgaben und meine Fähigkeit das Positive in jeder noch so schwierigen Situation zu erkennen. Wie Ich schon an anderer Stelle schrieb, sind meiner Meinung nach fast alle Probleme auf Spannungen in unserem Wirtschaftsgefüge zurückzuführen Mein Freund Max Josef Probst, der unsägliche Schwierigkeiten und Probleme miterleben mußte, spricht von der bevorstehenden .Wende. im Menschheitsgeschehen und hat seinen Trost in der Religion gefunden. Mir hat Fritjof Capra die Augen für den Paradigmenwechsel in unserer Wirtschaft geöffnet, und ich vertraue auf das .Neue Denken. und hoffe mit diesem Buch einen kleinen Beitrag dafür leisten zu können.


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Hast Du Freunde in der Not Unser .Massendenken. hat uns zu stromlinienförmigen Konsumenten gemacht. Jeder Versuch, gegen den Strom zu schwimmen, muß deshalb beträchtliche Wirbel verursachen. Besonders deutlich ist dies an den Freunden zu erkennen. Die können dann plötzlich das eigene Verhalten nicht mehr verstehen: .Du hast Dich aber verändert! Früher warst Du ganz anders.. Zum großen Fest, als der abgeschlossene Lizenzvertrag gefeiert wurde, da waren sie alle noch Feuer und Flamme. Aber als Rückschläge kamen, da waren sie verschwunden. Wie vom Erdboden verschluckt! Das sind Geschichten, die wohl jeder Erfinder zu berichten weiß. Aber es gibt auch löbliche Ausnahmen. Freunde, die einem in schwieriger Zeit finanziell unterstützen und deren einzige Erwartung darin besteht, daß wir nach dem Ende aller Rückschläge unsere Dankbarkeit nicht vergessen und jungen Menschen in ähnlicher Not unter die Arme greifen. Oder ältere Menschen, die viel Schreckliches in ihrem Leben mitgemacht haben und die ehrlichen Absichten des Jüngeren erkennen und fördern. Einer dieser liebenswerten Freunde, Georg A. Ziegler (ein begeisterter Großmann- Schüler), erinnert mich immer an den aufmunternden Vers von Goethe: Allen Gewa1ten Zum Trotz sich erhalten, nimmer sich beugen, kräftig sich zeigen, rufet die Arme der Götter herbei.


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Banken als Regenschirmverteiler Dieser Titel ist ganz bewußt gewählt, denn er soll mir die Gelegenheit geben, auf einen Spruch von Mark Twain hinzuweisen: Banken teilen Regenschirme bei Sonnenschein aus und ziehen sie ein, wenn der erste Regentropfen fällt. Können Sie sich vorstellen, wie pudelnaß Sie werden, wenn sich eine regelrechte Sturzflut an Rückschlägen über Sie ergießt? Leider besteht dabei auch die Möglichkeit, daß Sie sterbenskrank werden und sterben - auf unser Erfinderdasein übertragen: in Konkurs gehen. In meinem jetzigen Aufenthaltsort, einer reizenden Stadt am Ausläufer des Harz, habe ich merkwürdige Dinge mit Banken erlebt. Darüber möchte ich Ihnen gerne berichten: Der bereits bekannte Innovationsberater, Dipl.- Ing. Giso Gillner, versorgte mich zu Beginn meiner Selbständigkeit mit hervorragenden Tips, für die ich ihm heute noch dankbar bin und die Sie Größtenteils bereits selbst kennengelernt haben. Da er von meinem Bemühen wußte, mein Quartier von Holland in den Raum Hannover Hildesheim zu verlegen, machte er mich eines Tages auf das neue Technologiezentrum an meinem jetzigen Aufenthaltsort aufmerksam. Dieses Zentrum war im Entstehen und paßte hervorragend in meine Überlegungen. Zuständig dafür war der hiesige Stadtdirektor. Eine atemberaubende Persönlichkeit und voller Tatendrang - zumindest damals. Nach einem kurzen Gespräch ernannte er mich zu dem ersten Kooperationspartner des noch nicht vorhandenen Technologiezentrums. Voller Stolz übergab er mir auch einen Prospekt mit einer großartigen Beschreibung des Projektes und zu meiner Freunde entdeckte ich darin die örtliche Genossenschaftsbank. Da der Stadtdirektor mich auch an den Leiter der Bank weiterempfahl, begannen die Dinge hervorragend zu laufen. Nach einigen Diskussionen bekam ich von der Bank einen Kredit und machte mich an die Arbeit. Meiner Meinung nach schien das Technologiezentrum als .Servicezentrum für die Molkerei- und Landwirtschaft. sehr gut geeignet.


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Ich entwarf ein Marketingkonzept und legte es dem Stadtdirektor vor. Er war davon begeistert, und ich vereinbarte mit ihm Termine bei Geschäftsführern verschiedener Firmen, die bereit waren, das Projekt mit allen ihren Kräften zu unterstützen. Verschiedene Gespräche bei meiner Genossenschaftsbank zeigten mir aber dann sehr schnell, daß zwischen den Versprechungen im Prospekt und der wirklichen Verbindung der Bank zum Zentrum ein großer Unterschied bestand. Mit der Zeit merkte ich auch, daß bei der Bank ein sehr unflexibler Stil herrschte, der mir von meinen vorherigen Banken nicht bekannt war und der mir bei meinen geschäftlichen Aktivitäten sehr zu schaffen machte. Vom Kooperationspartner war da keine Spur mehr zu erkennen. In der Zwischenzeit verzögerte sich auch die Fertigstellung des Technologiezentrums, und ich fragte mich eines Tages, ob es noch Sinn habe, in meinen kostenlosen Bemühungen für diese Einrichtung fortzufahren. In der Bank wechselten fast bei jedem Kontakt die Gesprächspartner und eines Tages empfahl mir der Stadtdirektor, daß ich die Bank wechseln solle, da diese infolge eines hohen Wertberichtigungsbedarfes in Schwierigkeiten sei. Bald danach wurden dort alle Führungskräfte ausgewechselt. Nur, konnte ich mir plötzlich einen Reim auf verschiedene Dinge machen. Wieder einmal hatte ich anderen Menschen in meiner Begeisterung vertraut und war reingefallen. An den Folgen habe ich jetzt noch, genauso wie mein Vater, zu leiden. Mit der neuen Geschäftsführung wurden die Verhältnisse in der Bank noch schwieriger, und es war nun gar keine vernünftige Zusammenarbeit mehr mög1ich - obwohl ich in der Zwischenzeit meinen lukrativen Lizenzvertrag abgeschlossen hatte und entsprechende Zahlungen flossen oder in Aussicht standen. Völlig frustiert wechselte ich zu einer anderen Bank, mit der ich hervorragend zusammenarbeiten konnte, bis die Erpressungsversuche meines Lizenznehmers begannen. Welche Lehren können Sie daraus ziehen? Machen Sie, wenn es geht, einen großen Bogen um Genossenschaftsbanken. Seit den gewaltigen Skandalen mit der HAMMER und der OBERHAUSENER Volksbank


