Über die Internet-Plattform bluepatent.com beteiligen sich Experten aus aller Welt an Recherchen zu Patenten, Marken und Designs. Das kann Unternehmen entscheidende Beweise dafür liefern, dass ein gegnerisches Patent anfechtbar ist oder das eigene geistige Eigentum von Dritten verletzt wird.
Berlin, Juni 2011 | Anfang Mai ist die bluepatent UG mit der Internet-Rechercheplattform bluepatent.com online gegangen. Das neu gegründete Unternehmen nutzt das World Wide Web, um Schutzrechtsrecherchen effektiver zu gestalten. Über die Plattform veröffentlichen die Gründer Rechercheaufrufe, in denen etwa Beweise dafür gesucht werden, dass ein Patent zu Unrecht erteilt wurde oder Markenrechte einer Firma verletzt werden. Experten aus aller Welt beteiligen sich an den Recherchen und reichen relevante Informationen über ein speziell entwickeltes Online-Formular ein. Für Unternehmen bietet die webgestützte Schutzrechtsrecherche entscheidende Vorteile: Durch die Beteiligung einer großen, weltumspannenden Community kommen sie an Informationen, die ihnen bei einer klassischen Recherche eventuell verborgen bleiben würden.
Viele Augen sehen mehr als zwei
Das Prinzip hinter der Geschäftsidee nennt sich Crowdsourcing – die Auslagerung von Arbeiten über das Internet an eine große Masse von Arbeitern. „Im Bereich der Schutzrechtsrecherchen ist Crowdsourcing besonders viel versprechend“, erklärt Petr Nemec, IT-Experte und einer der Geschäftsführer von bluepatent. Der Grund: Relevante Informationen können über den gesamten Planeten verteilt sein – vom internationalen Fachmagazin bis zur Lokalzeitung, von den zahlreichen Online-Datenbanken bis zum staubigen Bibliotheksarchiv. Die Quellen können zudem in unterschiedlichsten Sprachen vorliegen. „Es ist deshalb nur konsequent, bei der Suche nach solchen Informationen auf eine weltumspannende Online-Community zu setzen“, sagt Nemec.
Entscheidend ist bei diesem Ansatz, dass eine breite Masse an Nutzern für die Mitarbeit gewonnen werden kann. Um hierfür Anreize zu schaffen, erhalten Rechercheure im Gegenzug für ihre Leistung Prämien. Patentspezifisches Fachwissen ist nicht nötig: bluepatent übersetzt die Patentansprüche in eine einfach verständliche Form und stellt für die Rechercheure ein eigens entwickeltes Online-Formular für das Einreichen von Dokumenten zur Verfügung. Dieses Tool ermöglicht es, die gefundenen Informationen systematisch zu analysieren und inhaltlich mit der fraglichen Patentschrift abzugleichen. Dadurch können sich neben erfahrenen Patentrechercheuren auch Wissenschaftler, technische Experten und technisch interessierte Laien an der Suche nach Informationen beteiligen.
Wirtschaftliche Bedeutung von Schutzrechten wächst
Unternehmen und Erfinder können von dem Service in zweierlei Hinsicht profitieren: Einerseits können sie gegnerische Patente über bluepatent.com auf ihre Gültigkeit prüfen und gegebenenfalls angreifen. So kann ein Unternehmen beispielsweise ein störendes Schutzrecht aus dem Weg räumen, indem es beweist, dass die fragliche Technologie zum Zeitpunkt der Patentanmeldung schon zum Stand der Technik gehörte. Andererseits können Inhaber von Schutzrechten über bluepatent.com nach Beweisen dafür suchen, dass ihre eigenen Patente, Markenrechte oder geschützten Designs verletzt werden. Mit geeigneten Beweisen lassen sich solche Schutzrechte gerichtlich durchsetzen.
Das Team von bluepatent ist von der wachsenden wirtschaftlichen Bedeutung patentrechtlicher Fragen überzeugt. „Immer mehr Firmen sind durch zweifelhafte Patente in ihrer unternehmerischen Freiheit eingeschränkt“, sagt der Patentanwalt Jan H. Stütz, einer der Schutzrechtsexperten im Unternehmen. Zu Unrecht erteilte Patente verhinderten in wachsendem Maße die Entwicklung und Vermarktung innovativer Produkte. Um sich gegen drohende Patentstreitigkeiten abzusichern, bilden große Konzerne Rücklagen, die leicht die Höhe zweistelliger Millionenbeträge erreichen können. Die Opportunitätskosten, die durch verpasste Marktchancen entstehen, sind ebenfalls hoch. „Diese Entwicklung verkehrt die eigentliche Funktion des Patentsystems – die Förderung von Innovationen – inzwischen teilweise in ihr Gegenteil“, sagt Stütz. Auch Produktpiraterie macht einer steigenden Anzahl von Unternehmen zu schaffen.
Für ein faires Patentsystem und höhere Patentqualität
bluepatent bietet den betroffenen Firmen nun eine innovative Lösung, um schutzrechtlichen Problemen offensiv zu begegnen. „Crowdsourcing kann Unternehmen einen entscheidenden Mehrwert gegenüber normalen Patentrecherchen verschaffen“, ist Jan H. Stütz überzeugt. Und das hilft nicht nur den direkt Beteiligten. Durch die eingehende Prüfung von Schutzrechten steigt auch die Qualität der erteilten Patente, die umfassende Überwachung gültiger Schutzrechte sorgt für mehr Fairness im marktwirtschaftlichen Wettbewerb.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
BluePatent UG (haftungsbeschränkt)
Glogauer Str. 25
10999 Berlin
Kontakt:
Patentanwalt Jan H. Stütz
Telefon 030 / 36 74 19 84
E-Mail: 
Internet: www.bluepatent.com/de
Über BluePatent
BluePatent ist eine Crowdsourcing-Plattform für Recherche-Dienstleistungen im Schutzrechtsbereich. Wir bringen Unternehmen mit einer globalen Recherche-Community zusammen. Die Unternehmen sichern sich dadurch entscheidende Vorteile im IP-Management. Und erfolgreiche Rechercheure werden für ihre Arbeit mit Prämien belohnt.