Pressemitteilung von: NSK Deutschland GmbH
Das Lenksäulen-EPAS, das NSK Automotive für den VW up! liefert, leistet einen Beitrag zur Energieein
VW up! mit Lenksäulen-EPAS und Wälzlagern von NSK
Gute Lenkunterstützung, perfekte Fahreigenschaften und höchste Energieeffizienz: Diese Anforderungen stellen Autofahrer nicht nur an Lenkungen von Mittelklassefahrzeugen, sondern auch in der Kompaktwagen-Klasse. Die Messlatte lag daher hoch, als VW die Lenkung des up! definierte – und sich für eine elektromechanische Lenkhilfe (Electric Power Assisted Steering; EPAS) des NSK- Geschäftsbereichs „Steering Systems“ entschied.
NSK entwickelte für den VW up! ein extrem kompaktes EPAS-System, bei dem die elektromotorische Lenkunterstützung platzsparend an der Lenksäule untergebracht ist (Lenksäulen-EPAS). Im Vergleich zu einer elektrohydraulischen Lenkhilfe (EHPS) spart das EPAS rund 0,2 l Kraftstoff pro 100 km, weil die Lenkhilfe nur dann Energie verbraucht, wenn sie wirklich benötigt wird.
Im VW up! wird die Lenkunterstützung auch zur automatischen Zentrierung von Lenkrad und Rädern in der Mittelposition verwendet – eine Funktion, die die Fahrsicherheit verbessert und den Komfort erhöht, weil weniger Korrekturbewegungen nötig sind.
Programmierbare Lenkeigenschaften
Ein weiterer Vorteil von EPAS-Systemen ist die komfortable Programmierbarkeit, mit deren Hilfe sich die Lenkeigenschaften z.B. an unterschiedliche Achslasten anpassen lassen. Diese Funktion wird gefragt sein, wenn weitere Karosserievarianten des VW up! im Markt eingeführt werden.
Zudem kann man die Lenkeigenschaften eines EPAS über die Software so justieren, dass das gewünschte Eigenschaftsprofil erreicht wird. Beim VW up! ist dies gut gelungen, wie zahlreiche Autotests belegen. Das belegt u.a. die Meinung des renommierten Auto-Testers Georg Kacher, der in der „Süddeutschen Zeitung“ schrieb: „Die serienmäßige Servolenkung vermittelt stets das gebührende Maß Fahrbahnkontakt, sie zieht einen City-tauglich engen Wendekreis, ist weitgehend frei von Antriebseinflüssen und gleichzeitig flink genug übersetzt, um den Spaßfaktor hoch zu halten.“ Und „auto motor sport“ berichtete über den VW up! in Ausgabe 24/2011: „Seine Lenkung arbeitet leichtgängig, feinfühlig und homogen.“
Bei der Konstruktion der Servolenkung spielten Reibungsreduzierung und Gewichtsoptimierung eine wichtige Rolle. Das exakt definierte Crash-Verhalten der Lenksäule wurde an die Crash-Eigenschaften des gesamten Fahrzeugs angepasst.
Entwicklung in Ratingen
Die Entwicklung dieser Lenkung fand hauptsächlich im „European Technology Center“ (ETC) in Ratingen statt. NSK verwendete dabei Gleichteile aus dem Lenksystem des „Polo Global“. Dieses 2010 erstmals vorgestellte Fahrzeug der Kompaktklasse fertigt VW in China, Indien, Russland und Südafrika; NSK wurde für die Entwicklungsleistung mit dem „Volkswagen Group Award 2010“ ausgezeichnet.
Der up! einschließlich seiner Schwestermodelle wird im VW-Werk Bratislava gefertigt. Die einbaufertigen Lenkungen produziert NSK im Werk Walbrzych/ Polen, das 2005 auf der grünen Wiese errichtet wurde und ausschließlich Lenksysteme fertigt. Im Vorfeld des Produktionsstarts wurde dort in eine neue Montagelinie investiert. Seit dem Produktionsstart des VW up! ist NSK größter Lieferant von Lenksäulen-EPAS im VW-Konzern.
NSK-Wälzlagertechnologie in Rad und im Getriebe
Das Lenksäulen-EPAS ist nicht die einzige Komponente, die NSK für den VW up! liefert. Das NSK-Geschäftsfeld „Automotive Bearings“ entwickelte und fertigt die Radlager der Vorderräder; sie werden im NSK-Werk Peterlee/ Großbritannien produziert. Darüber hinaus sind in vielen VW-Getrieben Wälzlager von NSK im Einsatz. Beim VW up! gilt dies für das manuelle Fünfganggetriebe, das für den modularen Querbaukasten entwickelt wurde. Es ist – genau wie die automatisierte Variante – mit Kegelrollenlagern von NSK ausgestattet, die kompakte Bauform und lange Lebensdauer mit Leichtlaufeigenschaften verbinden und damit einen Beitrag zur Reibungsreduzierung im Antriebsstrang leisten.
Insgesamt erzielt NSK Automotive im Jahr 2011 einen Umsatz von rund 225 Mio. € mit den Konzerntöchtern der Volkswagen AG. Das Geschäftsvolumen wird sich in den kommenden beiden Jahren mehr als verdoppeln.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
NSK Deutschland GmbH
Harkortstrasse 15
40880 Ratingen
E-Mail: 
NSK wurde im Jahr 1916 in Japan gegründet und hat sich konsequent vom regionalen Kugellageranbieter zum global operierenden Wälzlagerspezialisten und Automobilzulieferer entwickelt hat. Heute beschäftigt NSK mehr als 20.000 Mitarbeiter in 27 Nationen. Dieses Ergebnis ist auch auf steigende Investitionen in Forschung & Entwicklung zurückzuführen, die es dem Unternehmen ermöglichen, die Qualität von Produkten und Services stetig zu verbessern und sein Ziel der Qualitätsführerschaft zu erreichen. Neben einem vollständigen Wälzlagerportfolio entwickelt und fertigt NSK außerdem Präzisionskomponenten bzw. Mechatronikprodukte sowie Komponenten und Systeme für die Automobilindustrie, wie z. B. Radlagereinheiten und elektrische Servolenksysteme.
Seine erste europäische Niederlassung eröffnete NSK 1963 in Düsseldorf, Deutschland und das erste europäische Produktionswerk 1976 in Peterlee, England. Die NSK Europe Ltd. vereint heute pan-europäischen Vertrieb; Produktionsstätten in England, Polen und Deutschland; Logistikzentren in den Niederlanden, Deutschland und England sowie Technologiezentren ebenfalls in Deutschland und England und ein umfassendes Netzwerk lokaler Vertriebshändler. Unterteilt ist NSK in Europa in produktbezogene Geschäftsbereiche: industrielle Anwendungen sowie Lagermodule und Lenksysteme für die Automobilindustrie. In dieser Organisation erwirtschafteten die über 3.000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von mehr als 800 Millionen Euro.