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sehen sich diese Banken nur noch als Sachwalter der Sparkonten kleiner Angestellter und Rentner und verhalten sich entsprechend unflexibel. Jegliches vorausschauende Denken zur Verbesserung der lokalen Infrastruktur (z.B. mit einem Servicezentrum für die Molkerei- und Landwirtschaft, das wegen der immer größer werdenden Probleme in diesen Branchen eine große Zukunft hat) kann den Banken abgesprochen werden. Welche Katastrophen sich bereits andeuten, wenn das hiesige Bosch-Blaupunkt-Werk geschlossen werden sollte und zwei Drittel aller Industrieangestellten dieser Stadt auf der Straße stehen, das interessiert bei den Banken niemanden. Sollte sich für Sie ein Platz in einem Technologiezentrum ergeben, dann überlegen Sie sich Ihre Entscheidung sehr genau. Sie sind dann nämlich auf Gedeih und Verderb mit dem Zentrum verbunden. Und wenn dieses schlecht in der Öffentlichkeit repräsentiert wird (wie ich es erlebt habe und wie in der .Wirtschaftswoche. berichtet wurde) dann sind Sie auch der Leidtragende. Das liebe Geld Verschiedentlich bin ich schon auf die finanziellen Probleme, mit denen sich insbesondere Erfinder herumzuschlagen haben, eingegangen. Es können sich eine Menge laufender Kosten für die Entwicklungsarbeiten oder Patentanwaltsgebühren ergeben, die Ihnen sehr schnell über den Kopf wachsen können. Das Arbeiten mit .Leasing. sieht am Anfang sehr gut aus, aber die Raten werden auch dann fällig, wenn finanzielle Rückschl äge zu verdauen sind. Ein besonders kritischer Punkt sind die Erfinderdarlehen, die garantiert dann zurückgezahlt werden müssen, wenn größere Einnahmen fehlen. Ich kann Ihnen nur den Rat geben: .Small is


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beautiful.. Halten Sie Ihre laufenden Verpflichtungen niedrig und versuchen sie mit dem allernotwendigsten auszukommen. Robert Bosch hat über 10 Jahre gebraucht, bis er überm Berg war. Rückblickend schrieb er einmal darüber: .Es war lange Zeit ein böses Gewürge!. Noch schlimmer erging es Henry Ford, der zweimal in Konkurs ging, bevor seine Firma stand. Leider gibt es noch keine Einrichtungen, die zweifellos vorhandenen Geldmittel freien Erfindern, die einen wertvollen Beitrag für eine bessere Zukunft leisten, ohne besondere Sicherheiten zur Verfügung stellen. Die immer wieder erwähnten Venture Capital-Fonds scheinen in ihren Bedingungen so streng zu sein, daß nur besonders Auserwählte Zugang finden. Die Industrie- u. Handelskammern als Innovationsverhinderer Dies ist eine Feststellung, die nicht nur meine eigenen Erfahrungen widerspiegelt, sondern die auch von anderen Kollegen mit Zugang zu Erfinderproblemen bestätigt wird. Als Ursache muß wohl die Industrie bezeichnet werden, die hinter den Kammern steht, und als .graue Eminenz. deren Aktivitäten lenkt. Die bereits erwähnten Innovationsbarrieren finden sich in den Kammern wieder. Nach außen hin wird zwar etwas ganz anderes verdeutlicht. Leider stimmt dies nicht mit den Tatsachen überein. Erfinderpreise sind Lockmittel Als persönlich Betroffener fühle ich mich dazu berufen, vor Erfinderpreisen ausdrücklich zu warnen. Sie wecken damit nur schlafende Hunde. Bei meinem ersten Kontakt mit dem KSB-Patentsachbearbeiter wegen des Einspruches gegen mein 1. Patent erwähnte ich beiläufig meine Nominierung für den .Artur-Fischer-DABEI-Preis.. Hans Sauer, der der Preisjury angehörte, hatte mich damals informiert, daß meine


