Guten Erfindungen beim Sprung zur Marktreife zu helfen – dieses Ziel hat sich die Schweizer Internetplattform www.patent-marketing.org gesteckt. Hierzu bietet sie Erfindern ein umfangreiches Serviceangebot: Registrierte Nutzer können ihre Entwicklungen mit Bild vorstellen und diese von Besuchern der Seite bewerten lassen.
„Unsere stetig steigenden Nutzerund Besucherzahlen verdeutlichen, wie gross das Marktbedürfnis nach einer kostenlosen, internetbasierten Vermarktungsmöglichkeit war,“ erklärt Carl-Christoph Möller (28) von patentmarketing. org. Von den annähernd 190‘000 Patenten, die jedes Jahr angemeldet würden, schaffe es derzeit nur ein Bruchteil zur Marktreife. Denn Finanzierung, Prototypenbau, patentrechtliche Hindernisse sowie der Aufbau eines Vertriebs- und Kundennetzes stellten vor allem Freizeiterfinder oft vor unüberwindliche Hürden. patent-marketing.org wolle hier einen schnellen, effizienten Weg bieten, für Vertrieb, Finanzierung oder Fertigung die richtigen Partner zu finden. Hierzu arbeite man unter anderem mit einer auf Patentrecht spezialisierten Kanzlei sowie mit Unternehmen für Kleinserienfertigung zusammen.
Umfassender Service
Bereits gefertigte Erfindungen und Kleinserien können über den Shop angeboten werden. Daneben bietet die Seite Beratungsservices zu Fragen des Patent- und Markenrechts sowie aktuelle Buchtipps. Das per E-Mail versandte Erfindermagazin hält seine Abonnenten über rechtliche Entwicklungen, neue Innovationen und spezielle Angebote für Erfinder auf dem Laufenden. Kosten entstehen dem Nutzer hierbei keine: Nachdem er sich registriert hat, stehen ihm alle Funktionen von patent-marketing.org kostenlos zur Verfügung.
Patente auf den Markt bringen
Die Idee zu ihrer Plattform sei den Entwicklern gekommen, da sie als Erfinder selbst oft genug mit diesen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt hätten. „Und die bislang im Markt vorhandenen Serviceangebote für Erfinder sind entweder nicht umfangreich genug und obendrein zumeist kostenpflichtig,“ erklärt Möller weiter. Dies schrecke viele Erfinder ab, den Schritt zur Vermarktung der eigenen Idee zu wagen. patent-marketing. org finanziere sein Angebot daher einzig aus den Werbeeinnahmen der Seite. Schliesslich wäre die Plattform für Unternehmen der ideale Ort, sich privaten Entwicklern zu präsentieren und frühzeitig attraktive Kooperationen einzugehen. Hierzu diene auch der virtuelle Marktplatz, auf dem sich Erfinder und interessierte Unternehmen einen elektronischen Messestand aufbauen können, an dem sie sich und ihr Angebot vorstellen. patent-marketing. org will sein Serviceangebot in mehreren Stufen weiter ausbauen. In einem nächsten Schritt sollen registrierte Nutzer die Möglichkeit erhalten, sich untereinander in einer Online- Community auszutauschen und nützliche Kontakte zu knüpfen. Ziel sei es, „Erfindern in allen Phasen der Vermarktung schnelle und effiziente Hilfe anbieten zu können“, erklärt Möller.
Expansion nach Deutschland
Dies habe sein Team unter anderem bewogen, Erfinder künftig auch von Deutschland aus zu beraten. Denn zum einen würden in Deutschland im europäischen Vergleich die meisten Patente angemeldet. „Zum anderen haben wir hier günstigen Lagerraum sowie leistungsfähige Vertriebspartner gefunden,“ sagt Möller. Damit könnten künftig die Produkte ohne grossen logistischen Aufwand zum Käufer gelangen. Und Erfindungen vom Reissbrett in den Markt.