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Chancen nicht schlecht stünden und ich mit Hans-D. Kreft die Auszeichnung bekommen würde. Kurz nach meinem Kontakt wurde die Entscheidung urplötzlich umgestoßen. Damals machte ich mir noch keine Gedanken, und man empfahl mir, mich im darauffolgenden Jahr erneut zu bewerben. Das tat ich dann auch und berichtete einem DABEI-Mitglied von meinen Schwierigkeiten mit KSB. Dieser empfahl mir, mit dem DABEI-Präsidenten zu sprechen, denn jener hätte ausgezeichnete Kontakte zu KSB. Eine innere Stimme warnte mich, es nicht zu tun. Dieser Präsident, der bei KSB im Stiftungsrat sitzt, behauptete während einer entscheidenden Sitzung zur Preisentscheidung meine Erfindung wäre ein .Windei., da mir mein Patent aberkennen würde. Dies rief bei erfahrenen Erfinderkollegen, wie Hans Sauer und Artur Fischer, die als Jurymitglieder anwesend waren, bestürzte Empörung hervor, da sie den Braten einer massiven .Industrieeinflußnahme. rochen. An anderer Stelle habe ich berichtet, was bereits im Patentamt in enger Zusammenarbeit mit den interessierten Kreisen in die Wege geleitet worden war. So daß eigentlich alles gepaßt hätte, wären Hans Sauer und Artur Fischer nicht der Kragen geplatzt. Dank einer hervorragenden Kooperation mit dem Erfinderzentrum Norddeutschland, das Innovationen betreut, und in enger Zusammenarbeit mit meinem Patentanwalt, sowie Hans Sauer, legten wir sofort Beschwerde beim Patentamt gegen diese diskriminierende Vorgehensweise ein. Leider wurde die Beschwerde vom Patentgericht später zurückgewiesen. Der Vorsitzende Richter zeigte sich aber geneigt, mit meinem Patentanwalt .bei einem Glas Bier. über die mysteriösen Vorfälle im Patentamt zu reden. So kam ich also zum Artur-Fischer- DABEI-Preis. und verlor ein Patent, das ich hoffe über meine Beschwerde beim BGH wieder zu bekommen. Sehe ich das Ganze von der sportlichen Seite, dann möchte ich behaupten, daß das .Match. zwischen KSB und mir unentschieden steht. Die nächste Runde ist mit dem Einspruch gegen mein 2. Patent eingeläutet. Der Ausgang steht zwar in den Sternen, aber ich bin voller Zuversicht.


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Wie lassen sich diese erschütternden Vorfälle in einer Organisation wie DABEI erklären, der ich freiwillig als Aktionsmitglied angehöre, um Beiträge zur Verbesserung der Infrastruktur im Erfindungswesen zu leisten? Eigentlich wollte ich voller Empörung austreten, aber Hans Sauer hat mich davon. abgehalten. Solange die Industrie im Erfinder ihren Gegner sieht, der mit Macht zusammengeknüppelt werden muß, werden sich derartige Ereignisse wiederholen. Aber es ist unsere Aufgabe, an die Öffentlichkeit zu gehen und über die Machenschaften der Industrie zu berichten. Wenn mir momentan auch viele Nachteile dadurch einstecken müssen. Nur so besteht überhaupt eine Chance, in unserer Gesellschaft ein .Neues Denken. zu bewirken, das irgendwann einmal zu grundlegenden Verbesserungen führt. Mißerfolge und Rückschläge sind das Los des Erfinders Wie wir gesehen haben, können Rückschläge völlig unerwartet und aus den verschiedensten Richtungen kommen. Es bedarf dann schon eines .dicken Fells., um etwas derartiges zu verdauen. Ich habe mich damals als die .Artur-Fischer-DABEI-Preis-Intrige. auf Hochtouren lief, mit meinem Sohn Jochen unterhalten und ihm die Frage gestellt, warum ich immer wieder derartige Nackenschläge ertragen muß. Er antwortete mir mit einem bemerkenswerten Satz, der mir zu denken gab: .Du bist dazu vorgesehen, fortlaufende Prüfungen zu bestehen. Und hast Du eine Hürde genommen, so wird die nächste kommen. So gelangst Du zu immer neuen Aufgaben und entwickelst Dich dadurch weiter.. Mein väterlicher Freund, Generalkonsul Norbert Handwerk hat es einmal etwas ausgedrückt und dabei aus eigener Erfahrung berichtet: .Der Erfolg ist die Summe aller Mißerfolge!.


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Krankheiten sind ein Lernprozeß Unser unbarmherziges Schicksal will uns durch Krankheiten zeigen, daß wir von unserem richtigen Weg abgekommen sind. Besonders deutlich wird dies an den Krankheiten Krebs und Herzinfarkt. Etwas stimmt dann nicht mit unserem Bild der Wirklichkeit. Wir lassen uns von der Industrie oder den Banken unnötig ins Bockshorn jagen. Dort ist man es gewöhnt, permanenten Druck auch gegenüber den eigenen Mitarbeitern auszuüben. Bringen Sie diese Machtinstitutionen doch in Verwirrung, in dem Sie sich nicht in den vorgesehenen Rahmen spannen lassen. Sie werden dann sehen, welche Verwirrung Sie beim Gegenüber anrichten. Wehren Sie sich Ihrer Haut, aber werden Sie nicht aggressiv. Handeln Sie kühl und überlegt . immer zielbewußt. So können Sie sich gegen Krankheiten schützen. Denn was man bei Ihnen erzeugen will sind irrationale Ängste. Und diese Ängste haben eine verteufelte Wirkung auf unser Immunsystem. Lesen Sie vielleicht einmal die empfehlenswerten Bücher zu unserem Thema: 1. Frederic Vester: .Phänomen Streß. 2. Thorwald Dethlefsen: .Schicksal als Chance.


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X Der Erfinder und seine .Freunde.


Die lieben Politiker sind immer zur Stelle Wie wenig die Politiker wirklich helfen können, haben wir an dem geschilderten Fall .Alexander Kückens. gesehen, den man zur Kieler Woche einlud, um dort unserem Bundespräsidenten von Weizäcker vorgestellt zu werden. Wir haben auch erfahren, daß ihn der Bundesforschungsminister

Dr. Riesenhuber besucht hat. Gebracht hat ihm das,

trotz der vielfach versprochenen Hilfe, leider nichts. Auch Karl Kiener weiß Einiges von seinem sorgenvollen Erfinderdasein zum Thema .Politiker. zu berichten (Erfinderjournal Nr. 3/87 S. 14): Der ersten Vorführung am 28. Juni 1974 folgten viele weitere, vor Journalisten, Politikern, Kommunal- und Ministerialbeamten. Der damalige Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Volker Hauff, zog sich gar den Blaumann über, um alles noch genauer anschauen zu können. Zum Abschied klopfte der Forschungsminister in spe dem Erfinder anerkennend auf die Schulter: .Das wäre eine gute Sache.. Die traurige Wahrheit, die Hauff damals aussprach, werden er und Herr Kiener nicht geahnt haben. Sie steckte in dem Wörtchen .wäre.. Wäre nämlich Vieles anders gelaufen könnten die ersten Kommunen längst ihren Müll vergasen. Hätte er nur begreifen können, der heute Mann, was ihm drei Vertreter von Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) nach der Teilnahme an einer seiner Vorführungen


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schon 1974 deutlich zu verstehen gaben. Obwohl die Vorf ührung recht beeindruckend gewesen sei, gaben sie ihm den gutgemeinten Rat, keinen Pfennig mehr in ähnliche Versuche zu riskieren. .Die EVU.s wollen selbst den Strom verkaufen und verteilen, den Sie hier erzeugen. Kein Energieversorger der Welt werde ihm auch nur eine Ki1owattstunde abkaufen.. Wir dürfen den Politikern nicht dem al1einigen Vorwurf der .Sprechblasen .-Versprechungen machen, die bei näherem Hinsehen wie eine Seifenblase zerplatzen, sondern wir müssen auch deren Abhängigkeiten erkennen, um vor Überraschungen gefeit zu sein. Unser Bundeskanzler hohl war früher Syndikus bei der BASF, bevor er in die große Politik ging. Unser derzeitiger Forschungsminister Dr. Riesenhuber war als Leitender Angestellter bei Lurgi beschäftigt und ist stolzer Besitzer mehrerer Patente. Daraus resultieren freunschaftliche Beziehungen, die gerne genutzt werden, wenn sich neue Entwicklungen auftun, die der Industrie nicht in den Kram passen. Den Bau dezentraler Stromerzeugungsanlagen, die wirklich einen großen Fortschritt bedeuten, konnten die EVU.s dank ausgezeichneter Querverbindungen in die hohe Politik entweder blockieren oder mit Hilfe einer haarsträubenden Strompreispolitik in die Unwirtschaftlichkeit treiben. Gewiß gibt es auch rühmliche Ausnahmen. Die ehemalige Niedersächsische Wirtschaftsministerin, Frau Birgit Breuel, ist dafür ein leuchtendes Beispiel. Im Jahre 1981 entstand auf ihre Initiative hin das Erfinderzentrum Norddeutschland. Dies ist eine hervorragende Fördereinrichtung für Leute mit guten Ideen. Wer das . leider sehr seltene - Glück hat vom Zentrum betreut zu werden, . der kann einen großen Berg an Problemen erst einmal hinter sich lassen. Ich wußte


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dies immer zu schätzen und möchte mich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich für die tatkräftige Unterstützung bedanken. In welcher Partei findet der Erfinder Gehör? Meines Wissens nach gibt es bei uns keine Partei, die eine ihrer Aufgaben darin sieht, das traurige Los der Erfinder in unserem Lande zu verbessern. Dies hängt mit der fehlenden Lobby zusammen. Es gibt noch zu wenige Erfinder, die sich für ihre leidgeprüften Kollegen in politischen Organisationen betätigen und an der Meinungs- und Bewußtseinsbildung aktiv beteiligen wollen. Nur so ist es zu verstehen, daß z. Z. über eine Streichung der besonderen steuerlichen Vergünstigung für Erfinder überhaupt gesprochen wird. Bei einem Gespräch mit dem jetzigen Niedersächsischen Wirtschaftsminister Hirche, der der FDP angehört, habe ich meine Meinung über eine wirklich effektive Erfinderförderung geäußert. Parteien, wie die FDP, mit nachgewiesenermaßen vorzüglichen Verbindungen zur Industrie, sollten diese davon überzeugen, daß die Erfinder echte Beiträge für den technologischen Fortschritt in unserem Lande leisten und aus einer tiefen ethischen Grundüberzeugung und großem Verantwortungsbewußtsein heraus für unsere gesellschaftliche Entwicklung handeln. Mit dieser Erkenntnis könnte die Industrie ihr reichlich vorhandenes Kapital in wirklich innovative Leistungen investieren und damit unseren Erfindern das finanzielle Überleben sichern. Dann wäre alle anderen Arten von Erfinderförderung hinfällig. Ich bin mir bewußt, daß dies noch ein weiter Weg ist, der in vielen Köpfen entscheidungsbefugter Angestellter der Industrie ein völliges Umdenken erfordert.


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Eine Frau als .Erfinderin.: Erfinderzentrum Norddeutschland Verschiedentlich bin ich bei meinen Ausführungen auf diese glorreiche Idee der ehemaligen Niedersächsischen Wirtschaftsministerin, Frau Birgit Breuel eingegangen. Aus meiner jahrelangen Zusammenarbeit habe ich diese Einrichtung schätzengelernt. Aber lassen Sie mich - trotz meiner Begeisterung - auch ein kritisches Wort an dieser Stelle äußern. Meines Wissens nach wurden vom Erfinderzentrum bisher 12.000 Anfragen behandelt. Davon kamen 150 Fälle in die Förderung, von denen sich wiederum nur 35 bisher in der Praxis bewährt haben. Ist dies nicht ein trauriges wirtschaftliches Ergebnis? Und was geschieht mit den vielen frustrierten Erfindern, die nicht zu den Auserwählten zählen? Sind ihre Innovationen schlechter? Ich glaube das nicht und bin der Meinung, daß das Erfinderzentrum Norddeutschland an einem grundlegenden Konstruktionsfehler leidet. Da sie auf den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg ihres Unternehmens als GmbH angewiesen sind, müssen die Mitarbeiter die vorgelegten Erfindungen nach der .Industrieakzeptanz. beurteilen. Lassen Sie mich dies an einem Beispiel erklären. Nehmen wir einmal das Gülleproblem im Ems1and. Wir wissen alle, daß dies auf katastrophale Fehlentwicklungen in der Landwirtschaft zurückzuführen ist, da ökologische Zusammenhänge völlig außer acht gelassen wurden. Nun sucht das Erfinderzentrum folgerichtig in den vorgelegten Erfindungen nach einer kreativen Lösung für das Gülleproblem. Damit werden aber die grundlegenden Ursachen für diese Entwicklungen nicht beseitigt, sondern nur festgeschrieben. Und hierin sehe ich eine besondere Gefahr einer derartigen Einrichtung. Weiterhin betrachtet die Industrie - sicherlich gibt es auch Ausnahmen - nach der jetzigen Lage der Dinge ein Erfinderzentrum, genauso wie die Erfinder, als lästige Störenfriede, die sie bei der Arbeit nur belästigen. Erst wenn eine Änderung vom Konfrontations- zum Kooperationsverhalten eingetreten ist, wird sich das Erfinderzentrum Norddeutschland sehr viel leichter tun.


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Technologiezentren sind Lieblinge der Kommunalbeamten In den vergangenen Jahren schossen die Technologiezentren wie Pilze aus dem Boden. Was früher das Schwimmbad oder die Turnhalle waren, sind jetzt die .Käseglocken. für die Jungunternehmer. Nur lassen sich Technologiezentren nicht mit einem Bademeister betreiben. Hierin ist der grundlegende Mangel zu suchen. Sollten die Zentren langfristig von Erfolg gekrönt sein, dann muß sich der Leiter als erster Repräsentant betrachten, der ausgezeichnete Beziehungen zur umliegenden Industrie und zu den Verbänden und Organisationen hat. Es ist notwendig nach draußen hin ein Bild einer leistungsfähigen Einrichtung zu vermitteln, die ausgezeichnete Entwicklungsarbeiten für die industriellen Partner durchführen kann. Mein Versuch mit dem örtlichen Technologiezentrum als .Servicezentrum für die Molkerei- und Landwirtschaft. ist trotz vieler Bemühungen bei der interessierten Industrie kläglich gescheitert, da der Leiter mit den wertvollen Kontakten nichts anzufangen wußte und sich in Linie als Verwa1ter verstand. Die Leidtragenden sind die Nutzer des Zentrums, die sich alle als Einzelkämpfer im schwierigen Markt bewähren müssen und Synergieeffekte nicht ausnutzen können. In einem derartigen Fall hat das Technologiezentrum seine Berechtigung für diese anspruchsvolle Bezeichnung verloren und muß sich in .Gewerbepark. umtaufen lassen. Dann muß man aber die Frage stellen, ob das gegenüber den am Ort ansässigen Betrieben fair ist, daß die Jungunternehmer sehr viel günstigere Bedingungen für Mieten und Serviceeinrichtungen verbuchen können und dadurch beträchtliche Vorteile haben. Dies hat dann nichts mehr mit einer Gleichbehandlung zu tun.


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Innovationsberater als Innovationsverhinderer? Innovationsberater stehen normalerweise in Lohn und Brot bei den Industrie- und Handelskammern. Letztere sind wiederum eine Zwangseinrichtung für die Industrie, die über entsprechende Aufsichtsgremien Einfluß auf die Geschäftspolitik ausübt. Und hier liegt der Hase im Pfeffer! Da Erfinder, wie wir an zahlreichen Beispielen gesehen haben, von der Industrie wegen ihrer avancierten Ideen immer als Störenfriede betrachtet werden, bleibt dem Innovationsberater gar nichts anderes übrig als den Schein zu wahren und eine .Hinhaltepolitik. zu betreiben. Selbst eine honorige Einrichtung wie DABEI mußte sich von Mitarbeitern einer rheinischen Industrie- und Handelskammer sagen lassen, daß ihre Ambitionen und Aktivitäten für eine grundlegende Verbesserung der Infrastruktur gar nicht so sehr geschätzt werden. Mein Informant von DABEI ist ein begeisterter Vertreter der Idee, das Erfinderwesen in Form sportlicher Einrichtungen zu gestalten und Wettkämpfe mit Auszeichnungen durchzuführen. Ich finde diesen Vorschlag großartig, denn damit könnte eine phantastische Breitenwirkung erreicht werden und bei den Beteiligten würde sich die so überlebensnotwendige sportliche Einstellung ergeben. Viele Erfinder leiden auch darunter, daß sie Angst vor anderen haben, die ihnen ihre Ideen klauen können. Auch dies ließe sich im fairen Wettbewerb wunderbar meistern.


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Risikokapital oder das verlorene Geld In Amerika ist das Arbeiten mit Risikokapitalgeldern weit verbreitet und führte zu herausragenden Erfolgen bei Computerfirmen. Trotzdem ist das Geschäft mit einem hohen Risiko behaftet und nur weniger als 25% aller Projekte führen zum durchschlagenden wirtschaftlichen Ergebnis, das die Investierten Gelder mehrfach wieder einspielt. Dies ist wohl der hauptsächliche Grund, warum das Risikokapital so wenig Verbreitung gefunden hat. Wie wir alle wissen, paßt Risikodenken und Mißerfolg nicht in unsere Landschaft, die von vielen Versicherungspalästen überfrachtet ist. Was könnte getan werden? Eine Lösung ist sicher bei der Industrie zu suchen, die bereit ist, den Erfindern bei ihrem schwierigen Schaffen unter die Arme zu greifen und ihnen mit ihren vorzüglichen Vermarktungseinrichtungen zu helfen. Es gibt bereits Risikokapital- Einrichtungen, an denen Firmen wie Siemens beteiligt sind. Aber ist dort die Motivation vielleicht eine ganz andere? Sollen die vorgelegten Projekte vielleicht danach durchleuchtet werden, wieweit sie den Kapitalgebern nützen? Wenn es so ist, dann wäre wieder einmal der wirtschaftlich schwächere Erfinder der Gelackmeierte. Der Bedeutungswandel oder der Paradigmenwechsel Wir sind in diesen Tagen Zeugen faszinierender Ereignisse. Erbitterte Todfeinde, die sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bis auf.s Messer bekämpften, werden .Freunde. und sind sich einig, daß sie die Atomwaffen auf beiden Seiten verschrotten wollen. Ich rede von den


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Russen und den Amerikanern. Lassen Sie mich diesen beeindruckenden Faden noch weiterspinnen und Gedankengänge aufzeigen, die mich begeistert haben. In dem letzten DABEI-Rundbrief fand ich eine Werbeanzeige für ein neues Buch mit dem Titel .Krebs heilbar-Ursache erkannt.. Beiläufig überflog ich auch die Rückseite dieses Informationsblattes, die mir zu diesem Zeitpunkt nicht viel sagte. Ein Bekannter hat mich vor einiger Zeit auf Albert Schweitzer hingewiesen, und ich habe mich in den letzten Wochen sehr intensiv mit den Gedanken dieses Helden der Menschenliebe vertraut gemacht. Er sprach immerwieder von der Verantwortung, die die ehema1igen Kolonialmächte im reichen Norden gegenüber den armen .Wilden., die sie ausgebeutet und deren Schätze sie exportiert haben, hätten. Albert Schweitzer sah es als seine Verpflichtung an, nach Lambarene in den Dschungel zu gehen und dort vielfältige Wiedergutmachung zu leisten. Aber wie ist es in unserer heutigen Zeit? Leiden die Entwicklungsländer nicht noch viel mehr unter der Schuldenkrise und dem Verfall ihrer Rohstoffpreise? Und eines Morgens, kurz nach dem Aufstehen, kamen mir herrliche Gedanken, Wie wäre es, wenn das viele Geld, das nicht mehr in teure Rüstungen gesteckt werden muß, für große Installationen mit Solaranlagen investiert werden würde, die in Afrika und Südamerika am oberen und unteren Wendekreis ihren optimalen Einsatzort fänden? Wäre dann nicht plötzlich der Wasserstoff, der über die Elektrodialyse mit Solarstrom gewonnen wird, die neue Währung, mit denen alle Entwicklungsländer, die aus dem Erlös für den Energieträger Wasserstoff aus einem internationalen Fond fortlaufende Mittel erhielten, alle ihre Schulden tilgen und ihr Leben angenehmer gestalten könnten? Bei diesen berauschenden Überlegungen viel mir auf einmal wieder der Buchhinweis aus dem DABEI-Rundbrief ein, und ich fand auf der Rückseite eine Skizze die meine .Geistesblitze. in einer faszinierenden Art und Weise bestätigten.


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Gewiß sind das idealistische Utopien, die aber im Bereich des Machbaren liegen, wie der Vater dieser genialen Solartechnologie, Dr. Ludwig Bölkow, immer wieder bestätigt. Ich bin persönlich über hervorragende Kontakte mit Mitarbeitern der Siemens-Tochter KWU zu der Überzeugung ge1angt, daß in diesem Konzern alles getan wird, um dieser neuen Technologie zum wirtschaftlichen Durchbruch zu verhelfen. Im Sinne des unvermeidlichen Bedeutungs-wandels sind die Politiker und interessierten Industrien aufgefordert, von den .psychotischen. Technologien abzulassen und .sanfte. Lösungs-wege, wie die Solar- Technologie, zu verfolgen. Mit einem Schlage könnte unser unmenschliches Ungleichgewicht zu Gunsten der notleiden-den Entwicklungsländer verbessert werden. Hungerkatastrophen würden ein Ende haben. Das Energieproblem wäre ein für allemal mit einem geschlossenen und reversiblen Kreisprozess gelöst, denn Wasserstoff verbindet sich mit Sauerstoff wieder zu Wasser. Und das schreckliche Waldsterben hätte endlich ein Ende. Wahrscheinlich ist der Buchautor mit mir auch einer Meinung, daß die Umweltbelastung die entscheidende Ursache für die epidemieartige Krebsverbreitung darstellt. Auf der Rückseite des Buchhinweises findet sich noch ein bemerkenswerter Satz, den ich gerne zitieren möchte: Das Buch .beinhaltet die Begründung eines neuen Verständnisses in Chemie, Medizin und Gesellschaft über die Harmonie und die Gemeinschaft.. Was ist das anderes, als das von mir so oft genannte .Neue Denken., das unser Bewußtsein verändert und mit dem Paradigmenwechsel von Fritjof Capra umschrieben wird? In einer derartigen Gesellschaft wäre Platz für jeden Erfinder, der seinen Beitrag zur Verbesserung unserer Lebensbedingungen leisten will und der den Vö1kern in den Entwicklungsländern neue Perspektiven zeigt!


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Jeder Erfinder einen Förderer Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. In zahlreichen Gesprächen hat mir Herr Sauer wertvolle Tips gegeben, für die ich ihm von Herzen dankbar bin. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, daß wir die Intrigen der Industrie aufgedeckt haben und Zusammenhänge erkennen mußten, die zum Himmel stinken. Herr Sauer stellt zweifellos eine seltene Gattung dar, die aus tiefster ethischer Überzeugung heraus handelt und mir durch seine Gedanken den Mut gegeben hat, ein derartiges Buch zu schreiben. Und Mut ist heutzutage notwendig, wenn man einen kleinen Beitrag zur Verbesserung unserer Gesellschaft leisten will und dadurch .gegen den Strom schwimmen muß, um zur Quelle zu kommen.. Ein Bekannter, dem ich einmal nützliche Tips geben konnte, schickte mir danach eine .Dankeskarte. mit folgender Aufschrift: MUT zu wagen heißt den Boden unter den Füßen ein Weilchen zu verlieren. Nicht zu wagen kann bedeuten, sich selbst zu verlieren. Wir sind also aufgefordert, uns gegenseitig Mut zu machen und uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu fördern.


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Erfinderwettbewerbe mit Auszeichnungen An anderer Stelle habe ich bereits die hervorragende Idee eines DABEIMitgliedes beschrieben, sportliche Erfinderwettkämpfe zu veranstalten, die natürlich Siegerehrungen mit entsprechenden Auszeichnungen beinhalten. Wie in der Welt des Sports sind Sponsoren erwünscht. Allerdings sollten sie nicht von dem Gedanken beflügelt sein, neue Wege zur Gängelung erfolgversprechender Erfinder-Nachwuchstalente gefunden zu haben. Damit wäre die Idee des Erfinderwettstreites ad absurdum geführt und würde allen Beteiligten nur schaden. DABEI ist eine lobenswerte Aktionsgemeinschaft Vor mehr als vier Jahren bin ich dieser Aktionsgemeinschaft beigetreten, um meinen Beitrag zur Offenlegung der hervorragenden Infrastruktur im Bereich des Erfindungswesens zu leisten. Mit einem weiteren DABEIMitglied, Günther Huesmann, organisieren wir seit zwei Jahren den DABEI-Ausstellungsstand in der Halle .Jugend und Technik. während der Hannover-Messe und finden dort ausgezeichnete Resonanz bei den interessierten Jugendlichen. So gibt es zahlreiche Einrichtungen dieser Art, die von anderen DABEI-Mitgliedern ehrenamtlich organisiert und veranstaltet werden. Jede Aktion dieser Gemeinschaft stellt ein Mosaiksteinchen für das Kunstwerk dar, das in Japan bis zur Meisterschaft perfektioniert würde. Nämlich dem Erfinder die Achtung und Anerkennung in der Gemeinschaft zu zollen, die ihm gebührt.


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Verbände und Organisationen Es gibt mehrere Einrichtungen dieser Art, die im Anhang aufgeführt sind. Alle kranken aber - meiner Meinung nach - unter dem .negativen. Denken vieler Mitglieder, das die jahrzehntelangen Rückschläge und Niederlagen bewirkt haben. Junge Menschen mit hervorragenden Ideen werden davon abgestoßen und gewinnen dadurch ein falsches Bild der Wirklichkeit. Nur wenn die Arbeit in den Verbänden von einem neuen Optimismus und von einer Aufbruchsstimmung zu neuen Ufern begleitet wird, kann sie ihren Zweck sinnvoll erfüllen. Möge dieses Buch einen kleinen Beitrag dazu leisten.


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Verwendetes Material für das Buch .Erfahrungen eines Kreativen aus Hildesheim.




  • A. Bücher
  • 1. Lothar J. Seiwert Mehr Zeit für das Wesentliche

Verlag Norman Rentrop, Bonn 1987

  • 2. Gerhard Wahrig Fremdwörterlexikon

Bertelsmann, Gütersloh

  • 3. Dr. Joseph Murphy ASW Ihre aussersinnliche Kraft

Der Schlüssel zu Gesundheit und Reichtum Verlag DAS BESONDERE, München 1978

  • 4. Dr. Joseph Murphy Die Macht Ihres Unterbewußtseins

Ariston Verlag, Genf 32. Auflage 1984

  • 5. DABEI DABEI-Handbuch für Erfinder

und Unternehmer VDI-Verlag, Düsseldorf 1987

  • 6. Erhard F. Freitag Kraftzentrale Unterbewußtsein

Der Weg zum positiven Denken Wilhelm Goldmann Verlag München, 5. Auflage 1985

  • 7. Erhard F. Freitag Hilfe aus dem Unbewußten

Der spirituelle Weg zum Erfolg Wilhelm Goldmann Verlag München, 1. Auflage 1985

  • 8. Thorwald Dethlefsen Schicksal als Chance

Das Urwissen zur Vollkommenheit des Menschen Wilhelm Goldmann Verlag München, 15. Auflage 1985

  • 9. Frederic Vester Phänomen Stress

Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart, 1976

  • 10. Bernard Tapie Gagner

Editions Robert Laffont, Paris

  • 11. Anne Frank Het Achterhuis

dagbogbrieven Uitgeverij Contact, Amsterdam 1981

  • 12. Fritjof Capra Das Neue Denken

Die Entstehung eines ganzheitlichen Weltbildes im Spannungsfeld zwischen Naturwisschaft und Mystik Scherz Verlag, Bern, München, Wien, 1. Auflage 1987

  • 13. Gustav Großmann Sich selbst rationalisieren

Ratio-Verlag. München, 1981

  • 14. Gustav Großmann Ideen und Einfälle verkommen

lassen oder pflegen und verwerten? Ratio-Verlag, München 4. Auflage 1977

  • 15. Gustav Großmann Gefahren und Schwierigkeiten

meistern Ratio-Verlag, München

  • 16. Gustav Großmann Die Welt der Könner

Ratio-Verlag, München 5. Auflage 1982

  • 17. Gustav Großmann Verhandlungserfolge methodisch

vorbereiten Ratio-Verlag, München 4. Auflage 1980

  • 18. Josef Schmidt Dr. Gustav Großmann

Sein Leben . sein Wirken Methodik Verlag Bad Alexandersbad, 1980

  • 19. Krebs heilbar . Ursache

erkannt CT CHEMO Technik GmbH & Co. KG, 6472 Altenstadt 1

  • 20. Albert Einstein Aus meinen späten Jahren

Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart, 1979

  • 21. Albert Einstein Die Evolution der Physik

Leopold Infeld Verlag Paul Zsolnay

  • 22. Abraham Pais .Raffiniert ist der Herrgott...

Albert Einstein Eine wissenschaftliche Biographie Friedr. Vieweg & Sohn, Braunschweig/Wiesbaden 1986

  • 23. Ronald W. Clark Albert Einstein

Leben und Werk Herbig Verlag 1979

  • 24. Irving Stone Der griechische Schatz

Das Leben von Sophia und Heinrich Schliemann Bertelsmann, Gütersloh

  • 25. R. Sachtleben Von der Alchemie zur Groß-

synthese Große Chemiker Ernst Battenberg Verlag Stuttgart, 2. Auflage 1961

  • 26. Robert J. Rieger Werde Nr. 1

Du bist Dir selbst der Nächste moderne verlags gmbh, Landsberg am Lech, 1979

  • 27. Napoleon Hill Denke nach und werde reich

Ariston Verlag, Genf 13. Auflage 1983

  • 28. Dr.rer.nat. Milan Ryzl ASW Training

Psi-Methoden zur Weckung und Aktivierung des sechsten Sinnes Ariston Verlag, Genf 5. Auflage 1983

  • 29. Rainer Fabian Die Meinungsmacher . Eine

heimliche Großmacht Hoffmann und Campe, 1970

  • 30. Raymond Hull Alles ist erreichbar

rororo Sachbuch, 1983

  • 31. Dr. med. H. Lindemann Autogenes Training .

Überleben im Streß Mosaik Verlag GmbH, München

  • 32. Kurt Tepperwein Geistheilung durch sich selbst

Wilhelm Goldmann Verlag München, 1983

  • 33. Frederic Vester Neuland des Denkens

Vom technokratischen zum kybernetischen Zeitalter Deutscher Taschen Verlag München, 2. Auflage 1984

  • 34. Ludger Weiling Verursachungsstrategie mit

Mittel- und Maßnahmenliste ganzheitliche Methodik Verlag GmbH 8209 Stephanskirchen

  • 35. Dr. M. O. Bruker Unsere Nahrung . unser

Schicksal emu verlag für ernährung, medizin und umwelt Lahnstein/Rhein

  • 36. Dr. M. O. Bruker Lebensbedingte Krankheiten

emu verlag für ernährung, medizin und umwelt Lahnstein/Rhein

  • 37. Udo Pollmer Iß und stirb

Chemie in unserer Nahrung Deutscher Taschenbuch Verlag München, 2. Auflage 1986

  • 38. Werner Heisenberg Der Teil und das Ganze

Gespräche im Umkreis der Atomphysik Bertelsmann, Gütersloh

  • 39. Albert Schweitzer Selbstzeugnisse

Verlag C.H. Beck, München 1959

  • 40. Albert Schweitzer Aus meinem Leben und

Denken Bei Richard Meiner in Hamburg 1954

  • 41. Albert Schweitzer Die Lehre von der Ehrfurcht

vor dem Leben Grundtexte aus 5 Jahrhunderten Verlag C.H. Beck, München 2. Auflage 1976

  • 42. Albert Schweitzer Goethe Vier Reden von Albert

Schweitzer Verlag C. H. Beck, München 1950

  • 43. Seaver George Albert Schweitzer als Mensch

und Denker Deuerlichsche Verlagsbuchhandlung, 1950

  • 44. Dr. Eugen Diesel DIESEL Der Mensch, das

Werk, das Schicksal Verlag Wilhelm Heyne 1983

  • 45. Norman Rentrop Tips zur Unternehmensgründung

Verlag Norman Rentrop, Bonn 1978

  • 46. Dr. Ulrich Wolf Allergien sind heilbar

Econ Verlag, 1978

  • 47. Dr. Paul Lüth Das Ende der Medizin?

Entdeckung der neuen Gesundheit Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart, 1986

  • 48. Hans D. Barbier Die Person hinter dem Produkt

Fides Krause-Brewer 40 Portraits erfolgreicher Unternehmer Verlag Norman Rentrop, Bonn 1987

  • 49. Manfred von Ardenne Memoiren . Ein glückliches

Leben für Technik und Forschung Kindler Verlag 1972

  • 50. H. J. Klupsch Saure Milcherzeugnisse,

Milchmischgetränke und Desserts Verlag Th. Mann, Gelsenkirchen-Buer 1984

  • B. Fachzeitschriften, Zeitungsmeldungen u. ä.
  • 1. Milch-Marketing Nr. 11/87 S. 52 .Auf der Suche nach ertragreicheren

Molkereiprodukten. Milchwirtschaftlicher Fachverlag GmbH 5480 Remagen-Rolandseck

  • 2. CHANCEN für Leben Umwelt Technik Nr. 7/87 S.6

.Bericht über die Lage der deutschen Milch. Heinrich Bauer Verlag

  • 3. Welt der Milch Nr. 36/87 S. 1088 Autor: Klaus Metzger

.Kybernetik: Ein Schlüssel für erfolgreiches Erfinden.

  • 4. Welt der Milch Nr. 12/86 Autor: Klaus Metzger

.Marketing . eine Unternehmensaufgabe!.

  • 5. Deutsche Milchwirtschaft Nr. 36/86 Autor: Klaus Metzger

.Verminderung der Produktschädigungen und Reduzierung von Verlusten durch Einsatz !intelligenter! Pumpen. Zusammenfassung .INTERLAB-Vortrag.

  • 6. Innovatio 7/8 1987 Autor: Klaus Metzger

.Marathonlauf und Erfinden. Herausgeber Verein .Innovatio. e.V.

  • 7. Bild der Wissenschaft

.Deutsche Erfinder. Heft 2/87 S. 104 . 113

  • 8. Erfinderjournal Nr. 3/87

.Müll verschwelen und Energie gewinnen. S. 14 (Karl Kiener) Mit dem Heizkessel gegen die Wand S. 22 (Richard Vetter)

  • 9. elektronikpraxis Heft 11/85

.Relais im Kopf. (Interview mit Erfinder Hans Sauer)

  • 10. DIE ZEIT Nr. 36/85 S.66 .Ein sechster Sinn im Auge?.
  • 11. DIE ZEIT Nr. 33/85 S.50 .Der Mann, der Springer reich

machte (Eduard Rhein).

  • 12. DIE ZEIT Nr. 2/85 S.49 .Karriere eines Kindes (Desiree

Nosbusch)

  • 13. ZEITmagazin Nr. 1/88 S. 24 .Die sieben Pfeile der Zeit.
Von „http://www.erfinderprofi.de/wiki/Erfinderhandbuch
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